Drei Monate nach der Winterauktion im Januar steht im Nürnberger Auktionshaus Franke das nächste Event auf der Agenda. Entdecken Sie mit uns im Folgenden die Highlights der Frühjahrsauktion, die vom 16.-18. April stattfindet wird.
Von den rund 2.000 Lose der Auktion entfällt etwa ein Viertel auf die Kategorie „Schmuck/Kleinuhren“, die die Versteigerungen am 16. April um 13 Uhr eröffnet.

Ganz besonders sticht hier das vielfältige Angebot an Damenringen hervor, zu dessen Highlights dieser wunderschöne Art déco-Ring aus Weißgold mit üppigem Diamantbesatz von insgesamt ca. 3 ct gehört. Seine Gestaltung steht zum einen in der Tradition der Trilogie-Ringe mit drei Solitär-Diamanten, die etwa Geist, Körper und Seele oder auch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft symbolisieren können, und zum anderen in der Tradition des Weißen Schmucks, der vor allem zu Beginn des 20. Jahrhunderts sehr populär war.

Ein weiteres Vintage-Highlight ist dieser Damenring aus den 1970er Jahren, den ein großer Smaragd von ca. 4,5-5,5 ct ziert. Ergänzt wird der grüne Stein von zwei Diamantkränzen von zusammen ca. 1 ct.
Am 17. April geht es um 10 Uhr weiter mit einem abwechslungsreichen Angebot, das zunächst Kategorien wie Briefmarken, Spielzeug, Teppiche und Luxusartikel umfasst, bevor um 14 Uhr die 120 Lose starke Grafik-Offerte zum Aufruf kommt.

Diese beinhaltet mit Spiegelbild-Romy von Guldenstern ein weiteres Highlight der Auktion. Hinter dem Namen Guldenstern verbirgt sich das Künstlerduo Peter Wolframm und Peter Smolka, das zu den Top-Akteuren der deutschen Pop Art zählt. Für seine Werke reproduziert Guldenstern Fotografien von Stars und Ikonen aus unterschiedlichen Bereichen auf Holz, Aluminium oder Leinwand, überlagert sie mit Acrylfarbe und ergänzt sie oftmals mit Dingen wie etwa Zeitungsausschnitten, was den Arbeiten einen an Collagen erinnernden Look verleiht.
Des Weiteren darf am zweiten Auktionstag auf Moderne Gemälde, Asiatika sowie Wein und Spirituosen mitgeboten werden.
Auch am 18. April beginnen die Versteigerungen um 10 Uhr und konzentrieren sich zunächst auf Schöpfungen aus Bereichen wie Porzellan, Jugendstil/Art déco, Design und Silber. Um 15 Uhr steht die kleine aber feine Kategorie „Skulpturen“ auf dem Programm, die farbig gefasste Holzschnitzereien aus dem 18. Jahrhundert genauso umfasst wie moderne Arbeiten.

Angeführt wird die Offerte von Wilhelm Kriegers braun patinierter Bronze Fischreiher (Graureiher). Krieger, der nur kurz an der Kunstgewerbeschule München studierte, erlernte die Bildhauerei auf autodidaktischem Wege. Er konzentrierte sich vor allem auf die Tierplastik nach Motiven der heimischen Fauna, wobei er es auf hervorragende Weise verstand, Naturalismus mit einer strengen Stilisierung zu verbinden.

Auf Skulpturen folgen Gemälde. Hier muss neben Werken von Pietronella Peters, Johann Sperl, Eduard Steffen und Sergio Budicin vor allem auf das Landschaftsgemälde Paysage du Vexin (1896) von Frédéric Samuel Cordey hingewiesen werden. Cordey zählte zum Kreis der Impressionisten und war vor allem mit Camille Pissarro und Pierre-Auguste Renoir verbunden. Letzter verewigte seinen Freund u.a. in dem berühmten Gemälde Tanz im Moulin de la Galette. Cordey bevorzugte die Landschaftsmalerei. Gemeinsam mit Pissarro unternahm er regelmäßig Ausflüge in die Regionen nördlich von Paris, um die dortigen Eindrücke auf die Leinwand zu bannen. Auch das vorliegende Werk ist in diesem Zusammenhang zu nennen.

Mit insgesamt fünf floralen Arbeiten ist Klaus Fußmann in der Auktion vertreten, darunter das Aquarell Rosen, das in der Kategorie „Zeichnungen/Aquarelle“ zum Aufruf kommt. Fußmann studierte in Essen und Berlin und hatte später selbst mehr als dreißig Jahre eine Professur an der Hochschule der Künste Berlin inne. Für sein Werk wurde Klaus Fußmann mehrfach ausgezeichnet und mit Ausstellungen geehrt. Die letzte große Präsentation seiner Arbeiten fand 2018 anlässlich seines 80. Geburtstags im Museum Barberini in Potsdam statt.
Abgerundet wird das Angebot anschließend mit den Kategorien „Möbel“ und „Uhren“, wobei in der letztgenannten auf eine Kaminuhr von Paul Ludwig Troost aus den 1920er Jahren hingewiesen werden muss.
Die Frühjahrsauktion im Auktionshaus Franke findet vom 16.-18. April im Auktionshaus, Kalchreuther Straße 125, in Nürnberg statt. Vorbesichtigungen sind dort am 14. und 15. April nach telefonischer Terminabsprache möglich.




