Nur sieben Minuten hatten Diebe im Jahr 2012 benötigt, um drei Gemälde von den Wänden des Griechischen Nationalmuseums in Athen zu nehmen und aus dem Gebäude zu schmuggeln. Eines davon, Tête de femme, hatte Pablo Picasso 1939 dem griechischen Volk für dessen unermüdlichen Kampf gegen den Faschismus geschenkt.
Bei den beiden anderen Werken handelte es sich um eine frühe Landschaft von Piet Mondrian und eine Skizze des italienischen Künstlers Guglielmo Caccia, genannt Moncalvo, aus dem 16. Jahrhundert.
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Der Diebstahl ereignete sich 2012 an einem der letzten Tage einer Ausstellung, in der Werke von Größen wie Rembrandt und Albrecht Dürer präsentiert wurden. Die Diebe entkamen dem Sicherheitspersonal des Museums, indem sie mehrmals hintereinander Alarm auslösten.

Bereits im Februar dieses Jahres hatte die Polizei Hinweise erhalten, nach denen sich die Kunstwerke noch immer in Griechenland befinden sollten, was den Ermittlungen neuen Aufschwung brachte.
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Zwei der Kunstwerke tauchten im Zusammenhang mit der Festnahme eines 49-jährigen Mannes unter einem Busch in einer Felsspalte auf. Der Mann gestand die Tat, betonte aber auch seine besondere Liebe zur Kunst - vielleicht in der Hoffnung auf eine mildere Strafe.
Die beiden Gemälde befinden sich nun wieder im Museum, das im März nach neunjähriger Renovierung wiedereröffnet worden war. Die Skizze von Moncalvo wurde vermutlich zerstört.
„Picasso widmete das Gemälde dem griechischen Volk. Ein Grieche stahl es. Nun haben es sich die Griechen wiedergeholt“, sagte der griechische Minister für Bürgerschutz, Michalis Chrisochoidis, in einer Pressekonferenz.
Es ist der zweite Erfolg für die griechische Polizei und das griechische Volk, das sich kürzlich über das Wiederauftauchen einer gestohlenen Skulptur aus der Römerzeit hatte freuen dürfen.
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