Drei Tage nimmt sich Auktionshaus Franke kommenden Monat Zeit, um über 2.200 Lose zu versteigern. Freuen Sie sich auf Schönes und Seltenes aus den unterschiedlichsten Kategorien wie Kunst, Schmuck und Kunsthandwerk.
Den Auftakt bilden am Donnerstag, den 10. April, um 13 Uhr die rund 600 Lose mit Schmuck und Kleinuhren.

Unter den Zeitanzeigern ist vor allem dieser Herrenchronograph von Breitling hervorzuheben, ein Cosmonaute aus Edelstahl in einer seltenen Ausführung mit Glasboden. Das auffälligste Detail des Zifferblattes ist die 24-Stunden- statt der üblichen 12-Stunden-Anzeige. Der Grund dafür ist, dass der Cosmonaute-Chronograph ursprünglich für den Gebrauch im Weltraum konzipiert wurde. Die 24-Stunden-Anzeige sollte verhindern, dass die Astronauten, die „da oben“ schnell das Zeitgefühl verlieren können, Mittag und Mitternacht verwechseln.

In der umfangreichen Schmuckofferte können neben Ringen, Anhängern und Colliers auch viele Armreifen und Armbänder begeistern, darunter diese außergewöhnliche Arbeit eines Juweliermeisters aus Weißgold. In das feine Armband, das mit ziselierten und polierten Elementen den Effekt einer Diamantierung erzeugt, lassen sich zwei verschiedene Mittelteile einsetzen. Je nach Stimmung kann entweder ein fein ziseliertes oder ein mit tiefblauem Lapislazuli besetztes Element gewählt werden.
Nachdem Münzen und Medaillen den ersten Auktionstag abschließen, geht es am 11. April um 10 Uhr weiter mit Briefmarken und Postkarten, gefolgt von Kategorien wie Spielzeug, Luxusartikel, Glas und Grafik. Hier sind vor allem Arbeiten von Käthe Kollwitz, Albrecht Dürer, Joan Miró und Antonio Tempesta zu nennen, doch auch eine signierte Fotografie von Regisseur Alfred Hitchcock wird sicherlich so manchen Filmfan anlocken.

Als nächstes stehen moderne Gemälde auf dem Programm – eine Offerte, deren beiden Highlights nicht gegensätzlicher sein könnten. Während Jürgen Durners Amazonen das Berliner Großstadtleben reflektiert, nimmt uns Karsten Meiwalds Meeresbrandung bei aufziehendem Gewitter mit an die stürmische See. Meiwalds bevorzugtes Motiv ist das Meer, welches er in seinem fotorealen Stil so naturgetreu wiedergibt, das man das Rauschen der Wellen zu hören glaubt.
Am 12. April, dem letzten Tag der Auktion, darf ab 10 Uhr zunächst auf Porzellan mitgeboten werden, gefolgt von Schöpfungen des Jugendstils und des Art déco.

Hier sei zunächst auf eine Intercalaire-Vase in seltener Ausführung von Émile Gallé hingewiesen. Die ca. 46 cm hohe Vase aus bernsteinfarben opaleszierendem, farblosem und olivgrünem Überfangglas wurde in mehreren Arbeitsgängen mit einem geätzten und polierten Blätterdekor verziert. Als Vorlage diente Gallé einmal mehr die Natur, in diesem Fall der Helleborus foetidus, besser bekannt als Stinkender Nieswurz. Pulvereinschmelzungen sowie ein Bronzestand mit Blattdekor runden das Gesamtbild der Vase ab.

1897 begann die österreichische Grafikerin und Designerin Jutta Sika ein Studium an der Kunstgewerbeschule Wien, wo Koloman Moser einer ihrer Lehrer war. Gemeinsam mit Moser entwarf sie Dekore und Objekte für verschiedene Hersteller, darunter die Glasfabrik E. Bakalowits & Söhne. In diesem Zusammenhang ist das vorliegende Bowlegefäß Meteor zu nennen, dessen Glasentwurf von Moser stammt, während Jutta Sika die versilberte Messingmontierung designte. Das Stück wurde spätestens 1906 ausgeführt, wie die eingravierte Widmung an ein Silberhochzeitspaar verrät.

Nach Keramik, Silber und Skulpturen steht noch einmal die Malerei im Fokus. Hier ist mit zehn Gemälden der italienische Tiermaler Sergio Budicin vertreten. Viele Motive fand Budicin auf seinen Reisen, die ihn u.a. nach Afrika führten. In diesem Zusammenhang sind auch einige Werke der Auktion zu nennen, darunter Elefantenherde bei aufziehendem Gewitter oder auch der hier abgebildete Leopard auf einem Ast. Budicins genaue Beobachtung der Tiere in ihrer natürlichen Umgebung machen seine Werke zu lebendigen und zeitlosen Klassikern im Bereich der Tiermalerei.
Möbel und Uhren runden das Angebot der Frühjahrsauktion von Franke schließlich ab.
Die Versteigerungen finden vom 10.-12. April im Auktionshaus, Kalchreuther Straße 125, in Nürnberg statt. Vorbesichtigungen sind dort am 8. und 9. April nach telefonischer Terminabsprache möglich.
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