Bleiben Sie über die Antiquitätenwelt auf dem Laufenden

Mit der Anmeldung stimmen Sie der Datenschutzrichtlinie zu. Jederzeit abmelden.

Barnebys

Barnebys HQ

Brahegatan 10
BOX 5038
114 37 Stockholm

Firma

  • Über uns
  • Barnebys beitreten
  • Unsere Partner
  • Presse
  • Karriere

Entdecken Sie mehr

  • Barnepedia
  • Tipps
  • Auktionshäuser / Händler / Galerien

Hilfe

  • FAQ
  • Nutzungsbedingungen
  • Datenschutz und Cookie-Richtlinie
  • Kontakt
  • Barnebys Group AB
  • Barnebys.se
  • Barnebys.com
  • Barnebys.co.uk
  • Barnebys.de
  • Barnebys.fr
  • Barnebys.es
  • Barnebys.it
  • Barnebys.hk
  • Alle Auktionsobjekte
  • Kategorien
  • Auktionsergebnisse
  • Magazin
  • Antike Kunst
  • Kunst und Drucke
  • Asiatische Kunst
  • Bücher, Karten, Handschriften
  • Teppiche & Textilien
  • Münzen & Banknoten
  • Zeitgenössische Kunst
  • Etnografica
  • Fashion & Vintage
  • Volkskunst
  • Möbel, Design und Spiegel
  • Glas
  • Schmuck und Edelsteine
  • Beleuchtung
  • Medaillen, Arms & Armour
  • Sonstige
  • Musik & Musikinstrumente
  • Nautica, Technica & Optik
  • Fotografien
  • Porzellan & Keramik
  • Ansichtskarten & Briefmarken
  • Skulpturen
  • Silber & Gold
  • Sport & Freizeit
  • Zinn & Metalle
  • Spielzeug & Sammlerobjekte
  • Fahrzeuge
  • Uhren
  • Wine & Spirits
  • Kunstwerke
  • Alle Auktionsobjekte
  • Auktionsergebnisse
  • Magazin
  • Bewertung anfordern
  • Auktionssystem

Barnebys Magazin

NeuesteEmpfehlungen der RedaktionThemen
Magazin/Musik/Das Grammophon: Vom revolutionären Musikerlebnis zum Sammlerstück

Das Grammophon: Vom revolutionären Musikerlebnis zum Sammlerstück

Tauchen Sie ein in die Geschichte des Grammophons, einem bei Sammlern beliebten Abspielgerät, das uns in die Zeit zurückversetzt, in der Musik noch ein Privileg war.

27. Januar 2021Laurianne Simonin
"His Master’s Voice" Plattenlabel, September 1928 | Foto via Wikipedia (Detail)

"His Master’s Voice" Plattenlabel, September 1928 | Foto via Wikipedia (Detail)

Das Grammophon war eines der ersten Geräte, die es ermöglichten, Musik mechanisch auf metallenen "phonographischen" Scheiben abspielen zu können. Seinen Ursprung hatte es in dem Walzenphonographen, den Thomas Edison 1877 entworfen hatte.

Es war der amerikanische Ingenieur deutscher Herkunft Emil Berliner, der 1887 das Patent für ein Verfahren einreichte, bei dem die Edison-Gravur in variabler Tiefe auf einem Zylinder durch eine Gravur mit variabler Breite ersetzt wurde. Das Gerät, das er Grammophon nannte (vermutlich eine ungefähre Umkehrung des Wortes Phonograph), wird dadurch von einem System von Scheiben begleitet, die industriell einfacher herzustellen und praktischer zu lagern sind.

Der deutsch-amerikanische Ingenieur Emil Berliner (1851-1929) mit einem der ersten Phonographen, die er ab 1910 erfand, Library of Congress | Foto: CCØ

Der Name war ursprünglich eine eingetragene Marke, wurde jedoch durch „Phonograph“ ersetzt, ein Begriff, der sich auf alle Musikzylindergeräte der Zeit bezieht.

Das Grammophon, das den Phonographen um 1900 ersetzte, wurde später wiederum durch Plattenspieler und Tonbandgeräte abgelöst. Das Aufnahmemedium des Grammophons ermöglicht die Wiedergabe von Schallplatten, die sich zunächst mit 90 Umdrehungen pro Minute drehten. Der Rotationsmechanismus des Apparats war komplett mechanisch. Die Tonwiedergabe wurde von einer Kurbel angetrieben, die die Hauptfeder in nur wenigen Umdrehungen spannen sollte – ein Vorgang, der zuvor mit einem Schlüssel ausgeführt worden war.

Grammophon mit Handkurbel in einem mit Porzellanbildern verzierten Gehäuse aus gebeiztem Buchenholz von ca. 1920. Verkauft 2018 bei Christie's für 5.396 Euro | Foto: © Christie's

Die ersten Grammophone, wie das Victor V, verfügten über ein dekoratives Blechhorn für die akustische Verstärkung. Kurz darauf, in den 1910er Jahren, tauchten "Phono-Koffer" auf. Die Abspielgeräte veränderten ihr Aussehen dadurch vollständig, da sie für einen einfachen Transport in einem kleinen Koffer verstaut werden konnten. Sie kamen während des Ersten Weltkriegs häufig zum Einsatz, um die Frontsoldaten abzulenken, was ihnen den Namen "Grammophon der Schützengräben" einbrachte.

Die akustische Verstärkung der Phono-Koffer wurde durch einen konischen Hohlraum im Inneren des Gehäuses ermöglicht, dessen Öffnung sich zwischen Oberseite und Abdeckung befand.

Tragbares Innophon-Grammophon und Picknick-Set. Zusammen 2015 bei Bonhams verkauft für 696 Euro | Foto: © Bonhams

Das "Picknick-Grammophon" verbreitete sich Mitte der 1920er Jahre durch den Aufstieg der Automobil- und der Freizeitbranche. Es umfasste sowohl ein Fach zur Aufbewahrung mehrerer Platten sowie ein kleines Behältnis für Ersatznadeln.

Grammophon-kompatible Scheiben weisen eine seitliche Ätzung auf der Oberfläche auf, keine tiefe Ätzung wie bei ihrem Vorfahren, dem Zylinder. Sie werden mit einer Nadel gelesen, was eine wichtige Neuerung in der Geschichte der mechanischen Musikgeräte darstellte.

Grammophon von His Master's Voice, Modell 461 oder 460, 1920er Jahre. 2017 bei Formstad Auktioner für 1.155 Euro verkauft | Foto: © Formstad Auktioner

Das mit dem Grammophon am häufigsten assoziierte Bild ist zweifellos das des Hundes Nipper, das Logo der Plattenfirma und der Marke His Master's Voice. Während er das Grammophon entwickelte, besaß Emil Berliner bereits die „Gramophone Company“, die alte Metallrollen herstellte und deren Logo einen kleinen Engel mit einem Federkiel enthielt. Berliner wünschte sich ein noch auffälligeres Bild für seine Erfindung und bat seinen Malerfreund Francis Barraud, ein Gemälde zu schaffen, das "Reinheit und akustische Wahrheit" darstellt.

Barraud, ein britischer Künstler, hat sich sicherlich nicht vorstellen können, dass er damit sein berühmtestes Kunstwerk und das bekannteste Logo der Musikindustrie schuf: einen Foxterrier namens Nipper. Der Hund, der während Barrauds Studien in dessen Atelier anwesend war, war ein großer Grammophon-Fan und erfreute sich an den bizarren Tönen, die daraus erschallten. Der Künstler überlegte sich, dass Nipper wohl deshalb auf die Töne reagierte, da sie ihn an "die Stimme seines Herrchens" ("the Voice of his Master") erinnerte.

Francis Barraud an der Staffelei, 1898 | Foto via Wikipedia

Von da an war das Schicksal der Marke besiegelt. Das Logo mit Nipper wurde auf alle Grammophon-Platten gedruckt, zusammen mit der berühmten Phrase "His Master's Voice". Auch heute noch kursieren unterschiedliche Angaben darüber, wessen Hund Nipper denn nun wirklich war. Einige meinen, dass er dem Künstler selbst gehörte, andere sind der Ansicht, dass Nippers Herrchen der Bruder des Künstlers, Schauspieler Marc Henri Barraud, war.

Auf dem Auktionsmarkt erzielen die frühesten Grammophone zehntausende Euro. Ein Beispiel dafür ist ein Modell, das Kämmer & Reinhardt um 1890 auf den Markt brachte, und das 2016 bei der Henry's Auktionshaus AG für 25.000 Euro versteigert wurde. Modell von EMG, HMV (His Master's Voice) und Edisons Picturegram-Grammophone Bell (eines der frühesten audiovisuellen Geräte, das kleine Platten für Kinder abspielte, während es zeitgleich eine Rolle mit Bildern abspulte) erzielen sogar noch weit höhere fünfstellige Beträge.

Manuelles Kämmer & Reinhardt-Grammophon, Deutschland, ca. 1890. Verkauft 2018 bei Henry's Auktionshaus für 25.000 Euro | Foto: © Henry's Auktionshaus AG

Reproduktionen sind an ihrer standardisierten geometrischen Form erkennbar und bestehen meist aus preiswerten Materialien, wie lackiertem hellen Holz. Exemplare, die jedoch über ein gelungenes antikes Aussehen und einen guten Klang verfügen, sind für Neulinge in der Grammophon-Sammlerszene jedoch nur schwer als Reproduktionen zu identifizieren. Richtige Fallen sind hier Flohmärkte und Online-Marktplätze. Die bessere, weil sichere Wahl sind Auktionshäuser, die ihre Grammophone von Experten authentifizieren lassen und zu Preisen anbieten, die den jeweiligen Erhaltungszustand, das Alter und die Marke widerspiegeln.

Tragbares Grammophon, Deccaphone "Grippa" im Eichenholzkoffer. Verkauft 2007 bei Bonhams für 219 Euro | Foto: © Bonhams

Während der Plattenspieler in den letzten Jahren einen neuen Boom erlebt hat und in modernen Versionen neu aufgelegt wurde, ist das Grammophon ein echtes Sammlerstück, das seine vielen Fans mit seiner Ästhetik, seines Klangs und seiner bemerkenswerten Geschichte anspricht.

Besitzen Sie vielleicht ein Grammophon, dessen Wert Sie von einem Experten gerne ermitteln lassen würden? Dann versuchen Sie es doch online bei ValueMyStuff und Sie erhalten ihre Bewertung innerhalb von 24 oder 48 Stunden.

Weitere Artikel finden Sie im Barnebys Magazin.

grammophonmusikemil berlinerfrancis barraudhis master's voice

Abonnieren Sie den Bbys Newsletter!

Mit der Anmeldung stimmen Sie der Datenschutzrichtlinie. Jederzeit abbestellbar.

Über den Autor

Laurianne Simonin

Seit 2018 schreibt Laurianne Simonin für das französische Barnebys Magazin. Nach ihrem Kunst- und Fotografiestudium arbeitete sie in verschiedenen Kulturunternehmen, sowohl in Galerien als auch im Museumsbereich. Mit einer besonderen Vorliebe für Entdeckungen und einzigartige Objekte hat Laurianne bereits über eine breite Palette von Themen geschrieben, die von Archäologie bis Kino reichen. Ausführliche Artikel verfasst sie jedoch besonders gern über Keramik, Art déco und japanische Kunst. In ihrer jetzigen Position als Chefredakteurin behält sie die Strategie der vielsprachigen Redaktion von Barnebys im Auge.

Mehr von diesem Autor lesen
Laurianne Simonin

Verwandte Artikel entdecken

Lucian Freud (1922-2011), Sleeping by the Lion Carpet, 1995-96, Öl/Lwd., 228 x 120,6 cm. Foto mit freundlicher Genehmigung von Sotheby's (Detail)
Gemälde

Ein wegweisendes Meisterwerk von Lucian Freud bei Sotheby’s

Die Joachim-Ma-Violine von Antonio Stradivari, Cremona, Italien, 1714. Foto © Sotheby's (Detail)
Instrumente

Wird diese Stradivari 18 Millionen Dollar erzielen?

Jean-Baptiste Oudry (1686-1755), Rhinozeros, 1749, Öl/Lwd., Öl/Lwd., 306 x 453 cm, Staatliches Museum Schwerin. Foto gemeinfrei (Detail)
Kunst

Clara, ein Nashorn schreibt Kunstgeschichte

Bringen Sie Ihre Auktion zu Sammlern weltweit!