Am 26. Februar ist die bedeutende österreichische Tiermalerin Norbertine Bresslern-Roth mit mehreren Werken in der Auktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst im Auktionshaus in Kinsky vertreten. Wie gewohnt faszinierend sind hierbei die Bilder, die sie von exotischen und heimischen Tieren mit Ölfarbe auf Jute anfertigte, wodurch die Arbeiten eine völlig einzigartige Wirkung innewohnt.

Mit einem Schätzpreis von jeweils 70.000 - 140.000 Euro gehen die Arbeiten Baum, das die bezaubernde Begegnung eines Leoparden und einer grünen Schlange zum Thema hat, und Heimkehr I, das das tragische Schicksal einer verwundeten Löwin und ihrer Jungen darstellt, an den Start.

Hier herrscht akutes Rekordpotenzial, denn erst Ende November konnte das Werk Schneesturm von Bresslern-Roth, das vorab seiner Versteigerung ebenfalls mit 70.000 - 140.000 Euro bewertet worden war, einen Preis von 321.300 Euro (inkl. Aufgeld) im Kinsky erzielen, was einen neuen Höchstpreis für die Künstlerin bedeutete.

Weitere Arbeiten auf Jute von Norbertine Bresslern-Roth sind Nebel, das einen Vielfraß zeigt, der eine Rentierherde beäugt und vielleicht einen möglichen Jagderfolg abschätzt, sowie Fischende Katze, das einen Stubentiger zeigt, dem das Jagdglück bereits hold war.

Zwei Zeichnungen von Gustav Klimt, die ebenfalls zum Aufruf kommen, dienten dem großen Maler der Wiener Moderne als Studien für dessen Werke Bildnis von Sonja Knips und Danae.
Angeführt wird der Katalog jedoch von Alfons Waldes Kitzbühel im Winter, das das Tiroler Städtchen, in dem Walde fast sein gesamtes Leben verbrachte, bei tief stehender Wintersonne zeigt.

Zur selben Zeit wie Alfons Walde wohnte mit Karl Pancheri ein weiterer Maler in Kitzbühel, der sich nicht erwehren konnte, die beeindruckende Bergkulisse der Umgebung in seinen Werken festzuhalten. Mit Der Schwarzsee bei Kitzbühel mit Blick auf den Wilden Kaiser kommt eines davon am 26. Februar im Palais Kinsky zum Aufruf.

Auch bei den zeitgenössischen Werken, die im Anschluss an die Moderne versteigert werden, muss man auf Ansichten von Kitzbühel nicht verzichten. Ganz klassisch mit Ölfarbe und Leinwand ging dabei Thomas Metlewicz 2014 vor, der interessanterweise einen Bildausschnitt wählte, der mit jenem, den Alfons Walde 1925 malte, beinahe identisch ist.

Beinahe wie das Bild einer Wärmebildkamera wirkt Getarnte Landschaft/Kitzbühel von Konrad Winter. Diesen Effekt erzielte Winter, indem er mit Autolack auf Aluminium malte.

Wie man mit wenig Mitteln einen enormen Eindruck hinterlässt, zeigt uns Hans Bischoffshausen in seinem strahlend weißen Werk Komprimierter Raum von 1970, das mit seiner erstaunlichen Plastizität im Gedächtnis bleibt.

Von Markus Prachensky, einem der bedeutendsten Vertreter des Informel in Österreich, kommen drei Werke in der Auktion zum Aufruf, die der Künstler nach mehreren Aufenthalten in Italien mit Acrylfarbe auf Leinwand bannte. Zwischen 1982 und 1985 war Etrurien sein Ziel, später folgten Aufenthalte in Umbrien.

Die 126. Auktion des Auktionshauses im Kinsky beginnt am 26. Februar um 14 Uhr mit der Kategorie Klassische Moderne. Um 17 Uhr folgen die Werke zeitgenössischer Künstler. Alle Lose der Auktion können ab dem 21. Februar in der Ausstellung besichtigt werden.



