Bruno Mathssons (1907-1988) Weg als Möbeldesigner war gewissermaßen von Anfang an ein vorgegebener. Sein Vater Karl war Tischler und Bruno half als Kind in dessen Betrieb mit. Tatsächlich erhielt Mathsson nie eine richtige Ausbildung und war Autodidakt.
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Im Laufe der 1930er Jahre erhielten Mathssons Designs viel Aufmerksamkeit und schon bald war er international gefragt, vor allem in den Vereinigten Staaten. Am Ende der Dekade erwarb das MoMA in New York eine große Anzahl seiner Stühle für das Museumscafé und verschiedene Ausstellungen beinhalteten Mathssons Entwürfe.

Zu seinen ikonischsten Designs zählen die Sitzmöbel Karin, Ingrid, Eva und Pernilla. Mathsson arbeitete gleichermaßen gekonnt mit Bugholz und Stahlrohr und entwickelte seine eigenen Richtlinien für "die Mechanik des Sitzens". Mathsson war der Ansicht, dass sich der perfekte Sitz für eine Tischhöhe von 63 cm und sowohl für die Arbeit als auch die Freizeit eignen müsse.
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Viele seiner Möbelstücke benannte Mathsson nach ihm nahestehenden Frauen, darunter der Stahlrohrsessel Karin, für den seine Frau Namenspatin war, oder 1944 der Sessel Pernilla nach der Journalistin Pernilla Tunberger. Eva war der Vorname von Mathssons Mutter, die 1933 mit dem gleichnamigen Sitzmöbel geehrt wurde.
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Der Jetson ist einer von Mathssons bekanntesten Sesseln, den er 1965 entwarf und im Jahr darauf erstmals vorstellte. In den 1960er Jahren legte Mathsson sein Augenmerk verstärkt auf Stahlrohr und erkannte das Potential, das darin für die Möbelherstellung steckte. Das fast skulpturale Design des Jetson verlieh dem Stuhl etwas Schwebendes, was perfekt zu dem damaligen Wettrennen im Weltall passte, in dem die USA und die Sowjetunion gegeneinander antraten.
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Als Inspirationsquelle diente Bruno Mathsson die amerikanische Zeichentrickserie The Jetsons (1962-63), nach der er das Design auch benannte. Die Serie spielte im Jahr 2062 und thematisierte den Alltag der Familie Jetson inklusive Robotern, Raumschiffen und Hologrammen. Mathsson wollte ein futuristisches Möbelstück erschaffen und das Ergebnis war denen, die man in der Fernsehserie sehen konnte, recht ähnlich. Der Jetson taucht oft auf dem Auktionsmarkt auf (mit Preisen von ein paar hundert US-Dollar bis zu 5.000 US-Dollar) und gehört zu den häufigsten Suchbegriffen bei Barnebys.
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