Am 7. März gab die in New York ansässige Galerie Metro Pictures bekannt, dass sie noch in diesem Jahr ihre Geschäfte einstellen wird. Die amerikanische Fotografin Cindy Sherman war von Anfang an eine der von der Galerie vertretenen Künstlerinnen und Künstler.
Neben Sherman kümmert sich Metro Pictures aktuell auch um die Belange von rund zwanzig weiteren Kunstschaffenden. In einem Instagram-Post äußerte sich die Galerie: „Wir haben beschlossen, diese schwierige Entscheidung weit vor ihrem Abschluss bekannt zu geben, um den von uns vertretenen Künstlern und unseren Mitarbeitern Zeit zu geben, andere Optionen zu ergreifen und zu ermöglichen, ihnen in dieser Übergangszeit zur Seite zu stehen. Wir sind allen brillanten Künstlern, mit denen wir in den letzten 40 Jahren zusammengearbeitet haben, und unseren hervorragenden Mitarbeitern, die die Galerie und ihr Programm unterstützt haben, sehr dankbar. Wir möchten uns auch bei allen Kritikern, Kuratoren, Sammlern und Händlern bedanken, mit denen wir über die Jahre zusammengearbeitet haben.“

Metro Pictures wurde 1980 von Helene Winer und Janelle Reiring gegründet. Nachdem der New Yorker Stadtteil SoHo der erste Standort der Galerie war, erfolgte 1997 der Umzug nach Chelsea. Schnell etablierte sich die Galerie als Repräsentant der Künstler der "Picture Generation", einer Gruppe amerikanischer Künstler, die sich kritisch mit der Medienkultur auseinandersetzen.
Zu den ersten Künstlern, Fotografen und Filmemachern der Galerie gehörten neben Cindy Sherman auch Louise Lawler, Robert Longo, Jack Goldstein, Sherrie Levine und James Welling. Eine von ihnen, darunter Sherman, Longo und Lawler, bleiben Metro Pictures im Laufe ihrer Karriere treu.
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Kurz nach Bekanntgabe der Schließung bestätigte die Galerie Hauser & Wirth, das sie künftig mit Metro Pictures' größtem Star, Cindy Sherman, zusammenarbeiten wird.

Sherman begann in den 1970er Jahren in der New Yorker Szene Fuß zu fassen, nachdem sie am Buffalo State College in New York Fotografie studiert hatte. Mit ihrer ersten Serie Untitled Film Stills griff sie Szenen aus amerikanischen Spielfilmen aus den 1950er und 1960er Jahren auf und stellte die darin verbreiteten Klischees der Individuen, vor allem die der Frauen, in der Gesellschaft in Frage. Während ihrer vierzigjährigen Karriere hat Sherman nie aufgehört, die Normen und Beziehungen der Geschlechter zu untersuchen.
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Metro Pictures ist nicht die erste große Galerie, die während der Pandemie ihre Pforten für immer schließt. Vergangenen Sommer gab Gavin Browns Enterprise Gallery ihre Selbstständigkeit auf, um mit der Gladstone Gallery zu fusionieren. Viele ihrer Künstler begleiteten die Galerie auf ihrem neuen Weg.
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