Anfang des Monats kündigte Christie’s eine für Oktober geplante Auktionsserie der Spitzenklasse an: Die Ann & Gordon Getty Collection, deren fast 1.500 Lose aus der Residenz des illustren Paares in San Francisco stammen. In insgesamt fünf Auktionen, die vom 20.-23. Oktober in New York stattfinden werden, kommen bedeutende Gemälde, seltene Schätze aus China sowie dekorative Kunst und Antiquitäten zum Aufruf, deren Gesamtwert auf 180 Millionen USD geschätzt wird. Der Erlös der Auktionsreihe wird der Ann and Gordon Getty Foundation zugute kommen, die sich der Förderung der Künste und Wissenschaft widmet.
„Obwohl sie viel zu früh von uns gegangen ist, weiß ich, dass Ann stolz darauf wäre, dass ihr exquisites Auge und ihr unübertroffenes Engagement für Handwerkskunst und Wissenschaft mit der Welt geteilt werden und dass die philanthropische Planung rund um unsere Kunstsammlung verwirklicht wird. Diese Verkäufe sind eine Fortsetzung der langjährigen philanthropischen Ziele der Familie Getty, die zuerst von meinem Vater, J. Paul Getty, gegründet wurden“, zitiert Christie’s Gordon Getty in einer Pressemitteilung.

Wem die Zeit bis Oktober zu lang ist, hat die Möglichkeit, bereits am 8. Juni Objekte aus dem Besitz von Ann Getty zu ersteigern, die eine weitere Leidenschaft der Philanthropin reflektieren, nämlich den für schönen Schmuck. Insgesamt kommen in der „Magnificent Jewels“-Auktion in New York 22 Schmuckstücke aus Getty-Besitz zum Aufruf, zwölf ganz besondere Pretiosen wurden vom Juwelier JAR geschaffen.
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Hinter JAR verbirgt sich Joel Arthur Rosenthal, der 1943 in New York geboren wurde und seit 1977 als Juwelier in Paris ansässig ist. Zugang zu seinem exklusiven Salon an der Place Vendôme erlangt man nur auf Empfehlung eines bereits bekannten Kunden. Mit seinen von Flora und Fauna inspirierten, atemberaubenden Unikaten knüpft JAR an die Juwelierkunst des 18. und 19. Jahrhunderts an, weshalb er auch schonmal als „Fabergé der heutigen Zeit“ bezeichnet wird. Die Visitenkarte seiner Pretiosen sind Edelsteinen in feinen Pavé-Arrangements, wobei die Fassungen häufig geschwärzt sind, um das Funkeln der Steine hervorzuheben.
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Ann Getty war eine frühe Kundin und Förderin von JAR und stellte ihre Schmuckstücke wiederholt für Ausstellungen über dessen Juwelierkunst zur Verfügung. So auch für die erste öffentliche Ausstellung zu JAR, die 2002 in London stattgefunden hatte und für den Juwelier, der seine Profession autodidaktisch erlernt hatte, den endgültigen Durchbruch in Sammlerkreisen bedeutet hatte.
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2013 wurde JAR als bislang einzigem lebenden Edelsteinkünstler die Ehre zuteil, seine Arbeit in einer Einzelausstellung im Metropolitan Museum of Art in New York, wo Ann Getty im Aufsichtsrat saß, präsentieren zu können.
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