Am 5. September versteigert das Auktionshaus Satow ab 11 Uhr eine fast 1.000 Lose starke Offerte mit Kunst, Antiquitäten, Uhren, Schmuck und weiteren dekorativen Kategorien.
Als eines von vielen Highlights kommt in der Kategorie "Skulpturen" ein Bronzerelief von Käthe Kollwitz zum Aufruf, das 1941/42 entstand und mit dem Titel Mutter schützt ihr Kind eines der Hauptthemen im Œuvre der Künstlerin aufgreift. Neben Sozialkritik beschäftigte sich die Pazifistin Kollwitz vor allem mit den Themen Schmerz und Verlust aus der Sicht einer Mutter. Auslöser dafür war der Tod ihres erst 18 Jahre alten Sohnes Peter, der 1914 als Soldat im Ersten Weltkrieg fiel.

Hingegen zum Schmunzeln regt die Bronzeskulptur Knabe, der von einer Krabbe gezwickt wurde des italienischen Bildhauers Demetrio Paernio an. Dargestellt ist der besagte Knabe, der ängstlich auf den Übeltäter hinabblickend, der am Sockel nach wie vor lauert.

In der Kategorie "Silber und Versilbertes" kommen Highlights ganz unterschiedlicher Epochen zum Aufruf. Um 1690 schuf der Leipziger Meister Christian Müller diesen bezaubernden Silberhumpen, dessen umlaufendes Relief aus Amoretten und Blumen besteht. Rund 220 Jahre später durfte sich der Sieger des Korps-Jagdrennen des XV. Armeekorps über den vorliegenden Ehren-Pokal freuen, den Kaiser Wilhelm II. gestiftet hatte.

In der Schmuckofferte muss vor allem auf einen Weißgoldring hingewiesen werden, der zentral mit einem Brillanten von ca. 1,4 ct besetzt ist. Flankiert wird der Stein auf den Ringschultern jeweils von einem trapezförmigen Diamant.

Unter den Uhren des Katalogs darf eine Franck Muller Geneve Conquistador (Ref. 8001 SC) aus Edelstahl nicht unerwähnt bleiben. Die von Hand aufzuziehende Armbanduhr mit Datumsanzeige und Zentralsekunde wird dem glücklichen Höchstbietenden im edlen Originaletui aus Holz und Leder übergeben werden.
Einen echten Schatz hat auch die Kategorie "Möbel & Einrichtung" auf Lager: Ein um 1930/40 geschaffener Spiegel von Oskar Bach. Bach war in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts einer der führenden Künstler auf dem Gebiet der dekorativen Metallkunst. Nachdem er zunächst in Deutschland und Italien erfolgreich gewesen war – zu seinen Auftraggebern zählten auch Pabst Leo XIII. und Kaiser Wilhelm II. – , ging er 1911 nach New York, wo er gemeinsam mit seinem Bruder Max an die frühen Erfolge anknüpfen konnte.

Interessant ist auch ein Paar französischer Prunksäulen mit Vasen aus Holz, deren farbige Fassung sie wie aus Marmor geschaffen aussehen lässt.
In der Kategorie "Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen" fallen vor allem die vielen qualitativ hochwertigen Arbeiten auf, die an einem Gewässer entstanden sind.

Von der amerikanischen Künstlerin Jane Peterson stammt das Ölgemälde Venedig- Canale della Giudecca mit S. Giorgie im Hintergrund, während uns der armenische Maler Dimitrij Nalbandjan in der ebenfalls als romantisch geltenden Stadt Paris einen Blick auf die Seine gewährt.

Nicht ganz soweit in die Ferne zog es den in Schlesien geborenen Maler Leonhard Sandrock, als er dieses Szene im Hafen von Warnemünde einfing.

Eine eher untergeordnete Rolle spielt Wasser in diesem Ölgemälde von Fernand Maillaud, das eine Kleine Schäferin und Bauernjunge auf Ochsengespann im Gespräch zeigt. Maillaud, der jedes Jahr im Salon des artistes français ausstellte, war nicht nur als Maler, sondern auch als Kunsttischler, Illustrator und Bildwirker tätig.

Die Auktion findet am 5. September in der Sonnenstraße 8 in Satow statt – allerdings ohne Saalpublikum. Gebote können schriftlich, telefonisch oder live im Internet abgegeben werden.



