Vom 29. November bis 01. Dezember präsentiert das Münchener Auktionshaus Quittenbaum in vier Auktionen hochwertige Raritäten und Unikate, die ganz gewiss für Begeisterung sorgen und zum Bieten verführen werden.

Den Auftakt bildet am 29. November die jährliche Highlight-Auktion Schools of Design. Die Offerte zeigt auf eindrucksvolle Weise die Bandbreite des europäischen Designs – von den Wiener Werkstätten über das Bauhaus bis hin zu italienischen und skandinavischen Klassikern. Unter den 189 Losen der Auktion befinden sich auch besondere Beleuchtungsobjekte wie diese einzigartige Deckenleuchte des Lichtkünstlers Ingo Maurer (1932-2019). Der international renommierte Lichtdesigner widmete sich seit den 1960er Jahren dem Thema Licht. Mit seinen Designs wollte er den Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern, ihnen Freude bringen. Und das erreicht er auch heute sicherlich noch mit der absolut bezaubernden Deckenleuchte "Roku-Ju" aus der "Uchiwa" Serie. Die Leuchte aus dem Jahr 1975 besteht aus Reispapier und Bambus, der Schirm setzt sich aus 60 Fächern, die wie Blütenblätter wirken, zusammen. Und so wirkt sie zugleich leicht wie auch robust – eine unwiderstehliche Kombination.

Robust ist auch dieser Schreibtisch aus Eichenholz, den der belgische Architekt Henry van de Velde (1863-1957) um 1908 für das Wohnhaus der Familie Osthaus entwarf. Karl Ernst Osthaus (1874-1921) galt als einer der wichtigsten deutschen Kunstsammler und Mäzene des frühen 20. Jahrhunderts. So eröffnete er 1902 ein Kunstmuseums in seiner Heimatstadt Hagen. Nach seinem Tod wurde die Sammlung mit dem Schwerpunkt auf Moderner Kunst nach Essen verkauft und bildete dort den Grundstock für das heute so bedeutende Museum Folkwang. Für die Innenausstattung des ursprünglichen Museums in Hagen hatte Osthaus den Designer Henry van de Velde engagiert, der später auch sein privates Wohnhaus gestaltete. Van de Velde machte es zu einem beeindruckenden Gesamtkunstwerk, entwarf nicht nur das Gebäude selbst sondern auch die gesamte Inneneinrichtung.

Am 30. Dezember lockt dann die Auktion Moderne Kunst nach München. Über 200 Lose aus den Bereichen Malerei, Grafik und Fotografie kommen hier zum Aufruf. Ein besonderes Highlight stellt dabei sicherlich dieses Werk von Gunter Sachs (1932-2011) dar. Immer wieder fotografierte der als legendärer Playboy geltende Sachs das deutsche Supermodel Claudia Schiffer. Für die Fotografie "Hommage à Warhol" aus dem Jahr 1991 inszenierte er sie erotisch wie die französische Schauspielikone Brigitte Bardot, mit der er in einst verheiratet gewesen war. In seiner Farbigkeit erinnert es an die Werke seines Freundes Andy Warhol, dem er es auch widmete.

Nicht minder beeindruckend ist dieser Farblinolschnitt mit dem Titel „Mlle. A. Robert“, den die Expressionistin Gabriele Münter (1877-1962) im Jahr 1907 schuf. Zu diesem Zeitpunkt lebte sie in Paris, wo sie nicht nur ihre Maltechnik verfeinerte, sondern sich intensiv mit Holz- und Linolschnitten beschäftigte. Von dem hier angebotenen Kunstwerk existieren wahrscheinlich neun Exemplare, wovon sich zwei im Lenbachhaus in München befinden. Zusammen mit ihrem damaligen Lebensgefährten Wassily Kandinsky und dem Maler Franz Marc war sie eines der Gründungsmitglieder des Blauen Reiter und damit eine der Wegbereiterinnen der Modernen Kunst.

Moderne Kunst in Form von einzigartigen Schmuckstücken bietet auch die Auktion Autorenschmuck & Künstlerschmuck, die am 01. Dezember sicherlich die Augen von Sammlern und Liebhabern dieser schönen Objekte zum Leuchten bringen wird.
Schlicht, elegant und gleichzeitig imposant wirkt der Halsschmuck „Il Sole, La Luna“ des Münchner Künstlers Gerd Rothmann (1941). Das Silber des Mondes und das Gold der Sonne verbinden sich hier aufs Schönste, strahlen Harmonie in ihrer Gegensätzlichkeit aus. Wie bei vielen seiner schmückenden Kunstwerke hat Rothmann auch hier Fingerabdrücke in die runden, immer gleichförmigen Plättchen der Kette eingeprägt und sie so individualisiert. Das Gewöhnliche wird so zu etwas Besonderem und zugleich werden die Fingerabdrücke zu abstrakten Ornamenten.

Ebenfalls am 01. Dezember findet die Auktion Sparkle and Shine statt, bei der Designer-Accessoires und Schmuck zum Aufruf kommen. Zu der Offerte gehören beispielsweise exquisite Seidentücher von Hermès, aber auch der Favorit aller Handtaschenliebhaberinnen aus demselben Haus verführt zum Bieten: die Kelly-Bag. Dieses Vintage-Modell aus rotbraunem Leder stammt aus der Saison 1955/56 und besticht durch seine klassische Retourné-Form und die goldene Hardware. Die beliebte Kelly-Bag wird bereits seit 1935 gefertigt und erhielt ihren Namen von der Schauspielerin und monegassischen Fürstin Grace Kelly.
Die Versteigerungen finden vom 29. November bis 01. Dezember im Auktionshaus Quittenbaum, Theresienstraße 60, in München statt. Auktionsbeginn ist jeweils um 15 Uhr, nur die Auktion Sparkle and Shine beginnt um 16 Uhr. Vorbesichtigungen sind vom 24. bis 28. November im Auktionshaus möglich.
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