Der Konzept des "Sexsymbols" kam irgendwann in den 1910er oder 1920er Jahren auf, war in Allgemeinkultur der 1950er und 1960er Jahre auf seinem Höhepunkt und eng verbunden mit der aufstrebenden Filmindustrie und Hollywood. Mit der Aussicht auf ein einfacheres Leben – ohne Krieg und Elend – fühlte sich eine neue Generation junger Leute von den Filmpalästen auf der ganzen Welt angezogen, wo man aufregende Dramen und schöne Gesichter sehen konnte. Auch der sexuelle und gesellschaftliche Wandel jener Zeit half dabei, das Konzept des "Sexsymbols" neu zu interpretieren und beliebt zu machen.

Im Laufe der Zeit wurde eine Reihe von Frauen und Männer als "Sexsymbole" bezeichnet – eben jene, die mit Schönheit, Charisma und – natürlich – Sexappeal ausgestattet waren. War man mit diesem Etikett versehen, konnte das Fluch und Segen zugleich sein, denn trotz des Wohlstands und der Erhöhung, die es mit sich brachte, verursachte es doch nicht selten auch persönliche Probleme wie ein turbulentes Beziehungsleben oder sogar psychische Probleme.
Lernen Sie nun einige von Hollywoods ikonischsten "Sexsymbolen" etwas näher kennen!
Marilyn Monroe

Marilyn Monroe, die 1926 als Norma Jeane Mortensen, später Baker, in Los Angeles zur Welt kam, ist bis heute eine der berühmtesten Frauen der Welt. Entdeckt wurde sie während des Zweiten Weltkriegs, als sie in einer Rüstungsfabrik arbeitete. Nachdem sie zunächst ein erfolgreiches Pin-up-Model geworden war, wechselte sie ins Filmgeschäft, doch es sollte bis in die frühen 1950er Jahren dauern, bis sie mit Filmen wie Blondinen bevorzugt und Wie angelt man sich einen Millionär? zu einem etablierten Hollywoodstar wurde. Eine kulturelle Ikone in den 50er und 60er Jahren, trugen ihre hochkarätigen Beziehungen und vor allem ihr tragischer früher Tod zu ihrem Mythos bei, der durch die konstante Verwendung ihres Gesichts durch Künstler und die Werbeindustrie noch weiter gefördert wird.
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Für viele ist der Name Marilyn Monroe der erste, der einem in den Sinn kommt, wenn es um den Begriff "Sexsymbol" geht: eine blonde Sensation, die ein Millionenpublikum auf der Leinwand bezauberte, vor allem aufgrund der Tatsache, dass ihr Studio sie vorzugsweise für stereotype Rollen einsetzte, die ihren Sexappeal hervorheben sollten – was Marilyn verabscheute. In jüngerer Zeit werden die Objektivierung und die schlechte Behandlung, die sie während ihres gesamten Lebens und sogar noch nach ihrem Tod erfuhr, neu bewertet, wodurch die allgemeine Meinung über die Schauspielerin relativiert und ein komplexerer und nuancierterer Blick auf ihr Leben und ihre Karriere ermöglicht wird.
Brigitte Bardot

Ursprünglich eine aufstrebende Ballerina, feierte Brigitte Bardot ihren Durchbruch mit der Hauptrolle in dem Film ...und immer lockt das Weib von 1956. Der Erfolg war ein sofortiger und der offen sexuelle und verführerische Charakter ihrer Rolle positionierte Bardot auch im wahren Leben unter den "Sexsymbolen" dieser Welt. Ihr Ehemann Roger Vadim, der Regisseur des Films, trug erheblich zu Bardots Status bei, indem er ihr auch in Zukunft Rollen gab, die sie als die ultimativ-begehrenswerte Frau darstellten.
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Die berühmte feministische Schriftstellerin Simone de Beauvoir verwendete Bardot 1959 als Thema für ihre Abhandlung Brigitte Bardot und das Lolita-Syndrom und präsentierte sie als das Gesicht der freien weiblichen Sexualität, was Bardots ikonischen Status weiter festigte. In den 1960er Jahren, nach der Scheidung von Vadim, nahm Bardot mehr und mehr ernsthafte Filmrollen an, die ihr Talent als Schauspielerin und ihre harte Arbeit offenbarten. Dadurch war es ihr möglich, das Sexsymbol-Image, das ihre Karriere definiert hatte, hinter sich zu lassen.
Elizabeth Taylor

Schauspielerin Elizabeth Taylor erblickte in London das Licht der Welt, zog aber im Alter von sieben Jahren nach Los Angeles. Bereits als Kinderstar war man allgemein von ihrem Charme entzückt, mit dem sie 1942 auf der Leinwand debütierte. Mit der Zeit wurde sie eine der berühmtesten Schauspielerinnen der Welt – und eine der bestbezahlten. Ihrer magnetisierenden Ausstrahlung und Schönheit entging niemand, doch war es ihre Rolle der Maggie in der Tennessee Williams-Verfilmung Die Katze auf dem heißen Blechdach, die ihr Image als "Sexsymbol" zementierte, ebenso wie ihre mit einem Oscar ausgezeichnete Darstellung eines Callgirls in Telefon Butterfield 8. Ihre romantischen Beziehungen im echten Leben, die zu acht Ehen führten, von denen sie gleich zwei mit Schauspielkollege Richard Burton einging, sorgten immer wieder für Schlagzeilen.
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Im Gegensatz zu den beiden ersten Frauen dieser Liste, wird Taylors Vermächtnis mehr durch jene Linse betrachtet, die ihre vielen Rollen, ihre Auszeichnungen, ihre Ehemänner und ihr Engagement in den Fokus rückt, statt ihr image als "Sexsymbol".
Sophia Loren

Sophia Loren wurde 1934 in Rom geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen bei ihrer alleinerziehenden Mutter auf. Mit nur 14 Jahren wurde sie entdeckt – von ihrem späteren Ehemann, dem 37-jährigen Filmproduzenten Carlo Ponti. Ihre Karriere begann sie als Teilnehmerin des Miss Italia-Schönheitswettbewerbs, bevor sie zur Schauspielerei wechselte. Ihren Durchbruch hatte sie 1954 mit den Filmen Das Gold von Neapel und Schade, dass du eine Kanaille bist. In letzterem spielte sie zum ersten Mal an der Seite von Marcello Mastroianni. Ihr internationaler Erfolg begann, nachdem sie einen Vertrag bei Paramount Pictures unterschrieben hatte; 1962 erhielt sie einen Oscar für ihre Darstellung in Und dennoch leben sie.
Sophia Lorens turbulentes Privatleben beinhaltete den Vorwurf der Bigamie – allerdings nicht gegen sie gerichtet, sondern gegen ihren Ehemann Carlo Ponti, als dessen Scheidung von seiner ersten Frau in Italien nicht anerkannt wurde. Eine Affaire mit ihrem 30 Jahre älteren Filmpartner Cary Grant während der gemeinsamen Dreharbeiten zu Stolz und Leidenschaft (1957) befeuerten Lorens Status als verführerisches "Sexsymbol". Loren, eine der letzten noch lebenden Ikonen des Goldenen Zeitalters von Hollywood, durchbrach Barrieren für fremdsprachige und italienische Stars in Amerika. 1991 erhielt sie einen Ehren-Oscar für ihr Werk.
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Audrey Hepburn

Geboren 1929 in Belgien als Tochter eines Briten und einer niederländischen Baroness, studierte Audrey Hepburn zunächst klassischen Tanz und trat nach dem Zweiten Weltkrieg im Londoner West End auf. Während eines Engagements am Broadway in New York wurde Hollywood auf sie Aufmerksam und sie erhielt ihre erste Hauptrolle in dem Film Ein Herz und eine Krone (1953), für die auch Elizabeth Taylor im Gespräch gewesen war und für die sie prompt mit einem Oscar, einem Golden Globe und einem BAFTA ausgezeichnet wurde. Zu ihren bekanntesten Filmen zählen heute Frühstück bei Tiffany und My Fair Lady, die noch immer als Inspiration für andere Schauspielrinnen, Designer und der Allgemeinheit dienen.
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Audrey Hepburn wurde oft als die Antithese zu Marilyn Monroe vermarket, verkörperte sie doch quasi den Gegenentwurf zum "traditionellen Sexsymbol". Doch hatten beide Frauen gleichermaßen einen umfassenden Ikonenstatus inne und veränderten die Geschichte des Kinos, der Mode und der Popkultur für immer. Während die beiden Frauen leider oft gegeneinander ausgespielt wurden, wobei Hepburns klassischerer, intellektueller Stil über Monroes angebliche Vulgarität und mangelnde Intelligenz erhoben wurde, ermöglichte in jüngerer Zeit ein respektvolleres und genaueres Verständnis der Karrieren und des Lebens beider Schauspielerinnen eine Wertschätzung von beiden nach ihren eigenen Verdiensten, anstatt die eine auf Kosten der anderen zu loben.
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Aktualisierte Version eines Artikels vom 21. Februar 2019




