Am 19. und 20. Mai präsentiert die Uppsala Auktionskammare eine zweitägige Auktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst von internationaler Qualität. Entdecken Sie einen spannenden Katalog mit zeitlosem Design und vielfältigen Kunstwerken.
Phänomenal ist das Angebot mit Werken internationaler Künstler wie Pablo Picasso, Fernand Léger, Tadeusz Kantor und Erró – um nur einige zu nennen. Unter den schwedischen Künstlern sind Stars wie Sigrid Hjertén, Erik Olson, Leander Engström, Olle Olsson Hagalund und Eric Grate hervorzuheben.

Nachdem er die zweite Hälfte der 1920er Jahre in Frankreich verbracht hatte, wo er bei André Lhote studierte, kehrte Torsten Jovinge nach Stockholm zurück. Zusammen mit seiner Frau Stella Falkner, die ebenfalls Künstlerin war, bezog Jovinge eine Wohnung in der Lorensbergsgatan 1 im Stadtteil Södermalm, wo die Nachbarschaft zu seiner größten Inspirationsquelle wurde.
Seine große Leidenschaft war die Architektur, sodass sich Torsten Jovinge zu einem herausragenden Vertreter der Architekturmalerei entwickelte.

Kvarteret Marmorn ("Marmorne Nachbarschaft") entführt uns mit seinen puristischen Formen und Farben ins Jahr 1933, als eines der bedeutendsten Wohngebiete des Funktionalismus in Stockholm entstand. Als Jovinge in jenem Jahr seine puristischen Gemälde erstmals ausstellte, war Kvarteret Marmorn eines davon, das in der Stockholmer Kunstgalerie Josefsson gezeigt wurde.
Drei Jahre nach seiner ersten Ausstellung, wurde Jovinge tot in seinem Hotelzimmer in Spanien aufgefunden. Er war Opfer eines Massakers während des Spanischen Bürgerkriegs geworden. In Spanien lautete die offizielle Todesursache jedoch Selbstmord. Die wenigen Kunstwerke, die Jovinge hinterließ, befinden sich in öffentlichen Sammlungen. Vor allem seine Stockholmer Ansichten aus den frühen 1930er Jahren sind nur selten auf dem Auktionsmarkt anzutreffen.

Ola Billgren feierte seinen Durchbruch in den 1960er Jahren mit urbaner und neo-realistischer Malerei. Einige Jahre später begann er, Personen seinen Leinwandarbeiten hinzuzufügen. Ein Beispiel dafür liegt mit diesem Porträt aus dem Jahr 1976 in der Auktion vor. Das Selbstporträt des Künstlers entstand zu einer Zeit, als Massenmedien sowie ein fotografischer oder kinematografischer Ausdruck von hoher Bedeutung war. Billgren und seine Zeitgenossen mussten sich mit einem veränderten und komplizierterem Bild der Realität auseinandersetzen.
Der Künstler erhielt in seiner Heimat für seine fotorealistischen Arbeiten viel Aufmerksamkeit und repräsentierte Schweden in zahlreichen Ausstellungen, wie die Jugendbiennale in Paris von 1967 oder die Biennale von Venedig im Jahr 1976.

Als Chagall Les Campanules malte, lebte er mit seiner zweite Ehefrau Valentina "Vava" Brodsky im südfranzösischen Vence. Es war die französische Landschaft, die Chagall dazu brachte, sich in die Natur und vor allem in die Blumen zu verlieben.
In Chagalls Spätwerk, gehörten Blumenstillleben zu seinen häufigsten Motiven, auch wenn er die Blume an sich schon früher für sich entdeckt hatte. Als sie zum ersten Mal in seinen Gemälden auftauchten, symbolisierten Blumen, genauso wie das Motiv des verliebten Paares, die Liebe zwischen Chagall und seiner ersten Frau Bella. Auch nach 1944, dem Jahr von Bellas Tod, tauchte das Paar immer wieder in Chagalls Werken auf, so auch in Les Campanules, wo es in inniger Umarmung dargestellt ist, während die violetten, roten, grünen und blauen Blumen als Tribut an die Liebe und das Leben betrachtet werden können.

Als Grundlage für seine Werke dienen dem amerikanische Künstler Donald Baechler von ihm gesammelte Bilder, Fotos und Alltagsgegenstände, die er zu Collagen verarbeitet, die Baechlers stärkste Arbeiten darstellen. Die verschiedenen Ebenen von Bildern, Zeichnungen und Drucken ergeben dabei eine Einheit. Mit großem technischen Können kombiniert Baechler die Elemente, die alles sein können, von Bäumen und Glaskegeln bis hin zu charakteristischen Figuren und Blumen (insbesondere Rosen), zu wiederkehrenden Motiven.
Seit den 1980er Jahren lebt Baechler in New York, wo er sich mit Tony Shafrazi anfreundete, der 1979 eine wegweisende Galerie gegründet hatte, in der wegweisende von der Graffiti-Szene inspirierte Künstler wie Keith Haring und Jean-Michel Basquiat zusammenkamen. Baechler selbst ist Teil der neo-expressionistischen Pop Art-Bewegung New Yorks an.

Die Designofferte der Auktion umfasst Werke von Schöpfern wie Paavo Tynell, Jonas Bohlin, Barbro Nilsson und Josef Frank. Hervorzuheben sind auch die Åbo-Serie von Axel Einar Hjorth und der klassische Liggstolen von Bruno Mathsson.

Wiwen Nilsson ist vor allem für seine Silberobjekte in charakteristischen geometrischen, eleganten und strengen Formen bekannt. Als Designer trat Nilsson erstmals 1923 bei der Göteborg-Ausstellung in Erscheinung, wo ein von ihm entworfenes Kaffeeservice gezeigt wurde. Seinen großen Durchbruch hatte er jedoch erst sieben Jahre später, als Arbeiten von ihm auf der Stockholm-Ausstellung präsentiert wurden. Neben Kerzenhaltern entwarf Nilsson auch viele andere Objekte, wie Vasen, Teller oder auch Schmuck.

Wilhelm Kåge begann seine Karriere als Illustrator und Grafiker. Mitte der 1910er Jahre wurde er für seine farbenfrohen Plakate zu Ausstellungen und Theateraufführungen bekannt. Der schwedische Handwerksverband wurde auf Kåges Kunst aufmerksam und stellte den Kontakt zur Porzellanfabrik von Gustavsberg her. Ab 1917 arbeitete Kåge dortt, wo er Kunstobjekte, hauptsächlich Geschirr und Gebrauchsgegenstände, künstlerisch gestaltete. Später wurde er künstlerischer Leiter entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Keramiker Schwedens. Kåge blieb bis 1949 künstlerischer Leiter der Fabrik und lebte bis zu seinem Tod im Jahr 1960 in Gustavsberg. Zu Wilhelm Kåges exklusivsten Arbeiten gehört die Steingutserie Farsta, die 1930 auf der Stockholmer Ausstellung vorgestellt wurde.

Gemeinsam mit Estrid Ericson gründete Nils Fougstedt 1924 in Stockholm eine Werkstatt für Zinnobjekte, aus der sich die Firma Svenskt Tenn entwickeln sollte. Für dieses Unternehmen schuf Fougstedt einige bezaubernde Zinnobjekte. Um eine außergewöhnliche Arbeit handelt es sich bei diesem Tisch mit Zinnplatte, in die weibliche Figuren graviert wurden. Die Beine aus gebeizter Birke und Edelholzfurnier zieren florale Intarsien.
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