Neben seinem absoluten Meisterwerk La Jungla (1943) zählt La Réunion zu den bedeutendsten Arbeiten von Wifredo Lam. Lam, geboren auf Kuba als Sohn eines Chinesen und einer Mutter mit afroeuropäischen Wurzeln, verbrachte einen Großteil seines Künstlerlebens in Paris, wo er Picasso, Braque, Matisse, Miró, Léger und zahlreiche Dichter traf, mit denen er die gleichen künstlerischen Kämpfe und den Wunsch teilte, „das Drama seines Landes zu malen“. Lams Kunst schöpft aus dem vielfältigen Hintergrund ihres Schöpfers und bezieht oft afrikanische Motive in den westlichen Stil mit ein, insbesondere bei Themen, die dem Surrealismus und Postkubismus entlehnt sind.
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La Réunion wurde von Wifredo Lam 1942 auf Kuba gemalt, wohin er kriegsbedingt hatte zurückkehren müssen. Das Werk stellt mit seiner charakteristischen Frau mit Pferdekopf, oder Femme Cheval, eine Verschmelzung zwischen europäischer Moderne und der Cubanidad dar, mit Bezügen zu Picassos Minotauromachie und den Praktiken der afro-kubanischen Santería (deren Anhänger sich, besessen von Orisha-Geistern, in Pferde verwandeln können).
Marysol Nieves, Expertin für lateinamerikanische Malerei bei Christie’s, bemerkt: „La Réunion ist ein herausragendes Beispiel für Lams Werk in den frühen 1940er Jahren. Ein Jahrzehnt, in der er seine volle Reife als Künstler erlebte. Dieses monumentale Werk umfasst meisterhaft alles, was Lam darstellt, seinen einzigartigen Beitrag zur Geschichte der modernen Kunst, die Konvergenz der Avantgarde-Praktiken des 20. Jahrhunderts mit der Kosmologie der Neuen Welt. Unter Vermeidung konventioneller Vorstellungen von Reinheit und Hierarchie und der Einbeziehung des kulturellen Hybridität und seiner diasporischen Wurzeln hat Lam die Parameter der Moderne neu definiert.“
La Réunion von Wifredo Lam kommt am 11. November bei Christie’s in New York mit einem Schätzpreis von 3-4 Millionen USD zum Aufruf.
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