Mit einer wunderbaren Offerte mit Kunst und Kunsthandwerk, Armbanduhren und Antiquitäten sowie Antiken und Asiatica wird das Zürcher Auktionshaus Schuler am 7. und vom 9. bis 11. Dezember Kunstfreunde und Sammler anlocken. In einer Onlineauktion sowie einer dreitätigen Saalauktion werden Tausende Lose versteigert werden, die ein breites Publikum anlocken dürften.

Den Auftakt der Saalauktionen bildet am 9. Dezember die Kategorie "Jugendstil, Art déco, Design", die wundervolle Glasarbeiten von Daum, Lötz Witwe Klostermühle und Amalric Walter umfasst. Von letzterem unter anderem eine fantasievolle Pâte de verre-Schale mit einer Krabbe, die in einem Bett aus Meeresalgen sitzt.

Nach Tischkultur, Miniaturen, Objets de Vertu und Silber geht es weiter mit Kunsthandwerk. Hier ist neben vier Engadiner Kammtaschen aus Schweizer Privatbesitz auch ein französisches Jeu de la grenouille aus dem 19. Jahrhundert hervorzuheben. Das im 18. Jahrhundert vermutlich in Paris erfundene "Froschspiel" wurde vor acht Jahren dem immateriellen Kulturerbe Frankreichs hinzugefügt.

Nachdem der erste Auktionstag mit Ikonen, Teppichen, Flachgewebe und Textilien endet, wo besonders zwei persische Bildteppiche ins Auge springen, geht es am 10. Dezember weiter mit asiatischer Kunst. In dieser Offerte sei besonders auf sechs chinesische Jadeschnitzereien aus einer alten Schweizer Privatsammlung hingewiesen, aber auch auf ein Räuchergefäß mit Dekor aus Cloisonné-Emaille, dessen Henkel und drei Beine jeweils die Form eines Elefantenkopfes haben. Auch den Deckel ziert ein ruhender "Dickhäuter".

Ebenfalls in liegender Position wurde im Alten Ägypten dieser große Löwe aus Kalkstein wiedergegeben, der zu den Highlights der Antiken-Offerte gehört, die im Anschluss versteigert wird. Die Kalksteinfigur stammt aus der ptolemäischen oder römischen Zeit des Reiches am Nil (300 v. Chr. - 100 n. Chr.).

Die Schmuckofferte, die am Nachmittag des 10. Dezembers zum Aufruf kommt, wird von einem losen Diamanten der Farbe Fancy light yellowish brown angeführt. Der Stein im Brillantschliff wiegt 16,631 ct und hat Ringmontur aus Platin mit dabei.

Äußerst stylisch geht es anschließend weiter mit der Kategorie "Accessoires de mode", an deren Anschluss Taschen- und Armbanduhren versteigert werden, die so manches Sammlerherz zum Klopfen bringen werden. Zwei auf einen Streich kann man hier unter der Losnummer 2320 ersteigern, denn dahinter verbirgt sich ein Set mit einer Damen- und einer Herrenarmbanduhr aus Gelbgold, die 1988 von IWC gemeinsam mit Porsche Design kreiert wurden.

Der Vormittag des 11. Dezembers ist schließlich der Kunst mit Grafik und Gemälden gewidmet, wobei die Gemäldeofferten in Schweizer und internationale Künstler aufgeteilt sind. Unter den internationalen Gemälden sei auf ein Gemeinschaftswerk der beiden flämischen Maler Abraham Govaerts und Louis de Caullery hingewiesen, die mit ihrem jeweiligen Spezialgebiet (Govaerts war Waldmaler, Caullery Kleinfigurenmaler) zur feinen Gesamtkomposition beitrugen.

In der Kategorie "Internationale Kunst 20.-21. Jahrhundert" sind Christo und Picasso jeweils mit spannenden Arbeiten im Doppelpack vertreten. Von Christo kommen zwei Collagen zu der berühmten Verhüllung des Reichstags, die er gemeinsam mit seiner Frau Jeanne-Claude 23 Jahre lang geplant hatte, bis es im Sommer 1995 endlich zur Ausführung kam.

Von Pablo Picasso kommen zwei Teller zum Aufruf, die die ersten Schritte des Jahrhundertkünstlers auf dem Gebiet der Keramik bezeugen. Gemäß ihren Datierungen wurden sie im Herbst 1947 in der Werkstatt Madoura ausgeführt, wo Picasso ab 1948, als er sich dauerhaft in Südfrankreich niederließ, regelmäßig arbeitete. Die Echtheit der Teller wurde von Picassos Sohn Claude, der 1947 zur Welt kam, bestätigt.

In der Schweizer Abteilung für moderne und zeitgenössische Kunst sei auf das Pastell Kamele bei der Rast von Augusto Giacometti hingewiesen, das er auf einer seiner vielen Reisen ausgeführt hat. Wie weitere Werke, Tunis und Einfahrt nach Tunis, belegen, reiste Giacometti 1931 nach Tunesien.

Am Nachmittag des letzten Auktionstages darf auf Weine, Whisky und Spirituosen, Waffen, Großuhren sowie auf Vintage Design und Klassiker und Möbel, Spiegel und Leuchter. Hier sei zunächst auf den Schminktisch Birgitta des bedeutenden schwedischen Möbeldesigners Carl Malmsten hingewiesen, der um 1964 aus Teakholz gefertigt wurde.

Aus dem alpenländischen Raum, vermutlich Graubünden, stammt diese auf das Jahr 1594 datierte gotische Truhe. Das museale Stück aus Arvenholz ist frontseitig mit aufwändiger Kerbholzschnitzerei verziert.
Die Versteigerungen finden im Auktionshaus Schuler, Seestraße 341, in Zürich statt. Vorbesichtigungen sind dort noch bis zum 4. Dezember möglich.
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