An drei Tagen im September bittet das Auktionshaus Schuler zur Auktion in Zürich. Los geht es am 18. September um 9 Uhr mit der Versteigerung von Glas, Fayence und Porzellan, auf die Jugendstil, Art Déco und Design folgen. Hier kommen zwei Filet de verre-Schalen der amerikanischen Glaskünstlerin Toots Zynsky aus den 1980er Jahren zum Aufruf, die die Experimentierfreudigkeit Zynskys und ihren Gedankenaustausch mit Dale Chihuly widerspiegeln.

Weiter geht es mit Miniaturen und Objets de vertu. Gewissermaßen eine Kombination aus beidem stellen zwei um 1910 ausgeführte Anhängerikonen von Fabergé dar. Die Bilder zeigen die Gottesmutter von Kasan und Christus Pantokrator und sind in Silberrahmen gefasst. Persönliche Widmungen auf der Rückseite zeugen vom Gebrauch der beiden Kleinode als Reiseikonen.

Ein bezauberndes Stück Goldschmiedekunst ist auch eine Dose mit blütenförmigen Perlmutteinlagen des Zürcher Juweliers Meister, der Seit 1881 Schmuckträume wahr werden lässt. Die Goldfassung der changierenden Perlmutteinlagen wurden aufwändig graviert.

Beendet wird der erste Auktionstag mit Silber, Kunstahndwerk, Ikonen sowie Teppichen und Textilien. Am 19. September geht es um 9 Uhr weiter mit Asiatica. Hier ist besonders eine Sammlung chinesischer Schnupftabakfläschchen des 19./20. Jahrhunderts hervorzuheben, die ein Schweizer Privatsammler zusammengetragen hatte.

In der sich daran anschließenden Schmuckofferte begegnen wir ein weiteres Mal Juwelier Meister, aus dessen Werkstatt insgesamt 16 Lose zum Aufruf kommen. Die neuwertigen Kreationen mit Engelshautkorallen, Smaragden und anderen kostbaren Materialien stammen aus sieben Jahrzehnten.

Mit großer Freude kann das Auktionshaus im September auch seine Armband- und Taschenuhrenofferte präsentieren - mit Uhren, die eigentlich bereits im März hätten versteigert werden sollen. Ein trotz der aufwändigen Sicherheitsmaßnahmen geglückter Einbruchdiebstahl hatte dies verhindert. Die Diebe konnten jedoch samt ihrer Beute festgesetzt werden, sodass es nun doch noch zur Versteigerung der Armbanduhren kommen kann, die schöne Modelle von Patek Philippe, Lange & Söhne, Breguet, IWC, Rolex und weiteren begehrten Marken umfasst.

Am 20. September darf man sich, ebenfalls ab 9 Uhr, zunächst auf Gemälde von Schweizer und internationalen Künstlern verschiedener Epochen freuen. Weitere Highlights sind an diesem Tag in den Kategorien Vintage Design und Klassiker sowie Möbel, Spiegel, Leuchter zu finden.
Ein Klassiker ist in jedem Fall der schwenkbare Caruelle-Tisch, den Georg Albert Ulysse Caruelle in den 1930er Jahren entworfen hat und dessen Patent damals sofort von den Embru-Werken erworben wurde.

Wie der Name bereits verrät, nahm sich Mario Botta 1989 einen Roboter als Vorbild für sein Schubladenmöbel Robot 961. Ein wenig erinnert der Aufbau aber auch an das sechs Jahre zuvor veröffentlichte Spiel Jenga. Aus den Anfangszeiten des modernen Designs stammt eine Jugendstil Sitzgruppe, die Josef Hoffmann 1906 für die Wiener Werkstätte entworfen hat. Ausgeführt wurde das Ensemble von Josef Kohn, dessen Firma ein Verfahren für die Herstellung von Bugholz entwickelt hatte.

Weitere Kategorie des letzten Tages der Saalauktionen sind Weine, Whisky und Spirituosen, Waffen sowie Großuhren. Gebote können natürlich auch online abgegeben werden. Beachten Sie auch die ausschließlich online durchgeführte Blaue Auktion am 16. September, die mit einer ähnlich umfangreichen Objektvielfalt begeistert.
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