In den Jahren nach dem Zwieten Weltkrieg herrschte in Italien eine Atmosphäre der Wiedergeburt und des Enthusiasmus. Der dominierende "American Way of Life", bei dem Wohlstand und immer gute Laune an oberster Stelle standen, fing an, sich auch in Europa zu verbreiten, trugen die Vereinigten Staaten doch maßgeblich zum Wiederaufbau bei.

1946 meldete Corradino D'Ascanio die Vespa, die zu einem der bedeutendsten Symbole des italienischen Designs überhaupt werden sollte, zum Patent an und für die Triennale di Milano wurde die Ausstellung RIMA (Riunione italiana per le mostre di arredamento, "Italienisches Treffen für Möbelausstellungen") organisiert. Zu den berufenen Architekten und Designern gehörten Vico Magistretti, Ignazio Gardella, Gabriele Mucchi, Carlo De Carli und die Gruppe BBPR.

Auch die beiden von Gio Ponti gegründeten Branchenmagazine Domus und Lo stile nella casa e nell’arredamento machten gegen Stilmöbel mit Anklängen an das 19. Jahrhundert mobil.

Das italienische Design dieser Jahre war fließend, voller Möglichkeiten, verwendet verworfenes Material und erfindet Objekte mit einer starken menschlichen Ausstrahlung neu.
Im darauffolgenden Jahr fand die achte Ausgabe der Triennale, deren Möbelabteilung von Franco Albini und Luciano Canella gemeinsam mit Anna Castelli Ferrieri und Ettore Sottsass geleitet wurde, statt. Dies ist der Moment, der Design made in Italy weltweit bekannt machte. Zwischen 1951 und 1961 stieg der Export italiensicher Produkte um 259%.
Mario Bellini bekräftigte, dass Italien in den sechziger Jahren die Vorherrschaft des skandinavischen Designs gebrochen hat, da es mehr an Handwerkskunst als an Funktionalität und Ironie gebunden war: das italienische Design dieser Jahre war fließend, voller Möglichkeiten, verwendete verworfenes Material und erfand Objekte mit einer starken menschlichen Ausstrahlung neu. Es war ein "emotionales" Design.

In der zweiten Hälfte der 1950er Jahre wurde das italienische Design mit zwei Ausstellungen in London und einer weiteren am Illinois Institute of Technology in Chicago gefeiert. Bereits 1954 bei der zehnten Ausgabe der Triennale. Auf dieser Messe machte Lucio Fontana den jungen Industriedesigner Dino Gavina mit der Welt des Designs bekannt und stellte ihn Achille und Pier Giacomo Castiglioni, Carlo und Luigi Caccia Dominioni vor, mit denen er einige der bedeutendsten Stücke in der Designgeschichte erschaffen sollte.

Mitte der 1960er Jahre war der Höhepunkt des Experimentierens erreicht und die Fortschritte in der Technologie trugen zur Entwicklung neuer Entwurfsmethoden bei. Das italienische Bel Design zeichnete sich durch Innovationen wie die Verwendung und Modellierung von Kunststoff und Plexiglas aus.
Mitte der 1960er Jahre war der Höhepunkt des Experimentierens erreicht und die technologische Entwicklung trug zur Entwicklung neuer Entwurfsmethoden bei. Das italienische Bel Design zeichnet sich genau durch technische und formale Innovationen wie die Verwendung und Modellierung von Kunststoff oder Plexiglas aus.

Die ersten von der künstlerischen Avantgarde inspirierten Bewegungen werden geboren. Objekte werden von ihrem ursprünglichen Kontext entfremdet, um ihnen ein neues ästhetisches Leben und eine neue Funktion zu verleihen. 1971 präsentierte das MoMA die Ausstellung Italy: the new domestic landscape, die genau das feierte. Dies war der Höhepunkt von "Bel Design" und "Made in Italy" auf internationaler Ebene. Dann kamen die 1980er Jahre und mit ihnen die Gruppe Memphis, die Postmoderne und das vielseitige Design von Mendini, Enzo Mari und Studio 65. Aber das ist eine andere Geschichte.
Der Katalog der Design Lab-Auktion, die am Dienstag, den 19. Mai bei Cambi stattfindet, bietet einige der schönsten und ikonischsten Stücke italienischen und internationalen Designs. In über 400 Losen lässt sich ein Jahrhundert der Geschichte und Kreativität nachempfinden.



