Vom 12. bis 14. Oktober zeigt sich das Münchener Auktionshaus Quittenbaum täglich in Höchstform und präsentiert drei hervorragende Offerten mit italienischem und internationalen Design sowie Glaskunst von der Insel Murano.
Den Auftakt bilden am 12. Oktober die 314 Lose mit Schöpfungen italienischer Designgrößen wie Ettore Sottsass, Cini Boeri, Gio Ponti und Piero Fornasetti.

Zu den Highlights zählt hier dieser Sekretärschrank des vielseitigen Mailänder Architekten und Designers Paolo Buffa, der sich der Moderne genauso hingab, wie den Stilen vergangener Epochen. Die Messingintarsien des Schreibmöbels aus Nussholz- und Teakholzfurnier stammen von Giovanni Gariboldi.

Diese Polstermöbelgruppe, bestehend aus einem Dreiersofa und zwei Sesseln, von Ico Parisi, stammen aus jener Schaffensphase des Designers, in der dieser die innere Konstruktion eines Möbelstücks an die Oberfläche brachte. In diesem Fall sind es schwarz lackierte Stahlstreben mit weißen Spitzen.

Auch die Sparte „Beleuchtung“ kommt in dieser Offerte nicht zu kurz und umfasst mit der Stehleuchte Triennale (Modell 12128) ein weiteres Highlight. Die von Angelo Lelli entworfene und von Arredoluce ausgeführte Leuchte aus Messing und Aluminium wurde 1947 auf der VIII. Triennale in Mailand ausgestellt.

Eine perfekte Verkörperung des Pop Art-Stils der 1960er Jahre kommt mit den fünf bunten Bodenleuchten Pilola von Cesare Cesati und Emanuele Ponzio zum Aufruf.
Weiter geht es am 13. Oktober mit den 456 Losen der Auktion „Internationales Design“. Auch hier ließt sich das Namenverzeichnis wie das Who-is-who der Designszene: Charles und Ray Eames, Marcel Breuer, Ron Arad, Le Corbusier, Verner Panton und Arne Jacobsen – um nur einige zu nennen.
Als Repräsentanten dieser großartigen Offerte haben wir uns einmal unter den dort vorhandenen Sitzmöbeln umgeschaut, die vielfältiger nicht sein könnten.

Vielleicht nicht die richtige Wahl für einen langen Fernsehabend, aber in jedem Fall ein Highlight der Designofferte ist der Solid Chair von Heinz Landes aus dem Jahr 1983. Mit diesem Freischwinger aus verzinktem Moniereisen und Gussbeton schuf Landes einen der bedeutendsten Entwürfe der Bewegung „Neues deutsches Design“.

Bequemlichkeit stand dagegen bei diesem Sessel mit integrierten Leuchten, Aschenbecher und Zigarettenfach im Vordergrund. Das rote Sitzmöbel wurde 1931 vom Architekten Eckart Muthesius für den Palast des Maharadschas Holkar II von Indore entworfen. Die beiden Männer hatten sich zwei Jahre zuvor in England kennengelernt. Muthesius, dem sowohl der Bau des Palastes, als auch dessen Einrichtung anvertraut worden war, schuf ein Gesamtkunstwerk, in dem der Bauhaus-Stil und das Art déco gleichermaßen zum Einsatz kamen.
Von der Natur inspirierte Möbel finden wir sowohl unter den amerikanischen, als auch unter den japanischen Entwürfen der Offerte.

Der italienisch-amerikanische Designer und Künstler Harry Bertoia ist berühmt für seine Sessel und Stühle aus in Form gebrachten Metallgittern, von denen der Diamond Chair der berühmteste ist. Für den Bird Chair saß 1950 ein Mitglied der Vogelwelt, möglicherweise ein Zaunkönig, Modell.

Auf der anderen Seite des Pazifiks ließ sich der japanische Designer Masanori Umeda immer wieder von der Flora inspirieren. Nachdem er in Mailand Teil der Memphis Gruppe war, gründete Umeda 1986 in Tokio sein eigenes Designstudio.
Am 14. Oktober kehren wir nach Italien zurück. Genauer gesagt machen wir einen Ausflug auf die venezianische Insel Murano, wo die lange Tradition der Glasherstellung im 20. Jahrhundert durch die Zusammenarbeit mit hervorragenden Künstlern und Designern neue Höhen erreichte.

Angeführt wird die 251 Lose starke Offerte von der Vase A fili, die Thomas Stearns Anfang der 1960er Jahre für Venini entworfen hat. Stearns war der erste amerikanische Künstler, der für Venini arbeitete. Die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Künstler und Manufaktur war einem Stipendium und Stearns’ Faszination für Glas und Licht zu verdanken.

Die Arte Vetraria Muranese (A.Ve.M.) wurde in den 1950er Jahren für ihre bunten Erzeugnisse bekannt. Einer der dafür verantwortlichen Designer war Anzolo Fuga, dessen amorph geformte Stücke aus opakweißem und farbigem Glas einen hohen Wiedererkennungswert haben.

Von zeitloser Schönheit ist diese stark gebauchte Henkelvase aus farblosem und pastellgrünem Überfangglas, die um 1930 von Napoleone Martinuzzi für Venini entworfen wurde.

Doch möchten wir Sie nicht nur auf die Gefäße der Offerte aufmerksam machen. Auch einige Tierfiguren müssen erwähnt werden. Darunter die bezaubernde Gruppe Reh mit Rehkitz aus satiniertem Glas, die um 1932 bei Barovier Seguso & Ferro ausgeführt wurde.
Die Versteigerungen finden jeweils um 15 Uhr bei Quittenbaum Kunstauktionen, Theresienstraße 60, in München statt. Vorbesichtigungen sind dort vom 7. bis 11. Oktober möglich.
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