Mehr als 1.000 Lose kommen zum Aufruf, wenn Quittenbaum Kunstauktion vom 1. bis 3. Juli zu seiner nächsten Auktion nach München einlädt. Die von Innovation und Inspiration geprägte Offerte umfasst traumhaft schöne, bedeutende und kreative Schöpfungen vor allem des 20. Jahrhunderts.

Los geht es am 1. Juli mit der Versteigerung von knapp 500 Losen aus dem Bereich Jugendstil und Art déco. Die letztgenannte Epoche wird besonders gut durch eine Sammlung von dekorativen Figuren repräsentiert, die von namhaften Künstlern wie Demétre Chiparus und Ferdinand Preiss entworfen wurden. Als Top-Los kommt hier die um 1928 von Preiss geschaffene Chryselephantin-Figur Flammentänzerin zum Aufruf, deren lebhafte Gestaltung ein wunderbares Beispiel für die damals bevorzugt dargestellte exotische Tänzerin darstellt.

Dass die Natur die Hauptinspirationsquelle des Jugendstils war, wird bei den entsprechenden Losen der Offerte deutlich. Zu nennen sind hier etwa die Vasen Perruches von René Lalique und Tulipes de Perroquet von Émile Gallé. Besonders viel Aufmerksamkeit werden sicherlich zwei Tischleuchten der Tiffany Studios auf sich ziehen, zum einen Acorn von 1910, zum anderen Apple Blossom von 1904, die die Offerte anführt. Einen ganz eigenen Stil entwickelte der italienische Designer Carlo Bugatti, der sich vom Kunsthandwerk des Orients und des fernen Ostens inspirieren ließ, was bei dem vorliegenden Thron von ca. 1900 deutlich wird.
Ein Sitzmöbel ist auch das Top-Los der Offerte des zweiten Auktionstags (2. Juli), der ausschließlich dem Design gewidmet ist.

Gemeint ist der innovative und ikonische Lattenstuhl ti 1a, den Marcel Breuer 1922 am Bauhaus in Weimar entworfen hat. In der Auktion kommt eine zweite Version des Stuhls von 1924 zum Aufruf, die über eine Querverstrebung an der Rückenlehne verfügt, die es beim ersten Entwurf noch nicht gab. Des Weiteren werden einige spannende Sitzobjekte des brasilianischen Brüderpaares Fernando und Humberto Campana angeboten sowie ein Tisch mit sechs passenden Stühlen vom Modell Afrika aus der Artona-Serie von Afra und Tobia Scarpa. Ebenso darf der Tisch PJ-TA-01-A, den Pierre Jeanneret für das seinem Cousin Le Corbusier anvertraute Projekt im indischen Chandigarh entworfen hat, nicht unerwähnt bleiben.

Unter den Leuchten der Offerte stechen neben einigen Arbeiten des französischen Designers Serge Mouille vor allem die gut vertretenen Exemplare aus Ingo Maurers ikonischer Uchiwa-Serie hervor, die hauptsächlich aus Bambusrohr und Fächern aus Reispapier bestehen. Während die insgesamt fünf Wandleuchten der Offerte jeweils aus nur einem Fächer bestehen, fügte Maurer für die imposante Deckenleuchte Niju-Ichi gleich 32 Fächer zusammen.
Am 3. Juli wird die Auktionswoche von Quittenbaum schließlich mit Autoren- und Juwelenschmuck abgerundet – eine Offerte, die auch Armbanduhren, darunter einen klassischen Rolex Cosmograph Daytona aus Edelstahl, sowie einige Lose mit Vintage-Mode und -Accessoires umfasst.

Unter den vielen außergewöhnlichen Stücken der Auktion muss zunächst auf einen großen Silberteller des in München ansässigen Gold- und Silberschmieds Gerd Rothmann hingewiesen werden, auf dessen Rand die ersten unbeholfenen Schritte eines Kleinkindes dargestellt sind, was Rothmann mit dem Namen Taumeligblau und Glücksgarantig passend unterstrich.

Neben schönem Armschmuck von Cartier, Lalanne und Schmedding fallen besonders die mit viel kreativem Geist geschaffenen Broschen ins Auge, die von internationalen Schöpfern wie Mari Ishikawa, Peter Hoogeboom und Jiro Kamata stammen. Auch auf Künstlerschmuck darf hier fleißig mitgeboten werden, wie etwa auf Child’s Clown von Karel Appel oder Procris von Georges Braque, eine Brosche, die aus dessen Reihe von Schmuckstücken stammt, die nach Figuren aus der griechischen Mythologie benannt wurden.
Die Auktionen finden vom 1.-3. Juli im Auktionshaus Quittenbaum, Theresienstraße 60 in München statt. Beginn ist an allen Tagen um 15 Uhr. Vorbesichtigungen sind dort vom 26.-30. Juni möglich.
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