Beim Klang des Namens „Ferrari“ sehen nicht nur Auto-Fans sofort rot. Tatsächlich verfügten die Rennwagen von Ferrari seit ihrer ersten Stunde über eine rote Karosserie – jedoch nicht aus freien Stücken. Auch ist der berühmte Farbton entgegen der landläufigen Meinung nicht die offizielle Farbe der Marke.
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Bevor Ferrari eine eigene Marke wurde, düste die Scuderia Ferrari als Werksteam von Alfa Romeo über die Rennstrecken. Der Internationale Automobilverband (FIA) forderte damals, das die Rennwagen nach einem Farbcode lackiert wurden, wobei jeder Farbton ein Land repräsentierte: blau für Frankreich, grün für England, silbergrau für Deutschland und rot für Italien. Die Regel der Farbcodes galt bis 1968.

Der erste von Ferrari gebaute Wagen, Auto Avio 815, erhielt seine rote Lackierung also aufgrund der herrschenden Regeln des Rennsports und nicht aufgrund des persönlichen Geschmacks seines Herstellers Enzo Ferrari, auch wenn dementsprechende Gerüchte noch immer existieren. Die Entscheidung, auch den ersten straßentauglichen Ferrari rot zu lackieren, oblag Marketingzwecken, um die Verbindung mit den Rennwagen von Ferrari zu unterstreichen.
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Nach einem Konflikt mit Alfa Romeo gründete Enzo Ferrari 1947 in Maranello, 20 km südlich von Modena, den Automobilhersteller Ferrari. Seitdem wurden dort mehr als 40 Rottöne entwickelt und aufgesprüht: Scuderia, Alfa Romeo, Roma, Bordeaux, Kirsche, Monza, Vivo usw. Das einzige Farbelement, das sich bei den Autos von Ferrari nie geändert hat, ist das Emblem des cavallino rampante, das sich aufbäumende schwarze Pferdchen auf gelbem Grund.

Wie Enzo Ferrari 1985 in einem Interview erklärte „war und blieb der cavallino schwarz. Ich habe einen kanariengelben Hintergrund hinzugefügt, weil das die Farbe von Modena ist“. Und so kann nur das schwarze Pferd als tatsächliches Symbol für Ferrari betrachtet werden, das die Rennwagen der Scuderia bereits zierte, als diese noch als Werksteam von Alfa Romeo arbeitete.
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