Am Mittwoch präsentierte die Uppsala Auktionskammare den ersten Teil ihrer internationalen Qualitätsauktion mit moderner und zeitgenössischer Kunst und Design. Im Mittelpunkt standen Wilhelm Kåges Farstagods, Märta Måås-Fjetterströms bunte Teppiche und Carl Hörviks Möbel aus der Stockholmer Ausstellung von 1930. Die großen Stars der Auktion waren jedoch Axel Einar Hjorth und sein äußerst seltener Relaxsessel Skoga. Nur vier Exemplare des Modells wurden bislang auf dem Auktionsmarkt präsentiert, inklusive jenem, das jetzt angeboten worden war. Der Stuhl war mit einem Schätzpreis in Höhe von 150.000–200.000 SEK ins Rennen gegangen, doch schnell verdreifachte sich der Preis und der Zuschlag erfolgte bei 520.000 SEK (637.000 SEK inkl. Gebühren; ca. 59.300 Euro). Dies bedeutete einen neuen Weltrekord für einen Stuhl von Axel Einar Hjorth, der damit außerdem zu einem der teuersten Stühle wurde, die jemals in Schweden versteigert wurden.
„Es gibt viele düstere Schlagzeilen über gestiegene Strompreise, unsichere Entwicklungen an den Börsen und steigende Zinsen, aber die fantastischen Ergebnisse der Auktion zeigen, dass noch immer eine enorme Kaufkraft für Kunst und Design existiert. Das anhaltende internationale Interesse an schwedischem Design aus dem 20. Jahrhundert wird ebenfalls deutlich: Ohne einen globalen Markt und die Möglichkeit für die schwedischen Auktionshäuser, Käufer auf der ganzen Welt zu finden, wäre das Preisbild zum Beispiel für die Kiefernmöbel von Axel Einar Hjorth ein ganz anderes gewesen“, kommentierte Pontus Silfverstolpe, Mitgründer von Barnebys den Verkauf.
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Die Sportkabinenmöbel, die in den letzten Jahren zu den beliebtesten Hjorth-Möbeln auf Auktionen gehörten, haben ihren Ursprung im Funktionalismus der Zwischenkriegszeit und dem Aufstieg politischer Ideale im Schweden der 1920er und 1930er Jahre, bei denen die Heimat die Grundlage des Volkes bilden sollten. Mit der Debatte um das gesetzliche Urlaubsrecht prognostizierte Nordiska Kompaniet eine steigende Nachfrage nach Möbeln für Ferienhäuser und Axel Einar Hjorth präsentierte 1929 die Serie Sandhamn. Die Nachfrage stieg tatsächlich, was dazu führte, dass Hjorth in den folgenden Jahren unter anderem mehrere Serien aus gebeizter Kiefer entwarf: Utö, Lovö und Skoga.
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Der seltene Skoga-Relaxsessel wurde auch als Gartenmöbel vermarktet, da er zusammenklappbar ist und sich somit für eine einfache Aufbewahrung während der Wintersaison eignet.
„Wie so viele Kiefernmöbel von Axel Einar Hjorth wurde auch dieses Exemplar draußen im Schärengarten gefunden. Im vergangenen Sommer entdeckte jemand einen solchen Stuhl und empfahl dem Hauseigentümer, sich an die Uppsala Auktionskammare zu wenden. Ich habe das starke Gefühl, dass dieser seine Entscheidung nicht bereut", fügte Silfverstolpe hinzu.
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Am zweiten Auktionstag wurde Kunst der schwedischen und internationalen Moderne versteigert. Zehn Werke erzielten dabei Preise von mehr als 1 Millionen Schwedische Kronen (inkl. Gebühren). Die höchste Summe, 11.625.000 SEK (ca. 1,08 Millionen Euro), wurde für Serge Poliakoffs Composition abstraite gezahlt.
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