Zwei lachende Jungen, ein Gemälde des niederländischen Malers Frans Hals, wurde in der Nacht des 26. August erneut aus seinem Museum in Leerdam, wo es seit 30 Jahren aufbewahrt wird, entwendet. Tatsächlich wurde das kostbare Leinwandwerk bereits 2011 und 1988 zur Beute von Dieben, konnte jedoch beide Male wiedergefunden werden.
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Polizeiberichten zufolge "brachen die Diebe die Hintertür auf" und lösten dadurch gegen 3:30 Uhr den Alarm aus. Als die Polizei am Tatort eintraf, waren sie jedoch bereits wieder verschwunden. "Wir haben derzeit keine Ahnung, wo sich das Gemälde befinden könnte", sagt Hanneke Sanders, Sprecherin der niederländischen Polizei.

Doch nicht nur die Polizei möchte herausfinden, wo das Gemälde ist, auch Privatdetektiv Arthur Brand (auch bekannt als "Indiana Jones der Kunstwelt"), der bereits so bedeutende Werke wie einen Picasso und ein byzantinisches Mosaik aus dem 6. Jahrhundert aufstöbern konnte, ermittelt. Brand zufolge ähnelt der jetzige Vorfall den beiden vorangegangenen und scheint nicht mit sehr viel Aufwand verbunden gewesen zu sein: Das Museum ist klein und bereitet keine größeres Schwierigkeiten für einen Diebstahl dieser Art. "Der Alarm geht los, aber die Diebe können innerhalb von drei Minuten wieder weg sein", meint Brand.
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Das wegen Covid-19 geschlossene Museum hat bislang keine Stellungnahme abgegeben. Die Polizei sucht nach Zeugen und erklärt, dass Videos und jegliche Informationen willkommen seien.
Die Täter von 1988 konnten drei Jahre nach dem Diebstahl festgenommen werden. 2011 konnten die vier verantwortlichen Personen im Alter von 48 bis 62 Jahren innerhalb von sechs Monaten festgenommen werden. Brand glaubt, dass das Gemälde aufgrund seiner Vergangenheit als Diebesgut nun erneut ausgewählt wurde.

Mit Zwei lachende Jungen hat Frans Hals, einer der einflussreichsten Künstler des Goldenen Zeitalters der niederländischen Malerei eine Szene aus dem Alltag dargestellt, die zwei junge Männer beim Alkoholgenuss zeigt. Der Wert des Gemäldes, das 1987 das Cover eines Ausstellungskatalogs des Frans Hals Museums zierte, wird auf rund 15 Millionen Euro geschätzt. Eine ähnliche Alltagsszene schuf Hals 1625 mit Zwei musizierende Knaben, das seinen Übergang zu einem freieren Stil markierte. Der in Antwerpen geborene Frans Hals (1582/83-1666) ließ sich 1591 in der niederländischen Stadt Haarlem nieder, in der er den Rest seines Lebens verbrachte.
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Erst im März wurde ein Van Gogh-Gemälde aus dem Singer Laren Museum in der Nähe von Amsterdam gestohlen. Für Arthur Brand gibt es Ähnlichkeiten zwischen jenem und diesem Vorfall. Auch sei es nicht ungewöhnlich, dass wertvolle Gemälde Kriminellen als Verhandlungsgrundlage dienen. Privatdetektiv Brand, der auch den Diebstahl des Van Goghs untersucht, hat nun auch den Frans Hals auf seine To-do-Liste gesetzt: "Die Jagd ist eröffnet. Ich werde danach suchen, bis ich es finde."
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