Vom 28. bis 30. April lädt das Nürnberger Auktionshaus Franke Kunstinteressierte und Sammler ein, die abwechslungsreiche Offerte seiner dreitägigen Frühjahrsauktion zu entdecken und natürlich zu ersteigern. Während am ersten Auktionstag Schmuck und numismatische Schätze auf dem Programm stehen, kommen am 29. April Kategorien wie Briefmarken, Glas, Grafik, Asiatika, Spielzeug und Teppiche zum Aufruf. Abgerundet wird das Angebot am letzten Auktionstag mit Gemälden, Porzellan, Silber, Möbeln und weiteren spannenden Kategorien. Ingesamt umfasst der Katalog 3319 Lose.
Entdecken Sie nun sechs Highlights aus allen vier Himmelsrichtungen, die Eingang in die schöne Offerte gefunden haben!

Aus dem norddeutschen Raum stammt dieser imposante Schapp, der in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts aus Nussbaum und Eiche gefertigt und mit aufwendigen Schnitzarbeiten verziert wurde. Der Schapp war eine im hanseatischen Raum verbreitete Version des barocken Hallenschranks, der sich durch seine Zerlegbarkeit auszeichnete. Neben dem Hamburger Schapp, der hier vorliegt, gab es auch noch den Lübecker Schapp und den Danziger Schapp. Während diese beiden Varianten über einen geschweiften oder trapezförmigen Aufbau verfügen, schließt der Hamburger Schapp oben flach ab.

Wie der Schapp stammt auch dieser Wandspiegel aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Im Gegensatz zu dem barocken Schrank ist das schöne Stück jedoch bereits der Formensprache des frühen Rokoko verbunden, der in Frankreich in der Epoche der Régence (1715-23) aufkam. Der Spiegel mit geschnitztem und vergoldetem Rahmen stammt jedoch aus der Schweiz, genauer gesagt aus den kundigen Händen des Berner Ebenisten Mathäus Funk, wie ein beiliegendes Zertifikat bestätigt.

Ein Klassiker der Art déco-Kunst liegt mit dieser Bronzeplastik des Berliner Bildhauers und Elfenbeinschnitzers Ferdinand Preiss vor. The Red Dancer stellt eine der damals (und auch heute noch) beliebten Figuren aus der Welt der Varietés dar, die mitten in ihrer Darbietung Modell gestanden zu haben scheint. Apropos Klassiker des Art déco: Nicht unerwähnt bleiben darf in diesem Zusammenhang ein luxuriöses Platinarmband im geometrischen Look, das mit Diamanten von zusammen ca. 4 ct besetzt ist.

So wie Gallé, Daum und Lalique in Frankreich oder Tiffany in New York sorgte auch die böhmische Manufaktur Joh. Loetz Witze in der Zeit des Jugendstils und des Art décos mit ihren traumhaft schönen Glaskunstwerken für Aufsehen. Bei Franke kommt eine um 1902 geschaffene Vase aus farblosen Glas zum Aufruf, die orangefarbend verlaufend unterfangen wurde. Die auf der Gefäßschulter und dem oberen Teil des Korpus aufgebrachten irisierenden „Augen“ scheinen den Namen des Dekors, Argus, inspiriert zu haben.

Nähern wir uns nun dem Alpenraum, wo im Allgäu das weltbekannte Schloss Neuschwanstein des bayerischen Märchenkönigs Ludwig II. auf einer Anhöhe thront und jährlich bis zu 1,5 Millionen Besucher anlockt. 1987 nahm sich Andy Warhol das berühmte Motiv vor und verwandelte es in einen Kunstdruck in seinem nicht weniger berühmten Pop Art-Look. Auftraggeber war die Bayerische Rückversicherungs-Gesellschaft, die damit ihr 100-jähriges Bestehen zelebrierte.

Schließlich kommen wir ins Tiroler Hochgebirge, was auch der Titel dieses Gemäldes von Oskar Mulley ist. Mulley zählt zu den bedeutenden Gebirgsmalern der Zwischenkriegszeit, der seine Motive von seinem Wohnort Kufstein aus entdeckte. Seine Gemälde zeichnen sich durch einen charakteristischen pastosen Farbauftrag aus, der auch bei diesem frühen Werk bereits zum Einsatz kam.
Die Frühjahrsauktion 2022 des Auktionshaus Franke findet vom 28. bis 30. April in der Kalchreuther Straße 125 in Nürnberg statt. Die Versteigerung wird ohne Saalpublikum durchgeführt. Mitgeboten werden kann schriftlich, telefonisch oder live im Internet.



