In dem Gemälde Only a Shower („Nur ein Schauer“) des viktorianischen Malers Charles Burton Barber sticht sofort der Realismus ins Auge, mit dem das Mädchen und die drei Hunde wiedergegeben wurden. Mit frustriertem Blick schaut das Mädchen aus dem Fenster auf eine vom Regenwetter ergraute Landschaft. Das im Freien geplante Spiel mit den Vierbeinern fällt buchstäblich ins Wasser. Die Hunde scheinen die Enttäuschung ihres Frauchens zu teilen, scheinen es, betrachtet man ihre zärtlichen und einfühlsamen Gesichter, aber auch trösten zu wollen.
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Tatsächlich besaß Charles Burton Barber die Fähigkeit, nicht nur akribisch Details mit großem technischen Know-how wiedergeben zu können, sondern menschliche Emotionen auf die von ihm dargestellten Tiere übertragen zu können. Dieses Talent machten ihn zu einem allgemein beliebten Künstler, der bei der Mittelschicht und bei der High Society hoch im Kurs stand. Er war auch der Lieblingsmaler von Queen Victoria und trat damit in die Fußstapfen des 1873 verstorbenen Hofmalers Sir Edwin Landseer. Tierbilder waren im viktorianischen England äußerst populär und auch die Königin ließ ihre vierbeinigen Lieblinge von Barber porträtieren (ihre Enkelkinder übrigens auch).
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Trotz seines frühen Todes im Alter von nur 50 Jahren hinterließ Barber ein umfangreiches Œuvre, das von seinem Leben als bester Tiermaler Großbritanniens zeugte. Only a Shower ist eines der gelungensten Werke des Malers und kommt nun als eines der wichtigsten Lose in Bonhams’ Auktion mit Gemälden des 19. Jahrhunderts und des Impressionismus zum Aufruf, die am 22. September in London stattfinden wird. Die Schätzung für das Gemälde liegt bei 70.000 bis 100.000 GBP.
Charles O’Brien, Leiter der Abteilung für Kunst des 19. Jahrhunderts bei Bonhams, sagt: „Only a Shower ist ein herausragendes Beispiel für die viktorianische Genremalerei des 19. Jahrhunderts und es zeigt Barber auf dem Höhepunkt seines Schaffens. Es ist brillant bis ins kleinste Detail der Tischverzierungen. Die Fähigkeit des Künstlers, Tiere zu malen, ist nur allzu offensichtlich.“
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Update: Das Gemälde fand für 87.750 GBP (inkl. Gebühren) einen neuen Besitzer.








