Am 8. Februar 2025 ist Yrjö Kukkapuro in seinem Haus im finnischen Grankulla verstorben. Im Laufe seiner mehr als 70 Jahre umspannenden Karriere schuf er ergonomische und stilistisch bahnbrechende Möbel, die sowohl in seiner Heimat als auch international geschätzt wurden. Seine Stühle sind sowohl in öffentlichen Einrichtungen als auch in Privathäusern zu finden. „Fast jeder Finne hat auf einem Stuhl gesessen, den er entworfen hat – in einer U-Bahn-Station, in einer Bank, in der Schule oder in einer Bibliothek“, schreibt Studio Kukkapuro in einer Pressemitteilung.

Yrjö Kukkapuro wurde am 6. April 1933 im karelischen Wiborg geboren und absolvierte eine Ausbildung zum Innenarchitekten an der Kunst- und Designschule in Helsinki. Dort schloss er sein Studium 1958 ab, kehrte später als Professor und Rektor jedoch zurück. Bekannt wurde Kukkapuro vor allem durch sein experimentelles Design und seine auf Ergonomie ausgerichtete Philosophie – eine Kombination, die seine Werke zeitlos und bahnbrechend machte.
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Zu seinen bekanntesten Kreationen zählt der Sessel Karuselli aus dem Jahr 1964, der von der New York Times zum schönsten der Welt gekürt wurde. Mit seiner organischen Form und sanften Neigung wurde er zum Liebling von Designenthusiasten und ist heute ein Klassiker. Weitere herausragende Werke sind Remmi, Ateljee, A-509, Sirkus und Experiment.
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Kukkapuro war seit 1954 mit der Grafikdesignerin Irmeli Kukkapuro verheiratet. Gemeinsam schufen sie in Grankulla ein einzigartiges Haus mit Atelier, das von Yrjö in Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Eero Paloheimo entworfen wurde. Das Haus und das Atelier, in denen 2026 ein Museum entstehen soll, waren ein Ort der gemeinsamen Kreativität des Paares. Nach Irmelis Tod im Jahr 2022 setzte Yrjö seine Arbeit fort und war bis zum Schluss aktiv – eine Woche vor seinem Tod besprach er mit seinem Assistenten eine neue Stuhlidee, aber ihm blieb nicht die Zeit, die Zeichnungen anzufertigen.
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Im Laufe seiner Karriere erhielt Kukkapuro mehrere Auszeichnungen, darunter die Pro Finlandia-Medaille 1983 und den Ehrentitel „Royal Designer for Industry“ der britischen Royal Society of Arts im Jahr 2002. Seine Arbeiten wurden weltweit ausgestellt und befinden sich in den Sammlungen führender Museen wie dem Museum of Modern Art in New York, dem Victoria and Albert Museum in London und dem Nationalmuseum in Stockholm.
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Das Erbe von Yrjö Kukkapuro lebt in seinen innovativen und zeitlosen Designs weiter, die ihre Fans auf der ganzen Welt weiterhin inspirieren und faszinieren.




