Ein historisch interessantes Ölgemälde des texanischen Künstlers Porfirio Salinas (1910-1973) ist das Top-Los der kommenden Auktion der Austin Auction Gallery, die am 16. und 17. November als Saal- und Onlineauktion stattfinden wird. Der damalige Vizepräsident Lyndon B. Johnson hatte geplant, das Gemälde John F. Kennedy am 23. November 1963 auf seiner Ranch in Texas zu schenken. Das tödliche Attentat auf den Präsidenten in Dallas am 22. November machte diesen Plan jedoch zunichte.
Die Auktion findet zeitnah zum 56. Jahrestag der Ermordung Kennedys statt. Das Gemälde Salinas' ist nicht nur als Kunstwerk zu betrachten, sondern auch als ein historisches Artefakt, das mit zwei früheren US-Präsidenten und einem der einprägsamsten Ereignisse der US-Geschichte in Verbindung steht. Porfirio Salinas war zudem der Lieblingsmaler Lyndon B. Johnsons, mit dem ihn außerdem eine Freundschaft verband. Johnson ließ Werke Salinas' auf seiner Ranch in Texas und auch in seinen Privaträumen im Weißen Hause aufhängen.

Während seiner Rundreise durch Texas im November 1963 wollte Kennedy auch die Ranch seines Vizepräsidenten besuchen. Auf einer Grillparty am 23. November hätte Salinas dort das Gemälde als persönliches Geschenk überreichen sollen, eine entsprechende Plakette befindet sich noch immer auf dem Gemälde. Ergänzt wurde diese durch eine weitere, die an das Attentat erinnert.
Das Gemälde, eine Landschaft mit dem Titel Rocky Creek, ist signiert und misst ca. 51 x 64 cm, mit Rahmen ca. 74 x 86 cm. Sein Schätzpreis liegt bei 75.000-125.000 USD. Eine weitere, ebenfalls signierte Arbeit von Salinas mit dem Titel Bluebonnets and Live Oaks (ca. 74 x 91 cm) kommt mit einem Schätzpreis von 30.000-40.000 USD zum Aufruf.

Porfirio Salinas war ein Landschaftsmaler, dessen Darstellungen des Texas Hill Country im Frühling besonders bekannt sind. Er war der erste mexikanisch-amerikanische Künstler, der für seine Werke landesweite Anerkennung erhielt. Seine Gemälde werden im Texas State Capitol, im Texas Governor's Mansion, im Witte Museum in San Antonio und im Panhandle-Plains Historical Museum ausgestellt.
Die angebotenen Gemälde Salinas' sind Teil einer fabelhaften Kunstsammlung, aus der auch Werke weiterer namhafter Künstler zum Aufruf kommen, darunter G. Harvey, AD Greer, Robert Wood, Gerald McCann, Robert Harrison, Peter Hohnstedt, Carl Smith CP Montague und Joe Rader Roberts.
Einige der Top-Lose der Kategorie Gemälde sehen Sie im Folgenden:

Ein gerahmtes Ölgemälde des texanischen Künstlers G. Harvey (1933-2017) mit dem Titel Stray Heifers wurde neben der Signatur auch mit einer Ortsbezeichnung und der Jahreszahl versehen: Austin 1969. Auf der Rückseite des ca. 51 x 61 cm großen Gemäldes befindet sich ein Etikett der G. Harvey Gallery. Der Schätzpreis beträgt 15.000-20.000 USD.

Auf ein ebenfalls gerahmtes und signiertes Ölgemälde des französischen Künstlers Edouard Cortes (1882-1969) mit dem Titel Louvre and Seine Quai darf auch mitgeboten werden. Die Echtheit des Werks wurde von den Arnot Galleries in New York City bestätigt. Schätzpreis: 12.000-18.000 USD.
Ein weiterer Künstler, der die texanische Landschaft auf Leinwand verewigte war der in Cincinnati geborene Peter Hohnstedt, der ab 1928 ein Atelier in San Antonio besaß. Sein signiertes Gemälde Texas Hill Country wird in der Auktion mit einem Schätzpreis von 4.000-6.000 USD angeboten.

Ein weiteres Highlight der Auktion stellen die Stücke aus dem Nachlass von Alfred A. King (1916-2006) dar. King war der Urenkel von Captain Richard King, dem Gründer der Texas King Ranch, der größten Ranch in Texas. Die Sammlung umfasst Schmuck der amerikanischen Ureinwohner sowie Schmuck aus dem Südwesten der USA, darunter Stücke von Frank Patania Sr. (1899-1964), sowie Kunstwerke aus Sterlingsilber mit Arbeiten von Theodore Van Soelen, Freemont Ellis, Bernique Longley, Agnes Smith, Miki Hayakawa, Cliff Bahnimptewa und Norma Bassett Hall.

Zu den Highlights unter den angebotenen Schmuckstücken der amerikanischen Ureinwohner gehört ein moderner Silberring von Charles Loloma (1921-1991), den Intarsien aus Koralle, Lapislazuli und anderen Steinen zieren (Schätzpreis: 1.000-2.000 USD). Auch ein silberner Armreif mit der Darstellung des Regenbogengottes aus Türkisen von Frank Vacit (1915-1999) ist ein Highlight der Offerte (Schätzpreis: 800-1.200 Euro).
Ein skulpturier Anhänger aus vergoldeter Bronze stammt von Ibram Lassaw (1913-2003), einem russisch stämmigen Bildhauer, der in Alexandria geboren worden war und im Alter von acht Jahren mit seinen Eltern in die USA ausgewanderte (Schätzpreis: 1.000-3.000 USD). Eine geschnitzte Muschelfigur von Leo Poblano (1905-1959) stellt eine amerikanische Ureinwohnerin als Tänzerin mit Ohrringen und Halskette aus Türkisen dar (Schätzpreis: 400-600 USD).

Die Stücke von Frank Vacit und Leo Poblano waren einst Teil der CG Wallace Collection, die 1975 bei Sotheby's unter den Hammer gekommen war. Wallace wurde zu einer wichtigen Persönlichkeit auf dem Markt für den Schmuck der amerikanischen Ureinwohner, als der im frühen 20. Jahrhundert damit begann, mit Schmuckherstellern vom Volk der Zuni Pueblo zusammenzuarbeiten, um ihn an die zunehmenden Touristenströme im Westen und Südwesten zu verkaufen. Die Stücke seiner Sammlung, die 1975 nicht versteigert wurden, gingen an das Heard Museum in Phoenix.

Einen weiteren Teil des Katalogs bilden die wundervollen Schmuckkreationen von Frank Patania Sr., darunter eine modernistische Kette aus Sterlingsilber aus Türkisen (Schätzpreis: 4.000-6.000 USD). Ebenfalls nicht entgehen lassen sollte man sich das aus Collier und Ohrringen bestehende Schmuckset, das neben Sterlingsilber auf Lapislazuli setzt (Schätzpreis: 3.000-4.000 USD).
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