Dieses Video sorgte bereits für viel Freude im Netz: Drei Pinguine aus dem Kansas City Zoo wurden bei ihrem Spaziergang durch die Sammlung mit Werken von Barock bis Impressionismus des Nelson-Atkins Museums gefilmt. Diese private Tour, die wohl jeder Kunstfreund gerne gemacht hätte, war eine gemeinsame Idee der Direktoren des Museums und des Zoos mit dem eigentlichen Ziel zu beobachten, wie die Tiere auf eine so unbekannte Umgebung reagieren würden.

Aufgrund der Pandemie ist nicht nur das Nelson-Atkins Museum, sondern auch der Kansas City Zoo zur Zeit für Besucher geschlossen. Eine gute Gelegenheit, einige Zoobewohner von der Südhalbkugel von einem Ausflug ins Freie profitieren zu lassen, dachte sich Zoodirektor Randy Wisthoff. Die Glücklichen, die die Meisterwerke der Kunstgeschichte nun bewundern durften, heißen Bubbles (5), Maggie (7) und Berkley (8), drei Humboldt-Pinguine, deren Heimat die Küstenregionen Chiles und Perus sind. Wie sich herausstellte, zogen die possierlichen Tiere die Werke des Barocks jenen des Impressionismus vor. "Sie schienen Caravaggio besser zu reagieren als auf Monet", bemerkte Museumsdirektor Julián Zugazagoitia mit einem Augenzwinkern.
Lesen Sie auch: Trump, Lump & Co: Künstler und ihre Haustiere
Wie er gegenüber dem Time Magazine sagte, hatte Zugazagoitia eher damit gerechnet, dass Pinguine stärker auf die Werke von Claude Monet reagieren würden, die "beruhigende" Gewässer beinhalten. Doch hatten die drei Besucher die barocken Meister, einschließlich Caravaggio bevorzugt. "Ich weiß nicht, was sie fühlen, was sie einander sagen könnten", scherzte Zugazagoitia weiter. "Sie halten an, schauen sich um und wundern sich."

Vor dem tierischen Besuch hatten das Museum und der Zoo darauf geachtet, dass währenddessen keinerlei Gefahr für die Tiere oder die Kunstwerke bestehen würde. Trotz einiger Bedenken meinte Julián Zugazagoitia, dass dieser kleine Ausflug in einer schwierigen Zeit das eine oder andere Lächeln hervorgerufen habe.
Lesen Sie auch: Menschen im Tiermuseum-Fieber

"Es hat uns wirklich Freude gemacht, und ich denke, es bringt Menschen zusammen, wenn die Liebe und das Einfühlungsvermögen, das wir für Tiere haben, mit unserer Liebe zur Kunst einhergehen."
Das Video wurde am 14. Mai, kurz vor der Wiedereröffnung des Zoos, veröffentlicht und erhielt bereits hunderttausende Klicks in den sozialen Medien. Sie haben es noch nicht gesehen? Dann haben Sie hier nun die Gelegenheit dazu.




