Vom 12. September 2025 bis zum 11. Januar 2026 zeigt das Kunstmuseum Bern die Ausstellung Kirchner x Kirchner in Anlehnung an die große Retrospektive im Jahr 1933, die, von Ernst Ludwig Kirchner selbst kuratiert, in der Kunsthalle Bern stattfand.
Kirchner war 1917, traumatisiert vom Ersten Weltkrieg, in die Schweiz gezogen, wo er sich in der Nähe von Davos niederließ. Die Bergwelt und die lokale Bevölkerung wurden zu seinen bevorzugten Motiven. Für die Retrospektive in der Kunsthalle Bern inszenierte Kirchner sein Werk in Gegenüberstellungen und nahm so manche Überarbeitung vor. Die Ausstellung im Kunstmuseum Bern greift diese Inszenierung auf und hat 62 bedeutende Werke zusammengetragen, die aus renommierten europäischen und amerikanischen Museen und Privatsammlungen stammen und nur selten in der Schweiz gezeigt werden.
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Ein Highlight stellt die Wiedervereinigung der beiden großformatigen Gemälde Alpsonntag. Szene am Brunnen, das aus der Sammlung des Kunstmuseum Bern stammt, und Sonntag der Bergbauern dar, die Kirchner 1923/24 als Pendants gemalt hatte, die als solche jedoch seit 1933 nicht mehr zu sehen waren.

Sonntag der Bergbauern befindet sich für gewöhnlich an einem Standort rund 750 Kilometer nordöstlich von Bern und dürfte dem einen oder anderen Zuschauer der Fernsehnachrichten bekannt sein, denn es hängt im Kabinettssaal des Bundeskanzleramts in Berlin. Mitte des Monats wurde das 170 x 400 cm messende Gemälde in einer aufwändigen Aktion, die ein professionelles Transportteam, eine stabile Verpackung und einen Kran beinhaltete, aus dem Bundeskanzleramt gehoben und auf die Reise nach Bern geschickt.

Sonntag der Bergbauern ist seit 1985 Teil der Kunstsammlung der Bundesrepublik Deutschland, hat also bereits den Umzug von Bonn nach Berlin mitgemacht. Den leeren Platz im Kabinettssaal nimmt nun vorübergehend eine Leihgabe des Kunstmuseum Bern ein: Neue Sterne der Surrealistin Meret Oppenheim.
Alle Informationen zur Ausstellung Kirchner x Kirchner finden Sie hier, weitere Neuigkeiten aus der Kunstwelt im Barnebys Magazin










