Ein weiteres Mal ohne Live-Publikum aber mit gewohnt schönen Objekten bittet das Auktionshaus Satow am 25. Juli zur Auktion. In mehr als 1000 Losen kommen Kunst, vielfältiges Kunsthandwerk, Schmuck, Uhren und Antiquitäten zum Aufruf, die wie immer durch ihre hohe Qualität bestechen.

Zu den Highlights der Auktion zählt eindeutig eine Vielzahl barocker Möbelstücke, allen voran ein Tabernakelsekretär aus furnierter Eiche, der um 1750 in Erfurt ausgeführt wurde. Sämtliche Schübe, Klappen und Türchen des beeindruckenden Möbelstücks weisen aufwändige Intarsien mit von Figuren belebte Landschaften Landschaften und Jagdszenen sowie florale Muster auf. Die Edelholzintarsien eines rund 10 Jahre älteren Aufsatzschranks aus Mainfranken stellen eine interessante Mischung aus Ornamenten, Blumen in Vasen und Soldaten dar.

Ähnliche Gegensätze wurden auch in einem weiteren barocken Tabernakel-Aufsatzschrank vereint. Hier ziert das zentrale Türchen im oberen Teil eine aufwändige Intarsie mit einer männlichen Figur, die im Stil des späten 17. Jahrhunderts gekleidet ist. Eine feminine Note wird dem Möbelstück durch florale Schnitzereien aus dunklem Holz verliehen, die in der Bekrönung durch eine Perlmutteinlage ergänzt wird. Ebenfalls zu erwähnen ist eine Barock-Kommode aus furniertem Nussholz, deren geschwungene Frontseite mit feinen Bandintarsien verziert ist.

Weitere Highlights sind zwei qualitätsvolle Kommoden aus dem 19. Jahrhundert, die den Barock- bzw. Rokokostil des 18. Jahrhunderts aufgreifen. Die Kommode im Barockstil verfügt wie das zuvor vorgestellte Stück über eine geschwungene Frontseite, weist jedoch statt Bandintarsien ein florales Dekor auf. Dem Neo-Rokoko ist eine zweischübige Kommode aus Rosenholz mit reichen Bronzeappliken zuzuordnen, deren bombierter Korpus von einer Marmorplatte bekrönt wird.

Auch in der Uhren-Offerte fallen besonders Arbeiten des 19. Jahrhunderts auf. Eine um 1830 in Frankreich ausgeführte Uhrengruppe mit Pendule und Ziervasen aus vergoldeter Bronze und Marmor ist mit ihren Volutengefäßen, dem Palmettenfries und den Löwenfiguren neben dem Zifferblatt noch ganz dem Stil des Empire verschrieben. Daran erinnert auch die vollplastische Figur eines Feldherrn mit Napoleon-Stab zu seiner Linken.
Nicht unerwähnt bleiben darf auch eine Paar Röhrken, eine norddeutsche Bezeichnung für Zunftkannen, das im späten 17. Jahrhundert vom Lübecker Meister Gerd Bothe aus Zinn für die Drechslerzunft ausgeführt wurde. Ebenfalls zum Aufruf kommt ein Röhrken der Schmiedezunft in Sternberg, das in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts vom Meister Thomas Drühl gefertigt wurde.

Bis nach Russland führt uns ein Satz silberner Esslöffel mit Niello-Dekor an Griff und Unterseite aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Passend dazu kommen auch sechs Teelöffel zum Aufruf.

Interessant ist auch die Skulpturen-Offerte der Auktion. Vom Wiener Bildhauer Carl Kauba kommt die Bronze Indianer zu Pferd zum Aufruf. Inspiriert von den Geschichten Karl Mays bereiste Kauba den amerikanischen Westen und führte zurück in Wien seine Eindrücke als Bronzeplastiken aus, die er wiederum hauptsächlich in die USA verkaufte. Um ein zeitgenössisches Unikat handelt es sich bei Der Held aus Bronze und Stahl von Claus Görtz, der die Kunst der Bildhauer autodidaktisch erlernte. Görtz hat zahlreiche Arbeiten für den öffentlichen Raum geschaffen, darunter ein Denkmal für Caspar David Friedrich in dessen Geburtsstadt Greifswald.

Natürlich sind auch Gemälde wieder Teil der Auktion und mit 265 Losen auch die umfangreichste Kategorie. Am Ende dieser Vorschau soll nun das am höchsten bewertete Los Pate für diese abwechslungsreiche Offerte stehen. Dabei handelt es sich um ein Gemäldes eines Künstlers der deutschen Schule um 1820, das die Heilige Philomena von Rom darstellt. Philomena, Tochter eines griechischen Königs, hatte ihr Leben Christus geweiht und starb im Jahr 302 den Märtyrertod in Rom. Die Heilige ist liegend und mit geschlossenen Augen mit einigen ihrer üblichen Attribute dargestellt: Lilien (Jungfräulichkeit) und einem Pfeil (bevor man sie Enthauptete, war sie vergeblich mit Pfeilen beschossen worden, die ihr nichts anhaben konnten).
Gebote für die Auktion, die am 25. Juli um 11 Uhr beginnt, können schriftlich, telefonisch oder via Internet abgegeben werden. Die Ausstellung zur Auktion kann täglich von 10-18 Uhr im Auktionshaus in der Sonnenstraße 8 in Satow besucht werden.



