Am 25. Januar ruft das Historische Wertpapierhaus in Würzburg 842 Lose mit spannenden und hochinteressanten Dokumenten zur (Wirtschafts-)Geschichte verschiedener Epochen.

Das Top-Los der Offerte stellt die wohl umfangreichste Sammlung historischer Wertpapiere zur Daimler-Benz AG dar. Hier wird in insgesamt 176 Anleihen und Wertpapieren, darunter auch das älteste Daimler-Benz-Wertpapier, die Geschichte des Automobilkonzerns nachgezeichnet, der 1926 aus den fusionierenden Firmen von Gottlieb Daimler und Carl Benz hervorging. Eine großartige Gelegenheit! Sollte diese jedoch tatsächlich niemand ergreifen wollen, werden die Lose in Teilsammlung aufgeteilt aufgerufen.

Ein weiteres Highlight ist ein 1916 in Moskau ausgestellter Gründer-Anteilschein über 10.000 Rubel der Wolokno Handels- und Industrie-Genossenschaft. Die Genossenschaft ging während des Ersten Weltkriegs aus einem vom deutschstämmigen Textilkaufmann Ludwig Knoop gegründeten Unternehmen hervor. Ist der Name dieses äußerst erfolgreichen Geschäftsmannes heute auch weniger bekannt, ist es der seiner Ur-Ur-Ur-Großenkelin umso mehr, handelt es sich bei ihr doch um die derzeitige EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen.

Aus dem Jahr 1779 stammt eine Obligation des ältesten heute noch existierenden Bankhauses der Welt, derMonte dei Paschi. Rund dreihundert Jahre zuvor war die Bank in der toskanischen Stadt Siena gegründet worden, um Bauern günstig verzinste Kleinkredite zu geben.

Ein weiteres Stück Bankgeschichte wird mit einer Gründeraktie der Hongkong and Shanghai Banking Company (HSBC), die in den 1860er Jahren zur Unterstützung des Handels britischer Kaufleute in Fernost gegründet worden war. Die HSBC ist heute die größte Bank Europas und auf Platz 7 der diesbezüglichen Weltrangliste.

Um ein möglicherweise einzigartige Exemplar handelt es sich bei einem weiteren Highlight der Auktion: Das Muster einer Partialobligation des Bauanlehens über 500 Gulden süddeutscher Währung des Germanischen Museums in Nürnberg. Dem Formular beigefügt sind eine Festschrift zum 50-jährigen Jubiläum des Museums von 1902 sowie weitere Dokumente aus der Frühzeit der Institution.

Aus dem Jahr 1797 stammt ein Zubußschein des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergwerks in Weimar. Eigenhändig unterzeichnet hat diesen Dichterfürst Johann Wolfgang von Goethe. Warum? Goethe war 1775 in die Hauptstadt des kleinen Herzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach berufen worden, um den im Entstehen begriffenen "Musenhof" der Herzogin-Mutter Anna Amalia zu bereichern. Zur finanziellen Absicherung erhielt er die Stelle eines Geheimrats und war als dieser auch für den Ilmenauer Bergbau verantwortlich.

Auch das letzte Highlight, das wir Ihnen an dieser Stelle präsentiert möchten, trägt die Unterschrift eines berühmten Mannes, der rund 100 Jahre nach Goethes Dahinscheiden das Licht der Welt erblickte: Fidel Castro. Der maschinenschriftlich verfasste Erlass über die Enteignung des gestürzten Diktators Fulgencio Batista und dessen Anhängern durch die von Castro angeführte Kubanische Revolution wurde am 7. Juli 1959 von diesem unterzeichnet.

Die 54. Präsenzauktion der Historisches Wertpapierhaus AG findet am 25. Januar in Würzburg statt. Beachten Sie auch die 55. Online-Auktion des Auktionshauses, bei der am 27. Januar mehr als 1000 weitere spannende Lose versteigert werden.
Entdecken Sie alle Lose der beiden Auktionen gleich hier bei Barnebys!



