In den späten 1950er Jahren erwarb der in Nizza wohnhafte Antiquitätenhändler Raymond Hekking (1866-1977) eine frühe Kopie des wohl berühmtesten Gemäldes der Welt bei einem Kollegen im unweit gelegenen Dorf Magagnosc für 3 GBP.
Als die Mona Lisa zu Beginn des Jahres 1963 auf USA-Tournee ging und in Washington und New York ausgestellt wurde, nutzte Hekking die mediale Aufmerksamkeit, um seine Befürchtungen hinsichtlich der Authentizität der Louvre-Mona Lisa zu äußern. Seiner Meinung nach war nicht das Original Leonardo da Vincis nach dem berühmt berüchtigten Diebstahl von 1911 in das Pariser Museum zurückgekehrt, sondern lediglich eine Replik, während er das Original offensichtlich zu einem absoluten Spottpreis erworben hatte.
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Viele Experten bemühten sich nach Nizza, um die Hekking Mona Lisa unter die Lupe zu nehmen – man kann ja schließlich nie wissen. Letztendlich erwiesen sich Raymond Hekkings Vermutungen jedoch als völlig haltlos und sein Gemälde wird mittlerweile als die Kopie eines italienischen Nachfolgers Leonardos aus dem frühen 17. Jahrhundert bezeichnet.
Als solche wird die Hekking Mona Lisa nun vom 11. bis 18. Juni bei Christie’s in einer Onlineauktion versteigert, deren einziges Los sie ist. Der Schätzpreis des qualitätsvollen Werks mit einer so besonderen Geschichte liegt bei 200.000 bis 300.000 Euro.
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Dazu sagt Pierre Etienne, internationaler Leiter der Abteilung für Alte Meister: „Kunst fordert heraus, fasziniert und verfolgt uns manchmal sogar. Hekkings Mona Lisa, die wir präsentieren dürfen, trägt den Namen ihres Besitzers und Erfinders, Mr. Raymond Hekking (1886-1977). Sie ist die perfekte Illustration für die Faszination, die die Mona Lisa seit jeher auslöst und die immer größer wird. Sie ist der Traum eines Mannes mit einer Leidenschaft für die Kunst. Sie ist sein Idol. Raymond Hekking war ihr standhafter Verteidiger gegenüber Kunsthistorikern und den weltweiten Medien der 1960er Jahre. Sie bleibt seine Muse, er ihr Poet.“

Das echte, auf einer Pappelholztafel ausgeführte Mona Lisa-Gemälde hatte Leonardo da Vinci vom Zeitpunkt seines Entstehens zu Beginn des 16. Jahrhunderts stets mit sich geführt und erst kurz vor seinem Tod an seinen letzten Mäzen, König Franz I. von Frankreich, der das alternde Genie an seinen Hof geholt hatte, verkauft. Seitdem war die Mona Lisa Teil der Sammlung der Könige von Frankreich. Seit 1797 wird sie, von kleineren Unterbrechungen einmal abgesehen, im Louvre ausgestellt und fasziniert von dort aus mit ihrem geheimnisvollen Lächeln und ihrer ungeklärten Identität die Welt.
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Seit Beginn des 17. Jahrhunderts wurde und wird die Mona Lisa immer wieder kopiert. Bei der Hekking Mona Lisa, die im Gegensatz zum tatsächlichen Original auf Leinwand gemalt wurde, handelt es sich somit um eine frühe Replik von Leonardo da Vincis berühmtestem Werk.
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