Ein signiertes Dokument von Marilyn Monroe

In seiner Mai-Auktion versteigert das Historische Wertpapierhaus erneut wertvolle historische Dokumente. Eines davon trägt die Unterschrift von Hollywood-Legende Marilyn Monroe, eine anderes stammt von der ersten modernen Aktiengesellschaft der Welt.

Ein signiertes Dokument von Marilyn Monroe

Marilyn Monroe, einer der berühmtesten Hollywoodstars aller Zeiten, litt während ihrer gesamten Karriere als Schauspielerin unter dem Image des blonden Dummchens, das ihr von ihrem Filmstudio Twentieth Century Fox verliehen worden war, um mit ihrem Sexappeal möglichst viel Geld zu machen.

Marilyn wuchs unter dem Namen Norma Jeane Mortenson in Pflegefamilien und Waisenhäusern in Los Angeles auf. Während des Zweiten Weltkriegs wurde die damals in der Rüstungsindustrie arbeitende 18-jährige Norma Jeane als Fotomodell entdeckt - das Sprungbrett für ihre spätere Karriere als Schauspielerin.

Die spätere Marilyn Monroe als Model für das Magazin "Yank" der US-Army | Foto via Wikimedia Commons
Die spätere Marilyn Monroe als Model für das Magazin "Yank" der US-Army | Foto via Wikimedia Commons

Um 1950 war es in Hollywood noch üblich, dass Schauspieler von einem Filmstudio unter Vertrag genommen wurden, meist zu ziemlich schlechten Konditionen, sowohl was die Bezahlung anging als in Sachen Mitspracherecht, z. B. beim Aussuchen der Rollen.

Nach erfolgreichen Filmen wie Wie angelt man sich einen Millionär? oder Blondinen bevorzugt hatte die privat sehr belesene Marilyn genug. Sie sehnte sich nach anspruchsvolleren Rollen, doch die Twentieth Century Fox lehnte jede Veränderung ab.

1956 brach Marilyn schließlich mit dem Studio, nachdem sie bereits zwei Jahre zuvor gemeinsam mit ihrem guten Freund, dem Fotografen Milton Greene, die Marilyn Monroe Productions Inc.gegründet hatte, von der sie 51% der Anteile hielt und Greene 49%. Die Twentieth Century Fox lenke nun ein und war zu neuen Vertragsverhandlungen bereit.

Milton Greene (1922-1985), Black Sitting, Marilyn Monroe with Glass, Leaning on Elbow, 1956 | Foto: Heritage Auctions via Barnebys
Milton Greene (1922-1985), Black Sitting, Marilyn Monroe with Glass, Leaning on Elbow, 1956 | Foto: Heritage Auctions via Barnebys

1957 drehte die Marilyn Monroe Productions Inc. ihren einzigen Film: Der Prinz und die Tänzerin, mit Marilyn und Laurence Olivier in den Hauptrollen. Die Dreharbeiten fanden in England statt, Marilyn wurde von ihrem dritten Ehemann, dem Schriftsteller Arthur Miller, begleitet. Dieser misstraute Milton Greene und nahm und mehr Einfluss auf die Geschäfte der Produktionsfirma, die schließlich ad acta gelegt wurde.

Marilyn und Milton gingen fortan getrennte Wege. Bis heute gefeiert werden jedoch die berühmten Fotoserien, die der Fotograf von der Schauspielerin geschaffen hat.

Vollmacht mit Original-Unterschrift von Marilyn Monroe vom 10. April 1957 | Foto: HWPH
Vollmacht mit Original-Unterschrift von Marilyn Monroe vom 10. April 1957 | Foto: HWPH

Der Umstand, dass Marilyn Monroe eine eigene, wenn auch nur kurzlebige, Produktionsfirma gründete, was damals durchaus ein Skandal war, ist weit weniger bekannt. Ein Dokument aus dieser Zeit, das Marilyn Monroes Original-Unterschrift trägt, wird am 4. Mai im Historischen Wertpapierhaus in Würzburg versteigert. Es handelt sich um eine Vollmacht, mit der Marilyn ihre Anwälte Robert H. Montgomery und Paul J. Newlow als ihre Vertreter bei der außerordentlichen Hauptversammlung der Marilyn Monroe Productions Inc. am 12. April 1957 einsetzte.

Das Dokument ist jedoch nicht das einzige Highlight der Auktion. Nicht weniger spanned und historisch bedeutsam ist eine Anleihe über 500 flämische Pfund der Vereenigde Oostindische Compagnie (V.O.C.) vom 25. April 1623.

Anleihe über 500 flämische Pfund der Vereenigde Oostindische Compagnie vom 25. April 1923 | Foto: HWPH
Anleihe über 500 flämische Pfund der Vereenigde Oostindische Compagnie vom 25. April 1923 | Foto: HWPH

1602 hatten sich in den Niederlanden die bisher einzeln agierenden Ostindien-Kompanien zur Vereenigde Oostindische Compagnie zusammengeschlossen, die mit weitreichenden Rechten ausgestattet, das niederländische Handelsmonopol im Indischen Ozean und im südlichen Pazifik besaß. Für die Finanzierung der Unternehmungen beschlossen die Direktoren der Gesellschaft, Aktien herauszugeben. Eine solche Vorgehensweise hatte es bis dato noch nicht gegeben.

Das Handelsgebiet der Vereenigde Oostindische Compagnie im Indischen Ozean, Karte von ca. 1665 | Foto via Wikipedia
Das Handelsgebiet der Vereenigde Oostindische Compagnie im Indischen Ozean, Karte von ca. 1665 | Foto via Wikipedia

Die erfolgreichen Handelsreisen der Vereenigde Oostindische Compagnie führte zu einem wirtschaftlichen Aufschwung in den Niederlanden im 17. Jahrhundert, was auch eine Blütezeit in der dortigen Kunstszene zur Folge hatte. Allgemein wird die Epoche als das Goldene Zeitalter der Niederlande bezeichnet.

Das Historische Wertpapierhaus versteigert am 4. Mai insgesamt 907 Lose mit interessanten Dokumenten und Wertpapieren der unterschiedlichsten Epochen und Länder. Weitere 1289 Lose werden am 6. Mai in einer Onlineauktion versteigert.

Entdecken Sie alle aktuellen Lose des Historischen Wertpapierhauses hier bei Barnebys!