Seit dem frühen 17. Jahrhundert ist Staffordshire das Zentrum britischer Keramikherstellung, dessen Erzeugnisse sich auch auf globaler Ebene großer Beliebtheit erfreuen. Durch Qualität und Kreativität hat es die Region geschafft, sich einen Platz in der Geschichte zu sichern.
Staffordshire beherbergt nicht nur berühmte Keramikhersteller wie Spode oder Wedgwood, sondern ist auch für seine charmanten Keramikfiguren bekannt, die in ganz unterschiedlichen Formen und Typen erhältlich sind, wovon die Staffordshire Dogs allerdings die absoluten Favoriten darstellen.
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Diese bezaubernden Keramikhunde treten meist paarweise in Erscheinung und wurden als viele verschiedene Hunderassen wie Möpse, Windhunde, Collies oder Cavalier King Charles Spaniels hergestellt. Der Hund war eben schon immer der beste Freund des Menschen, weshalb er nicht nur als lebendes Exemplar vor dem Kamin, sonders auch als Keramikversion auf dem Kaminsims stets ein gern gesehener Gast war und ist.
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Die Staffordshire Dogs starteten ihre Karriere als alberne Geschenke, die man ganz einfach im Straßenverkauf der örtlichen Töpfereien in den Dörfern Staffordshires erwerben konnte. Gerüchte entstanden, die besagten, dass die Hunde als "Liebesboten" verwendet wurden, indem sie vor ein Fenster gestellt wurden. Je nach ihrer Positionierung bedeutete das für einen Liebhaber "freie Bahn" oder "heute besser nicht". Ob das alles stimmt, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Aber so ganz unwahrscheinlich ist es jedenfalls nicht...
Es ist ziemlich selten, dass man auf ein intaktes Paar aus dem 18. Jahrhundert stößt, der frühesten Produktionzeit der Staffordshire-Hundefiguren.
Die Staffordshire Dogs dienten in den meisten englischen Häusern während der viktorianischen Ära dekorative Einrichtungsgegenstände, die auf dem Kaminsims oder auf Tischen platziert wurden.
"Es ist ziemlich selten, dass man auf ein intaktes Paar aus dem 18. Jahrhundert stößt, der frühesten Produktionzeit der Staffordshire-Hundefiguren", erklärt Cecilia Nordström, Spezialistin für asiatische Keramik und Kunst, europäische Keramik und Glas im Auktionshaus Bukowskis in Stockholm. "Solche Stücke sind sehr selten."

Die Seltenheit der frühesten Staffordshire Dogs macht diese auf dem Auktionsmarkt sehr begehrt - zu entsprechenden Preisen.
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Für noch höhere Gebote sorgen frühe Staffordshire Dogs, die spezielle Hunderassen darstellen. Es können Figurenpaare sein, die es kein zweites Mal gibt. Ihre Seltenheit, ihr drolliges Aussehen und die verschiedenen Ausführungen machen Staffordshire Dogs zum perfekten Sammlerobjekt, auch wenn sich die Nachfrage durch den von Generation zu Generation wechselnden Geschmack immer wieder ändert. In englischen Haushalten sind sie, natürlich meist jüngere Ausführungen, jedoch nach wie vor beliebte dekorative Gegenstände, die die das englische Landleben symbolisieren. Ebenso sind sie ein Symbol britischer Handwerkskunst und Kulturgischte.

Besonders populär sind Spaniel darstellende Figuren. Vielleicht werden der Verbindung zur Royal Family? Queen Victoria zum Beispiel besaß während ihrer Zeit als Kronprinzessin und in den ersten Jahren ihrer Herrschaft einen Spaniel namens Dash ("Darling Dashy"), der immer wieder Mittelpunkt ihrer Tagebucheintragungen war. In jüngerer Zeit zählten Queen Mum und Prinzessin Margaret zu den stolzen royalen Cavalier Kings Charles Spaniel-Besitzerinnen.
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Durch ihre Beliebtheit wurden die Staffordshire Dogs im Laufe der Zeit immer wieder reproduziert, was es manchmal schwierig macht, alt und neu voneinander zu unterscheiden. Es gibt jedoch einige Merkmale, an denen man sich orientieren kann - und hier lohnt es sich auf jeden Fall, auch die Unterseite einmal unter die Lupe zu nehmen. In Tropfen bis auf den Boden heruntergelaufene Farbe ist ein gutes Zeichen, ebenso keine oder nur sehr kleine Löcher im Boden. Denn den frühesten Figuren fehlt meist jenes Loch im Boden, durch das die Hitze während des Brennvorgangs entweichen kann. Auch sind die Böden der ältesten Exemplare meist nicht glatt, sondern können sogar über eine "dramatische" Struktur verfügen.
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Die Reproduktionen sind im Allgemeinen einfach zu perfekt. Das sieht man allein schon daran, dass die Figuren jüngerer Paare einander allzu sehr ähneln. Bei den frühesten Paaren pflegten die Figuren sich voneinander zu unterscheiden. Achten Sie zudem auf das Vorhandensein von erkennbaren Pinselstrichen sowie das Nichtvorhandensein einer zu glänzenden Glasur. Für eine genaue Bestimmung lohnt es sich aber, sich an einen Experten zu wenden.
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Aktualisierte Version eines Artikels vom 9. April 2020









