Die Auktion „Schools of Design“ macht am 07. Dezember den Anfang. Seit über 20 Jahren schon widmet sich Quittenbaum diesem Bereich und legt dieses Jahr besonderes Augenmerk auf Jugendstil und Bauhaus und deren regionaler Ausprägung. So werden Objekte aus Deutschland, Skandinavien, Frankreich und Italien angeboten.

Ein absolutes Highlight ist der Lattenstuhl ti 1a von Marcel Breuer aus dem Jahr 1924. Der berühmte Designer und Architekt gilt als Erfinder des modernen Stahlrohrmöbels, doch arbeitete er während seiner Ausbildung am Bauhaus in Weimar zunächst hauptsächlich mit Holz. Aufsehen erregte er schon zu diesem Zeitpunkt mit seinem ergonomischen Lattenstuhl ti 1a. Heute ist dieser eine wahre Design-Ikone. Von diesem Sitzmöbel wurden nicht viele Exemplare hergestellt und wie viele davon heute überhaupt noch erhalten sind, ist nicht bekannt.

Josef Hoffmann gilt als Pionier der österreichischen Moderne. Für die von ihm mitbegründete Wiener Werkstätte designte er Möbel, aber auch Schmuck und Geschirr wie dieses schlicht-elegante Tee- und Kaffeeservice aus Silber. Es entstand um 1920 und besteht aus einer Kaffeekanne, einer Teekanne, einem Sahnegießer, einer Zuckerdose sowie zwei Tabletts.

Der dänische Keramik-Künstler Axel Salto schuf diese außergewöhnliche Steinzeugvase, die in der Auktion zum Aufruf kommt. Ihre organische Form ist typisch für Salto, der damit an Pflanzen und ihre Früchte erinnerte. Zudem experimentierte er, wie auch hier, mit der chinesischen Art der Sung Glasur.

Dieser Küchenschrank aus dem Jahr 1928 wurde von Erich Dieckmann entworfen. Zusammen mit Marcel Breuer war er einer der bedeutendsten Möbeldesigner des Bauhauses in Weimar und Dessau. Typisch für ihn ist die schlichte, geometrische Form des Möbels. Klarheit und Funktionalität steht hier im Vordergrund.
Die Auktion „Catchy Colors!“ am 08. Dezember wird dagegen bunt und innovativ was Formen und Materialien angeht. Zum Aufruf kommen hier Design- und Kunstobjekte aus einer privaten Sammlung.

Robert Indianas Heliotherapy Love ist sicherlich ein Höhepunkt dieser Versteigerung. Kaum jemand, der den markanten Schriftzug in leuchtenden Farben nicht kennt. Der US-amerikanische Pop Art-Künstler entwarf das Bildmotiv 1966. Die hier aufgerufene Farbserigraphie entstand 1995. Es handelt sich um Exemplar 164 von 300.

Besonders ins Auge sticht der extravagante Sessel Pesce Italiano – Italian Fish des Designers Ron Arad. Der Sessel aus Eisen- und Edelstahlblech entstand 1988 in Handarbeit in Arads Londoner Werkstatt One Off. Es ist eines seiner frühen Werke, die noch von ihm selbst und seinen Mitarbeitern handgefertigt wurden.
Am 09. Dezember findet die Auktion der Modernen und Zeitgenössischen Kunst statt. Auch hier wird wieder Besonderes angeboten.

Wunderschön und zugleich berührend ist diese Bronzeskulptur von Ernst Barlach. Diese Russische Bettlerin II entstand nach einem Modell von 1932. Eine Russlandreise hatte den Künstler zu neuen Formen angeregt und so fällt bei dieser Skulptur sofort ihr weicher, weiter Schwung auf. Die Figur sitzt gebeugt, der Kopf ist gesenkt, sie wirkt in sich geschlossen. Verborgen vor der Welt. Nur eine Hand ist geöffnet und bittend ausgestreckt. Der Künstler selbst beschrieb seine Bettlerfiguren als „Symbole für die menschliche Situation in ihrer Blöße zwischen Himmel und Erde“.

Dramatisches spielt sich auf diesem Werk des spanischen Künstlers Pablo Genovés ab. Wie in den meisten seiner Schwarz-Weiß-Fotografien zeichnet er auch hier ein apokalyptische Bild und lässt es zum finalen Kampf zwischen Kultur und Natur kommen: Tosende Wellen zerstören unaufhaltsam das vom Menschen erschaffene Gut. Juicio Final, also das Jüngste Gericht, hat er diese Digigraphie aus dem Jahr 2012 passenderweise genannt.
Aufsehenerregendes bietet auch die Auktion „Autorenschmuck“, die ebenfalls am 09.Dezember stattfindet.

Zu den Highlight der Versteigerungen gehören sicherlich die Schmuckstücke des belgischen Künstlers Pol Bury, wie dieser prächtige Armreif aus Weiß- und Gelbgold aus dem Jahr 2004. Auffällig ist seine geometrisch-elegante Ästhetik, die so typisch ist für Bury.

Ebenso prächtig ist die Brosche Photography von Valerio Adami, die auch als Anhänger an einer Kette getragen werden kann. Sie entstand 1989 und besteht aus Gelb-, Weiß- und Rotgold, gekrönt von einem Diamant. Der Italiener Adami ist hauptsächlich als Maler bekannt, seine Werke zeigen Einflüsse der Pop-Art.
Die Auktion unter dem Titel „Sparkle and Shine“ bietet genau das, was sie verspricht – hier funkeln Designer-Schmuck und edle Accessoires um die Wette. Sie findet am 09. Dezember statt.

Diese feine Damen-Armbanduhr von Cartier verkörpert das Motto „Sparkle and Shine“ perfekt. Die seltene Uhr aus fürstlichem Hause besticht durch ihre edlen Materialien: Gelbgold, Brillanten und Saphire. Auch die Faltschließe des klassischen schwarzen Lederarmbands wurde aus Gold gefertigt.

Ein Klassiker ist die Reisetasche Haut à courroies von Hermès. Dieses schöne Exemplar aus braunem Leder ist aus dem Jahr 1991. Die Taschen des Pariser Traditionshauses Hermès sind so begehrt, dass die Lieferzeiten meist mehrere Monate betragen. In den Geschäften gibt es daher sogar Wartelisten.
Alle Auktionen finden jeweils ab 15 Uhr im Showroom des Hauses in der Münchener Theresienstraße 60 statt. Gebote können vor Ort, Online, per Post oder Fax abgegeben werden. Vorbesichtigungen sind zudem ab dem 02. Dezember möglich.
Alle Lose der Quittenbaum-Auktionen können Sie gleich hier bei Barnebys entdecken!



