Sie sammeln Kunst oder Taschenuhren, haben eine Leidenschaft für altes Porzellan oder die bezaubernden Glasarbeiten des Jugendstils? Dann dürfen Sie die kommende Auktion des Zürcher Auktionshauses Schuler auf keinen Fall verpassen, wenn diese Kategorien und noch Vieles mehr in einer umfangreichen Offerte zum Aufruf kommt.
Der erste Tag der Saalauktion, der 15. September, hält dekorative Objekte aus Silber, Glas und Porzellan sowie Ikonen, Objets de Vertu und vielfältiges Kunsthandwerk für Sie bereit.

In einer eigenen Kategorie kommen Jugendstil-, Art déco- und Designstücke zum Aufruf. Geradezu ein Synonym für den französischen Jugendstil sind die Erzeugnisse der aus der lothringischen Glasmacherstadt Nancy. Auch eines der Highlights der Offerte stammt von dort, genauer gesagt aus der Manufaktur der Gebrüder Daum. Die Fußschale aus farblosem Glas zieren Pulverein- und Aufschmelzungen sowie ein hochgeätztes, zum Teil säurepoliertes Dekor mit Efeuranken.

Was Glas für Nancy war, war Silber für Augsburg – allerdings schon wesentlich früher. Seit der Renaissance machten die Silberschmiede von Augsburg von sich reden. Einer von ihnen, Meister Johann Jakob Schoap I., schuf um 1725/30 diese Helmkanne mit breitem Ausguss und hochgezogenem Volutenhenkel.

Etwas jünger ist diese Teekanne der Porzellanmanufaktur Meissen, die mit polychromen Kauffahreiszenen und partieller Vergoldung. Betrachtet man die hervorragende Arbeit, kann man kaum glauben, dass man erst 20/25 zuvor in Meissen hinter das Geheimnis der Porzellanherstellung gekommen war.

Wie beliebt die alten Meissner Dekore auch heute noch sind, zeigt, dass sie immer noch neu aufgelegt werden. So stammt stammt dieses 64-teilige Tafelservice mit Camaieu-Blumenmalerei aus dem 20. Jahrhundert. Das Dekor aus verschiedenen Purpurtönen ist jedoch viel älter.

Wie bei dem Service, stehen auch bei diesem um 1910 in Zentralpersien geknüpften Teppich Blumen im Mittelpunkt, denen einige Vögel Gesellschaft leisten. Während die Hauptbordüre in einem schönen Weinrot gehalten ist, dient ein seltenes Hellblau als Grundfarbe des Innenfeldes.

Den Abschluss des ersten Auktionstages bilden historische Waffen aus verschiedenen Epochen, sie „Schießeisen“ genauso umfassen, wie Blankwaffen und Rüstungsteile. Hervorzuheben ist hier vor allem diese Jagdarmbrust, deren Säule aufwändig mit beinernen Intarsien verziert ist, die Knospen, Drachen, Schlangen und Früchte sowie einen Hirsch in einer Kartusche darstellen.

Der Auftakt des zweiten Auktionstags am 16. September bildet die spannende Asiatica-Offerte. Hier sind es vor allem einige Arbeiten aus Jade, die Erwähnung finden müssen, darunter dieses Paar bedeutende Tischstellschirme aus der Qing-Dynastie. Die Tafeln aus celadonfarben und apfelgrün marmorierter Jade zeigen auf ihren Vorderseiten jeweils die reliefierte Darstellung einer sitzenden Dame mit Kind unter einem Baum bzw. einer Bananenstaude, während die Rückseiten Inschriften und Gedichten vorbehalten sind.

Nach dem Schmuckangebot stehen schließlich auch noch Taschen- und Armbanduhren auf dem Programm. Zu den Highlights gehört hier eine um 1780 ausgeführte goldene Spindeltaschenuhr des Genfer Uhrenherstellers Philippe Cafarello Dufalga, auf deren Rückseite das Emailleporträt eines Herrn in zeitgenössischer Mode zeigt. Das Porträt trägt die Signatur des englischen Miniaturenmalers Gervase Spencer.
Das Porträt eines Herrn aus dem 18. Jahrhunderts eröffnet auch den dritten Auktionstag am 17. September, der Kunst von Schweizer und internationalen Malern umfasst sowie Möbel, Vintage und Design und edle Tropfen.

Bei besagten Herrn handelt es sich dieses Mal um keinen Unbekannten, sondern um Carl Wilhelm Müller, der ab 1778 wiederholt zum Bürgermeister von Leipzig gewählt wurde. Der Künstler hinter diesem Bildnis, der Schweizer Porträtmaler Anton Graff, wurde 1766 nach Dresden berufen, wo er eine Lehrtätigkeit an der Kunstakademie antrat. In Sachsen und auf seinen Reisen porträtierte Graff viele bedeutende Persönlichkeiten, darunter Friedrich den Großen und Friedrich Schiller, wodurch er zu einem der bedeutendsten Porträtmaler seiner Zeit wurde.

Einer vollkommen anderen Malerei wenden wir uns nun zu. Elche vor einem gelben Haus heißt eines der Gemälde von Amos Ferguson, die in der Auktion zum Aufruf kommen. Ferguson lebte auf den Bahamas und hatte sich erst spät dem Malen zugewandt, das er autodidaktisch erlernte. Seine Werke haben biblische Szenen oder das Leben und die Tierwelt seiner Heimat zum Thema. Wie es Elche auf die Bahamas geschafft haben, bleibt jedoch ein kleines Rätsel.

Auch eines der zarten Aquarelle der Französin Marie Laurencin verdient unsere Aufmerksamkeit. Laurencin entwickelte einen eigenen lyrischen Stil, der von zarten Farben bestimmt war.

An dieser Kommode des bedeutenden Berner Ebenisten Mathäus Funk ist alles original: von den Beschlägen und Schlössern bis hin zu dem Kattunpapier, mit dem die drei Schubladen ausgeschlagen wurden. Die Kommode mit geschweiftem Korpus wurde um 1750 Nussbaumfurnier gefertigt.
Die Versteigerungen finden an allen Tagen ab 9 Uhr im Auktionshaus Schuler, Seestraße 341, in Zürich statt. Bereits am 13. September findet mit der Blauen Auktion eine reine Onlineauktion statt, die alle Kategorien der Saalauktionen aufgreift.
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