Sie gehören zu den berühmtesten Bildern der Kunstgeschichte im Allgemeinen und des Impressionismus im Besonderen: Claude Monets Seerosengemälde, denen er die letzten 25 Jahre seines Lebens und Schaffens hauptsächlich widmete. Die Motive dafür fand er im Garten seines Hauses in Giverny in der Normandie, das er zunächst sieben Jahre als Mieter und ab 1890 als Eigentümer zusammen mit seiner Familie bewohnte.
Der Garten mit dem Seerosenteich lag ihm besonders am Herzen. Er ließ eine Vielzahl exotischer Blumen pflanzen, um die sich zahlreiche Gärtner, von denen einige ausschließlich für die Seerosen zuständig waren, kümmerten, und nutzte die Blütenpracht immer wieder als Motiv. Mit der zunehmenden Konzentration auf den Seerosenteich vollzog sich ein Wechsel vom Landschaftsmotiv zur Detailaufnahme, die gänzlich auf formale Strukturen wie etwa eine Horizontlinie verzichtete. Das vertikale Element wird allein durch die Spiegelung des Himmels und der am Ufer stehenden Pflanzen und Bäume erzielt.
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Mit der Zeit wurden Monets Seerosenbilder immer großformatiger. So messen die acht Seerosendekorationen, die Monet dem französischen Staat schenkte und die im Musée de l’Orangerie in Paris bewundert werden können, jeweils 2 x 6 Meter.
Als eines der Highlights von Christie’s 20th Century Evening Sale am 9. November in New York wird ein über zwei Meter breites Seerosenbild von Monet zum Aufruf kommen. Le bassin aux nymphéas entstand 1917-19, ein für Monet wichtiger Zeitraum des Experimentierens an dem Motiv.
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„Bei Monet ist scheinbar schon alles gesehen oder gesagt. Le bassin aux nymphéas, das noch nie ausgestellt oder versteigert wurde, ist jedoch eine absolute Rarität: ein wiederentdecktes Meisterwerk. Le bassin aux nymphéas ist aufwändig gearbeitet, tadellos erhalten und seit 1972 in derselben Privatsammlung versteckt – es ist heute noch genauso erstaunlich wie vor 100 Jahren“, sagt Max Carter, Christie’s stellvertretender Vorsitzender für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.

Für Le bassin aux nymphéas wird ein Ergebnis in Höhe von 65 Millionen US-Dollar erwartet.
Der aktuelle Auktionsrekord für eines der Seerosenbilder von Claude Monet wurde 2018 bei Christie’s im Zuge der Versteigerung der Sammlung von Peggy und David Rockefeller erzielt, als Nymphéas en fleur für 84,7 Millionen US-Dollar den Besitzer wechselte.
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Weitere Highlights des 20th Century Evening Sales sind Werke von Mark Rothko, Francis Bacon, Arshile Gorky und Pablo Picasso sowie drei Zeichnungen von Egon Schiele, die an die Erben des 1941 im KZ Dachau ermordeten Wiener Kabarettisten Fritz Grünbaum restituiert wurden. Drei weitere Schiele-Zeichnungen derselben Provenienz kommen in Christie’s Impressionist and Modern Works on Paper Sale am 11. November in New York zum Aufruf.
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