Inmitten des schönen Altmühltals gelegen, bietet Schloss Greding am 25. September die perfekte Kulisse für die Versteigerung von 246 kunst- und militärhistorischen Schätzen aus Schlössern und Burgen.

Präsentiert wird die Auktion vom Münchner Auktionshaus Hermann Historica und dem im Schloss ansässigen Kunsthandelsunternehmen Ehrl Fine Art & Antiques. Die angebotenen kunst- und militärhistorischen Schätze datieren in die Antike, das Mittelalter, die frühe Neuzeit und das 20. Jahrhundert.

Zu den antiken Highlights zählt zweifelsohne ein Paar frühhellenistischer Goldarmbänder aus dem 4.-3. Jahrhundert vor Christus. Die äußerst feine Ausführung mit hochdekorativem Dekor und Medusenhäuptern deutet auf einen höfischen Kontext hin. 75.000 Euro muss einem Sammler dieses wunderbare Beispiel archaischer Goldschmiedekunst wert sein.

Für mehr als das Doppelte, nämlich 180.000 Euro, kommt mit einem außergewöhnlich großen Bronze-Adler ein weiteres Los aus der klassischen Antike zum Aufruf. Neben seiner Größe besticht das Stück vor allem durch die naturalistische und feine Ausarbeitung des Gefieders.

Einen Sprung ins Mittelalter vollziehen wir nun mit einem Löwen-Aquamanile, der im 14. Jahrhundert in Niedersachsen angefertigt wurde. Aquamanilen stammen aus dem Orient und fanden im Mittelalter ihren Weg nach Europa, wo sie in liturgischem Kontext sowie bei höfischen Festmahlen zur Handwaschung dienten. Das vorliegende Exemplar wird für 45.000 Euro aufgerufen.

Die Erfindung des Buchdrucks gilt als eines jener Ereignisse, die aus dem Mittelalter in die Neuzeit führten. Zu den frühen Werken dieser neuen Kunst zählten zahlreiche illustrierte Weltchroniken, von denen Das Buch der Chroniken des Nürnberger Historikers Hartmann Schedel die prachtvollste ist. In der Auktion kommt eine deutsche Erstauflage von 1493 für 35.000 Euro zum Aufruf.

Das 15. Jahrhundert führt uns auch zu den militärhistorischen Schätzen des Katalogs. Hervorzuheben ist hier besonders ein gotischer Feldharnisch, der teilweise in Innsbruck, vermutlich von Jörg Treytz aus der dort ansässigen Plattnerfamilie Treytz, angefertigt wurde. Das anspruchsvoll verarbeitete Stück wird für 60.000 Euro angeboten.

Eine außergewöhnlich schöne Schutzwaffe liegt mit einem goldtauschierten Mailänder Parade-Schild von 1560/70 vor. Für den mit antikisierenden Kriegern verzierten Schild sind mindestens 30.000 Euro gefordert.

Die Highlights aus der Kategorie "Sakrale Kunst" stammen aus dem 17. Jahrhundert. Zunächst sei dabei auf einen gotischen Altar aus Südtirol hingewiesen, der um 1600 aus Holz geschnitzt und polychrom gefasst wurde und Elemente der Frührenaissance aufweist. Der Altar, in dessen Zentrum sich eine Mondsichelmadonna mit segnendem Christusknaben befindet, wird für 35.000 Euro aufgerufen.

Am Vorabend ihrer künstlerischen Blütezeit in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde in der Florentiner Giambologna-Werkstatt ein Kruzifix ausgeführt, von dem nur noch der in der Auktion vorliegende vergoldete Christus-Korpus erhalten ist. Sammler müssen in das ausdrucksstarke Kunstwerk mindestens 30.000 Euro investieren.

Mit seinen 241 x 161 cm ist flämisches Altargemälde wahrlich monumental. Ebenso ist es sein Preis, der mindestens 120.000 Euro beträgt. Ein Monogramm auf dem durch Engel ergänzten sakralen Stillleben weist auf den Antwerpener Meister Guiliam Gabron (1619-1678) hin.

Mit 110.000 Euro beinahe genauso hoch taxiert wurde dieses Mikromosaik des in Rom ansässigen Künstlers Gioacchino Rinaldi. Das um 1810 entstandene Mosaik zeigt den antiken Rundtempel der Vesta. Mikromosaike mit den berühmtesten Bauwerken des antiken Rom waren im 18. und 19. Jahrhundert ein beliebtes Mitbringsel von Italienreisenden.

Aus dem 19. Jahrhundert, genauer gesagt aus dem Jahr 1845, stammt dieses hochbedeutende Paar Luxus-Perkussionspistolen aus dem Pariser Haus Devisme. Waffen der Werkstatt wurden auf den Weltausstellungen präsentiert und ausgezeichnet. Vermutlich wurde auch das vorliegende Paar für Ausstellungszwecke angefertigt. Sein Aufrufpreis beträgt 80.000 Euro.

Mit einem Hinweis auf die vielen qualitätsvollen Elfenbeinarbeiten aus dem 19. Jahrhundert, die in der Auktion zum Aufruf kommen werden, möchten wir diesen Vorbericht nun beenden. Hervorzuheben ist dabei vor allem eine große ovale Schauplatte von ca. 1860, die schauseitig Figuren der griechischen Mythologie zieren. Der Aufrufpreis für das prunkvolle Stück beträgt 28.000 Euro.
Die Auktion "Aus Burgen und Schlössern - Ausgesuchte Kunst und Kunsthandwerk von der Antike bis ins 20. Jhdt." findet am 25. September um 16.00 Uhr in den Räumen des Kunsthandels Ehrl auf Schloss Greding statt. Die Möglichkeit einer Vorbesichtigung ist dort vom 19.-24. September gegeben.
Entdecken Sie alle Lose des Katalogs gleich hier bei Barnebys!



