Da hat sich das Warten gelohnt: Nach jahrzehntelangen Rechtsstreitigkeiten um das Erbe des bedeutenden Bauhaus-Künstlers Oskar Schlemmer konnte das Kölner Auktionshaus Lempertz am Abend des 30. Mai einige Werke aus dessen Nachlass aufrufen.

Star des Evening Sale mit moderner und zeitgenössischer Kunst war Schlemmers Komposition auf Rosa (Rekonstruktion) von 1916/1930, das mit einem Schätzpreis von 1,2-1,5 Millionen Euro zum Aufruf kam und für 1.362.000 Euro (inkl. Aufgeld) versteigert werden konnte. Dies war der höchste Preis, der bislang auf dem deutschen Auktionsmarkt für ein Werk Oskar Schlemmers erzielt werden konnte. Der allgemeine Auktionsrekord des Künstlers stammt aus dem Jahr 2019 und liegt bei 2,97 Millionen Euro, aufgestellt bei Sotheby’s in London mit Tischgesellschaft von 1920.
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Weitere Highlights der Auktion waren Marc Chagalls L’Oiseau bleu (1952), das für 453.600 Euro (inkl. Aufgeld) an einen Privatsammler ging, sowie Max Ernsts Bronze Mon ami Pierrot (1974), um die sich zahlreiche Bieter bemühten, sodass der Schätzpreis von 50.000-70.000 Euro auf großartige 327.600 Euro (inkl.Aufgeld) gesteigert werden konnte.
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Seinen Schätzpreis mehr als verdoppeln konnte eine titellose Arbeit von Sigmar Polke aus dem Jahr 1986, die die geschätzten 70.000-90.000 Euro auf 189.000 Euro (inkl. Aufgeld) erhöhte. Als begehrt erwies sich auch Günther Ueckers kinetische Sandmühle, die 126.000 Euro (inkl. Aufgeld) erzielte. Für eine große Überraschung sorgte schließlich Linien Nr. 22 (1982) des tschechischen Pioniers für computergestützte Kunst, Zdeněk Sýkora, für das ein Bieter aus der Heimat des Künstlers 604.800 Euro (inkl. Aufgeld) zahlte, was deutlich über den geschätzten 180.000-230.000 Euro lag.
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