In seiner ersten Auktion mit Saalpublikum seit den Corona-Beschränkungen, die Sotheby's am 28. Juli in London präsentierte, setzte das renommierte Auktionshaus auf eine Mischung exquisiter Kunstwerke aus unterschiedlichen Epochen – von Alten Meistern bis zeitgenössischen Künstlern. Das neue Konzept ging auf und endete mit einer Gesamtsumme von 150 Millionen GBP (ca. 165 Millionen Euro).
Ein Highlight von vielen war das feine Selbstporträt Rembrandts, das der niederländische Meister vermutlich im Alter von 26 Jahren gemalt hatte. Sechs Bieter wollten Selbstporträt mit Halskrause und schwarzem Hut gerne ihr Eigen nennen und lieferten sich ein intensives Gefecht, das schließlich bei 14,7 Millionen GBP (ca. 16,2 Millionen Euro) endete. Damit ist das um 1632 entstandene Gemälde das bislang teuerste Selbstporträt Rembrandts der Auktionsgeschichte.

Ein weiteres Highlight unter den angebotenen Alten Meistern wurde im 18. Jahrhundert von Bernardo Bellotto, genannt Canaletto, ausgeführt. Dresden, Blick auf den Graben am Zwinger entstand wie der weltberühmte Canaletto-Blick Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke während Bellottos erstem Dresden-Aufenthalt von 1747 bis 1758. Auch wenn es keinen neuen Künstlerrekord gab, sind die 5,4 Millionen GBP (ca. 6 Millionen Euro) ein herausragendes Ergebnis für das nur wenig bekannte Werk.

Mit einem tatsächlichen Künstlerrekord machen wir nun einen Sprung zur modernen Malerei. Hier konnte die 1920 entstandene Komposition Le Boxeur des französischen Kubisten Henri Laurens mit einem Ergebnis von 2,06 Millionen GBP (ca. 2,3 Millionen Euro) seinen Schätzpreis versechsfachen.
Ein gutes Ergebnis erzielte auch Picasso intime Zeichnung Femme endormie, mit der er 1931 seine Geliebte und Muse Marie-Thérèse Walter porträtierte. Das Ergebnis von 7,3 Millionen GBP (ca. 8 Millionen Euro) entsprach dem zuvor ermittelten Schätzpreis von 6 – 9 Millionen GBP.
Ähnlich erging es einem Damenporträt, das erst vor Kurzem Peter Paul Rubens zugeschrieben werden konnte und für 3,02 Millionen GBP (ca. 3,3 Millionen Euro einen neuen Besitzer fand (Schätzpreis 2,5 – 3,5 Millionen GBP).
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