Für Sammler schöner Uhren sollte auch im Jahr 2020 das Hamburger Auktionshaus Cortrie eine der ersten Anlaufstellen sein. Dass es auch die höchsten Ansprüche zu befriedigen vermag, beweist das Auktionshaus in seiner kommenden Auktion am 14. März, in der seltene Armband- und Taschenuhren zum Aufruf kommen.

Zu den vielen Highlights der 282 Lose starken Offerte zählt auch eine Taschenuhr, die ein pikantes Geheimnis in sich birgt. Während ihr Äußeres, umkränzt von Perlen, antike Idyllen, ein jugendliches Liebespaar (Amor und Psyche?) sowie einen Figurenautomaten mit Putto und Schmetterling präsentiert, geht es in ihrem Inneren "zur Sache": In feiner Emaille-Malerei ist hier eine erotische Szene dargestellt. Die Uhr, die zudem über ein Musikwerk verfügt, wurde um 1810 vermutlich von Piguet & Meylan Genf für den chinesischen Markt hergestellt.

Wesentlich unschuldiger kommt eine weitere Taschenuhr für den chinesischen Markt daher: Der hier als Vorlage verwendete Kupferstich des in London ansässigen Francesco Bartolozzi (nach einem Gemälde von Angelika Kauffmann), trägt den Namen Affection and Innocence ("Zuneigung und Unschuld"). Ein weiteres Highlight der um 1785 angefertigten Uhr ist aber ebenfalls in ihrem Inneren verborgen: der Staubdeckel mit hochqualitativer Guilloche-Emaille in Tiefrot.

Diese super flache, in Gold und Platin ausgeführte Taschenuhr machte das englische Königshaus unter George V. 1911 einem indischen Maharadscha zum Geschenkt. Verziert ist sie mit Emaille und Diamanten. Hersteller war Cartier, dessen typische rote Originalbox Teil des Loses ist.

Bei dieser Uhr sollte man sich nicht täuschen lassen: Eine Sackuhr ist nur ein anderer Begriff für die Taschenuhr. Hergestellt wurde sich um 1700 von Petrus Sedlmair in Passau. Zu einer wahren Rarität macht sie allseitig - auch innen - bemaltes Goldgehäuse.

Für ihr Alter unglaublich gut erhalten ist diese französische Renaissance-Karossenuhr von ca. 1630. Ganz bezaubernd ist ihre florale Gestaltung mit Blüten und Ranken sowohl am Gehäuse als auch am Uhrwerk. Mit dabei ist eine lederne Schutzhülle.

Es gibt sie als Harfe, Laute und Lyra, doch eine Formuhr in Gestalt einer orientalischen Harfe ist äußerst selten anzutreffen. So viel Glück hat man jedoch jetzt im Auktionshaus Cortrie, wo ein vermutlich um 1820 in Wien angefertigtes Modell dieser Art zum Aufruf kommt.

Auch wer nach einer besonderen Armbanduhr sucht, ist bei Cortrie an der richtigen Adresse. Zu den Highlights zählen hier ein ungetragener luxuriöser Chronograph Datograph Flyback (Ref. 405.035) von A. Lange & Söhne in der Platinausführung sowie eine Luxusausführung der Nautilus (Ref. 3800/5) von Patek Philippe.

Bei dieser Uhr wurden sowohl die Lünette als auch das Armband in Gelbgold ausgeführt und aufwändig mit Diamanten besetzt. Eine gesuchte Variante, die von ihrem Erstbesitzer zur Auktion eingeliefert wurde.

Zwar jeweils ohne Armband, dafür aber mit dem Prädikat "besonders selten" mit dabei sind zwei Armbanduhren von IWC und Cartier. Bei dem IWC-Modell handelt es sich um eine um 1940 hergestellte Fliegeruhr der deutschen Luftwaffe. Die Uhr von Cartier ist rund 10 Jahre älter und eine frühe "oversize"-Herrenuhr mit 8-Tage-Werk.

Mit Weckfunktion und äußerst seltenem Minuten-Repetierwerk ausgestattet wurde diese Reiseuhr im Silbergehäuse 1882 bei Breguet. Der mitgelieferte Stammbuchauszug belegt, dass die Uhr 1891 von der Frau des russischen Außenministers Alexander Alexandrowitsch Polovtsov erworben wurde.

Um eine weitere Rarität handelt es sich bei dem Sternzeit-Marinechronometer, von dem A. Lange & Söhne 1923 gerade einmal 46 Stück angefertigt hat. Mit dabei ist auch die 3-teilige Mahagonibox, inklusive Schlüssel und originalem Firmenschild.
Die Auktion findet am 14. März um 16:30 Uhr im Auktionshaus Cortrie in der Süderstraße 282 in Hamburg statt. Die Besichtigung der Objekte ist dort am Auktionstag von 13-16 Uhr möglich.
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