Ein verloren geglaubtes Stück Filmgeschichte kommt unter den Hammer. Wenn wir das bisherige Jahr 2023 in Hinblick auf Memorabilia aus dem Entertainment-Sektor zusammenfassen, hat dieses Objekt definitiv das Potenzial, die Nummer 1 zu werden. Am 28. Juni wird Prop Store in Los Angeles das ikonische weiße Galakleid versteigern, das Carrie Fisher 1977 als Prinzessin Leia im Star Wars-Film Episode IV – Eine neue Hoffnung getragen hatte.
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Der Beginn des 20. Jahrhunderts war auch der Beginn der Filmindustrie. Mit zunehmendem Interesse des Publikums wuchsen auch die verwendeten Geldmittel, wodurch die Produktionen immer beeindruckender wurden. Zunächst waren es lediglich Autogramme, Flugblätter und Filmplakate, die Sammler interessierten. Doch heute sieht die Szene ganz anders aus. Sammlern dürstet es nach Objekten, die sie zuvor auf der Leinwand gesehen haben, was bereits zu mehr als einer Auktion im Millionen-Dollar-Bereich geführt hat.
Prinzessin Leias ikonisches Kleid
Mit Niederlassungen in London und Los Angeles konnte sich Prop Store als eine der besten Quellen für Filmmemorabilia etablieren, angeführt von Gründer Stephen Lane, einem Veteran innerhalb der Branche. So wie alle anderen, hielt auch er das Kleid von Prinzessin Leia für verloren. „Sammler haben beinahe 40 Jahre danach gesucht und jeder von ihnen kam zu dem Ergebnis, dass es wohl nicht mehr existiert. Keiner konnte irgendwelche Prinzessin Leia-Kostüme finden“, sagt Stephen. „Doch dann traf ich dieses ehemalige Mitglied der Filmcrew und an der Rückseite einer Tür in seines Büros hing dieser verschlissene alte Plastiksack – und zusammengeknüllt am Boden dieses Beutels befand sich das Kleid. Es war in wirklich schlechten Zustand, doch anhand des Gürtels sofort erkennbar. Als ich zum ersten Mal von diesem Kleid hörte, konnte ich es einfach nicht glauben. Seit 30 Jahren bin ich in der Sammlerszene und dies ist, denke ich, einer der aufregendsten Momente meiner Karriere.“
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Gefertigt aus einem hauchzarten cremeweißen Seidenstoff, ist das Kleid praktisch zu einem Star Wars-Synonym geworden und zählt zu den berühmtesten Filmkostümen aller Zeiten. Anhand von Fotos aus dem Film wurde das Kleid abgeglichen und es besteht kein Zweifel an seiner Authentizität. Den Schätzpreis dafür hat Prop Store auf 2 Millionen US-Dollar festgelegt. Sollte das Kleid tatsächlich für diese Summe verkauft werden, würde der Gesamtpreis inklusive Aufgeld bei 2,5 Millionen US-Dollar liegen. Doch im Grunde wird mit einem noch viel höheren Preis gerechnet.
Ergebnisse für Star Wars-Objekte
Im Laufe der Jahre hat Prop Store viele beeindruckende Star Wars-Objekte verkauft, darunter ein Leinwand-Modell des „Red Leader“-X-Wing-Starfighters, das in Episode IV – Eine neue Hoffnung zum Einsatz kam, für 2,375 Millionen US-Dollar. Aus dem selben Film stammten auch die Helme der TIE-Fighter-Piloten, die für jeweils 200.000 US-Dollar versteigert wurden. Das bislang teuerste Star Wars-Objekt wurde jedoch bei Profiles in History (jetzt ein Teil von Heritage Auctions) verkauft. Dabei handelte es sich um einen vollständigen R2 D2, für den ein Bieter bereit war 2,76 Millionen US-Dollar zu zahlen. Auch verkaufte das Auktionshaus einen im Film getragenen Darth Vader-Helm mit Maske für 1,1 Millionen US-Dollar.
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Die teuersten Filmmemorabilia der Auktionsgeschichte
Wie bei allen Dingen basiert auch der Wert hier auf zwei Faktoren: Angebot und Nachfrage. Was High-End-Filmmemorabilia betrifft, so ist das Angebot eher gering und die Nachfrage hoch. Schaut man sich die bislang am teuersten verkauften Filmmemorabilia an, wundert es nicht, dass es sich dabei um ikonische Requisiten aus Klassikern handelt, darunter Aragons Schwert aus Der Herr der Ringe, das für 437.000 US-Dollar verkauft wurde, oder das Löwenkostüm und Judy Garlands rote Schuhe aus Der Zauberer von Oz, die für 3,07 Millionen US-Dollar bzw. 660.000 US-Dollar den Besitzer wechselten. Sams Klavier aus Casablanca brachte 3,4 Millionen US-Dollar ein, der Malteser Falke aus Die Spur des Falken 4,1 Millionen US-Dollar, Robby, der Roboter aus den 50er Jahre-Klassikern Alarm im Weltall und SOS Raumschiff, 5,37 Millionen US-Dollar und James Bonds Aston Martin DB5 aus Goldfinger die Rekordsumme von 6,385 Millionen US-Dollar.
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Prinzessin Leias Galakleid aus Star Wars Episode IV – Eine neue Hoffnung wird sich mit Sicherheit in die Top-Liste der für eine Millionensumme verkauften Filmkostüme einreihen. Interessanterweise sind die beiden anderen Kleider, die im siebenstelligen Bereich verkauft wurden, ebenfalls weiß. 2011 wurde Audrey Hepburns „Ascot-Kleid“ aus My Fair Lady für beeindruckende 3,7 Millionen US-Dollar versteigert.
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Im selben Jahr kam auch Marilyn Monroes „U-Bahn-Kleid“ aus Das verflixte 7. Jahr unter den Hammer und erzielte 4,6 Millionen US-Dollar inklusive Aufgeld. Wird Prinzessin Lenas Kleid diese erstaunlichen Summen noch übertrumpfen können? Unmöglich ist es ganz gewiss nicht.
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