Die Estates Auction, die am 21. und 22. Mai bei New Orleans Auction Galleries stattfindet, umfasst eine gelungene Mischung aus antiken und modernen Möbeln, Gemälden, Schmuck, Teppichen, Beleuchtung und mehr. Ebenfalls mit dabei ist eine bedeutende Sammlung mit Kunst aus Louisiana, zu der Gemälde von William Henry Buck, Joseph Rusling Meeker und William Woodward. Die sorgfältig kuratierte Sammlung gewährt Einblicke in Süd-Louisianas reiche Geschichte und einzigartige Landschaft, von romantischen Szenen aus den Bayous des späten 19. Jahrhunderts bis hin zu Darstellungen des Stadtlebens im New Orleans des frühen 20. Jahrhunderts. Da sich die natürliche Landschaft Louisianas langsam verändert und verschwindet und die Urbanität in den unverwechselbaren Charakter historischer Viertel eindringt, werden Arbeiten wie diese immer wichtiger für unser Verständnis und unsere Wertschätzung des vielschichtigen Vergangenheit und ungewissen Zukunft der Region.
Sechs Highlights der Auktion möchten wir Ihnen nun vorstellen.

1886 eröffneten die Camors-Schwestern, Bertha und Emma, „The Shop of the Two Sisters“ im Haus von Berthas Schwiegereltern in der Rue Royale in New Orleans. Der Laden war spezialisiert auf Ballkleider und schmückende Accessoires und man importierte auch Spitzen und Parfüms aus Frankreich. Gelegentlich wurden Gäste zu Tee und Kuchen in den großen Innenhof geladen. Das beliebte Geschäft hatte zwanzig Jahre lang bestand und der Hof ist bis heute als „The Court of Two Sisters“ bekannt.

Der in Norwegen geborene William Henry Buck studierte Kunst in Boston, bevor er sich 1860 in New Orleans niederließ, wo er im Büro eines Baumwollkommissionärs arbeitete. Buck setzte seine künstlerischen Neigungen fort, indem er bei dem in Frankreich geborenen Maler Richard Clague in die Lehre ging, dem zugeschrieben wird, die Landschaftsmalerei der Schule von Barbizon nach Louisiana gebracht zu haben. Durch das Malen im Freien passte Claque den Stil der Schule von Barbizon an die Landschaft Louisianas an, wodurch die einzigartige Topographie, Kultur und das Ortsgefühl widergespiegelt wird. Das Gemälde von William Henry Buck wurde in die World's Industrial and Cotton Centennial Exposition aufgenommen, die 1884-85 in New Orleans stattfand.

In diesem monumentalen Gemälde, das einen Pfau als Herrscher eines extravaganten Stilllebens inmitten eines Palastgarten darstellt, beweist George Lance seine Virtuosität mit dem Pinsel sowie sein scharfes Auge für die Wiedergabe von Botanik, Anatomie und Architektur. Ganz unverkennbar ist auch die Inspiration durch holländische und flämische Alte Meister. Der Pfau taucht seit der Antike in der Kunst auf und gilt als Symbol der Schönheit, Wiedergeburt und des Reichtums sowie der Sünde des Stolzes. Die aus Indien stammenden Vögel galten in ihrer Heimat, wo sie seit 4.000 Jahres gehalten werden, als Symbole der Herrscherhäuser. Seit dem 19. Jahrhundert bevölkern sie auch die visuelle und kulturelle Kultur des Westens.

Dieser beeindruckende Diamantring stammt aus dem Nachlass von Elaine Levy Proler in Houston und ist mit einem Diamanten im modifizierten Brillantschliff besetzt, der stolze 11,46 ct auf die Edelsteinwaage bringt.

Die Kreationen von Buccellati sind bekannt für ihre feine Handwerkskunst, Liebe zum Detail und Kreativität. Das alles trifft auch auf diese silberne Doppelschale zu, die wie zwei Arca-Mushceln geformt ist, auf denen ein Oktopus sitzt.

Tadashi Asoma wurde in Japan geboren und studierte Kunst in Paris, bevor er sich 1961 in New York niederließ. Sein Interesse an amerikanischer Kunst verschmolz er mit starken japanischen und europäischen Einflüssen zu einzigartigen und farbenfrohen Leinwandwerken wie diesem.

Aus einer bezaubernden Sammlung mit sportiver Kunst und englischen Antiquitäten, die in Lexington, Kentucky, zusammengetragen wurde, stammen diese beiden Gemälde mit lebhaften Jagdszenen.

Der ursprüngliche Besitzer dieses außergewöhnlichen Esszimmermobiliars war William Franklin Anderson, einer der wegweisenden Siedler und angesehensten Bürger von Colorado Springs. Der in Virgina geborene und aufgewachsene Anderson wagte sich 1848 in den Westen, wo er sich zunächst in St. Louis niederließ. Nachdem er Miteigentümer einer Kurzwarenfirma geworden war und zudem als erfolgreich als Makler gearbeitet hatte, zog es ihn weiter nach Colorado Springs. Dort war Anderson für den Bau und die Instandhaltung des Bankgebäudes verantwortlich, das von großer Bedeutung für die sich im Aufschwung befindliche Stadt war.
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