Das 1753 gegründete British Museum zählt zu den großen Touristenattraktionen in London und konnte im vergangenen Jahr über 4 Millionen Besucher anlocken. Diese können in der renommierten Institution auf 75.000 m2 in mehrere Jahrtausende der Kulturgeschichte eintauchen und bedeutende Exponate wie den Lindow-Mann, eine Moorleiche aus dem 1. Jahrhundert, oder den Stein von Rosette, der die Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen ermöglichte, bewundern. Insgesamt umfasst die Museumssammlung rund 8 Millionen Objekte.
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Doch einige davon fehlen nun, wie man Anfang des Jahres feststellte. Bei besagten Objekten handelt es sich um Goldschmuck, Schmuckstücke mit Halbedelsteinen sowie Glaskunst aus dem 15.-19. Jahrhundert. Keines dieser Objekte war in letzter Zeit öffentlich ausgestellt worden. Sie dienten der Forschung und wurden in einem Lagerraum des Museums aufbewahrt. „Wir riefen die Polizei, verhängten Sofortmaßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit, veranlassten eine unabhängige Überprüfung“, erklärte George Osborne, Vorsitzender des British Museum, in einer Pressemitteilung. Die bisherigen Untersuchungen haben zur Identifizierung einer Person geführt, die „wir für verantwortlich halten“, fügt Osborne hinzu.
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Im Vordergrund steht nun die Wiederbeschaffung der gestohlenen Objekte, die Erörterung, wie es zu einem solchen Vorfall kommen konnte sowie die Erhöhung der Sicherheitsmaßnahmen, um etwas Derartiges in Zukunft zu verhindern.
„Dies ist ein höchst ungewöhnlicher Vorfall. Ich weiß, dass ich im Namen aller Kollegen spreche, wenn ich sage, dass wir den Schutz aller uns anvertrauten Gegenstände äußerst ernst nehmen. Das Museum entschuldigt sich für das, was passiert ist, aber wir haben dem nun ein Ende gesetzt – und wir sind entschlossen, die Dinge wieder in Ordnung zu bringen. Wir haben unsere Sicherheitsvorkehrungen bereits verschärft und arbeiten mit externen Experten zusammen, um eine endgültige Liste darüber zu erstellen, was fehlt, beschädigt und gestohlen wurde. Dies wird es uns ermöglichen, all unsere Bemühungen in die Wiedererlangung von den Objekten zu stecken“, sagt Hartwig Fischer, Direktor des British Museum.
Update vom 22. August: Wie der Telegraph recherchieren konnte, soll sich die Zahl der gestohlenen Objekte auf über 1.500 belaufen. Außerdem sei das Museum bereits vor drei Jahren darauf hingewiesen worden, dass Stücke der Sammlung auf Ebay angeboten wurden.




