Dass Qualität und Vielseitigkeit auch 2025 bei Quittenbaum an erster Stelle stehen, beweist das Münchener Auktionshaus direkt mit seinen ersten Versteigerungen des Jahres, die Freunde moderner Kunst und Design sowie Sammler von Murano-Glas auf keinen Fall verpassen sollten.
Die Auktionen starten am 25. März um 15 Uhr mit der 475 Lose umfassenden Design-Offerte, die einige interessante Kapitel der Designgeschichte des 20. Jahrhunderts umfasst.

Hier ist vor allem ein Ensemble von Möbeln und Einrichtungsgegenständen zu nennen, das aus dem Seminar- und Managementzentrum eines deutschen Dax-Unternehmens in Bayern stammt. Eine Suite des Zentrums wurde 1993 komplett mit Kreationen der Mailänder Memphis Group bestückt. Aufgrund einer anstehenden Sanierung trennt sich das Unternehmen nun von den Objekten und hat sie Quittenbaum zur Versteigerung anvertraut, darunter den Schreibtisch Sophia von Aldo Cibic, das Zweiersofa Lido von Michele De Lucchi sowie das ikonische Regal Carlton und die Stehleuchte Treetops von Ettore Sottsass (siehe auch Titelbild). Auch eine Vielzahl an Möbeln von Philippe Starck, mit denen eine weitere Suite des Zentrums eingerichtet wurde, kommen zum Aufruf.

Mit dem Bauhaus-Stempel versehene Stücke sind bei Design-Liebhabern sehr begehrt. In der März-Auktion von Quittenbaum kommen gleich mehrere davon zum Aufruf, die die letzten 100 Jahre in einer Privatsammlung mit Bauhaus-Verbindung verbracht haben. Einige Entwürfe von Marianne Brandt sind hier besonders hervorzuheben. Neben zwei Schalen und einer Deckenleuchte wird vor allem Brandts ikonischer Aschenbecher von 1924 für viele Gebote sorgen. An dieser Stelle sei auch auf ein Exemplar von Marcel Breuers Stahlrohrstuhl B11 hingewiesen, der in einer frühen Ausführung vorliegt.
Weitere spannende Sitzmöbel der Offerte stammen von Bodo Rasch, Ernst Moeckl und Klaus Uredat sowie Danilo Silvestrin, von dem ein gut erhaltenes Exemplar seines Kugelsitzobjekts von 1969 zum Aufruf kommt, das eine Ikone des Space Designs darstellt. Absolut außergewöhnlich ist auch Wolfgang Laubersheimers Rollcontainer Monolith von ca. 1990, der von einer funktionierenden Märklin-Spielzeugeisenbahn bekrönt wird.
Der 26. März ist um 15 Uhr zunächst den 160 Losen mit Schöpfungen von der venezianischen Glaskünstlerinsel Murano gewidmet.

Zu den Highlights zählt hier ganz klar eine Vase aus der beliebten Oriente-Serie, die Dino Martens in den 1950er Jahren für Aureliano Toso kreierte. Die Vasen der Serie bestehen aus farblosen Überfangglas mit polychromen Pulvereinschlüssen, die meist von einer großen schwarz-weißen Sternmurrine kontrastiert werden. Bei Quittenbaum kommt eine 35 cm hohe Oriente-Vase mit ausgebuchtetem Korpus und ausgestellter Mündung zum Aufruf.

Rund 20 Jahre älter ist die Vase Incamiciato, die Carlo Scarpa für M.V.M. Cappellin entwarf. Das in diesem Fall opake Überfangglas auf grünem Fuß ist an selbigem sowie am Mündungsbereich mit jeweils drei aufgelegten Fäden in Gelb und Grün verziert. Hinzu kommt aufgeschmolzene fein zersprengte Goldfolie für irisierende Effekte.
Weitere spannende Kreationen der Offerte stammen von Ercole Barovier, Fulvio Bianconi, Gae Aulenti, Renato Toso, Flavio Poli und Vittorio Zecchin.
Um 17 Uhr bilden die 141 Lose der Offerte mit Moderner Kunst den Abschluss der März-Auktionen bei Quittenbaum. Hier kommen Arbeiten von vielen namhaften Künstlern zum Aufruf wie etwa Pablo Picasso, Marc Chagall, Joan Miró und Andy Warhol.

Warhol ist mit insgesamt 9 Losen vertreten, darunter der Barschrank 210 Coca-Cola Bottles und eine signierte Einladungskarte mit dem berühmten Porträt von Marilyn Monroe. Aus einer deutschen Privatsammlung stammt ein weiteres Farbserigrafie-Porträt aus dem Jahr 1976, das den damaligen US-Präsidentschaftskandidaten Jimmy Carter zeigt. Herausgegeben vom Democratic National Committee, umfasste die limitierte Auflage 50 Exemplare. Hinzu kamen 25 Artist Proofs, von denen einer nun bei Quittenbaum zum Aufruf kommt.

Unter den rund 30 Fotografien der Offerte sind vor allem drei Arbeiten der US-amerikanischen Fotografin Sally Mann hervorzuheben. Manns poetische Schwarz-Weiß-Fotografien von (ihren) Kindern beschwören unsere Erinnerungen an vergangene Tage herauf, die von Unbeschwertheit geprägt waren, wobei stets eine subtile Verletzlichkeit mit einher ging – ein sensibler Balanceakt, den Mann wie kaum ein anderer einzufangen weiß.
Die Versteigerungen finden am 25. und 26. März im Auktionshaus Quittenbaum, Theresienstraße 60, in München statt. Vorbesichtigungen sind dort vom 20. bis 24. März möglich.




