Am 9. Oktober kam in der Auktion „Architectural & Interiors“ bei Mander Auctioneers im südostenglischen Newton neben weiteren dekorativen Objekten für Haus und Garten auch ein Paar ägyptische Sphinxe aus Stein von jeweils 110 x 35 x 68 cm zum Aufruf.
Die Einlieferer, ein ortsansässiges Ehepaar, das sich aufgrund eines bevorstehenden Umzugs von den Sphinxen hatte trennen wollen, hatte diese fünfzehn Jahre zuvor auf einer Auktion für ein paar hundert Pfund erstanden. Die darauffolgenden Jahre verbrachten die Sphinxe als Dekoration im Garten des Paares.
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Aufgrund der Einwirkungen von Wind und Wetter und einer mit Zement reparierten Bruchstelle kamen die Skulpturen, deren Alter auf zweihundert bis dreihundert Jahre geschätzt wurde, bei Mander Auctioneers mit einem Schätzpreis von 300-500 GBP zum Aufruf. Gestartet wurde bei 200 GBP.
„Und dann wurde die Auktion einfach verrückt“, wie Auktionshausbesitzer James Mander es gegenüber CNN ausdrückte. Mehrere Online- und Telefonbieter begannen, um die beiden gemeinsam angebotenen Skulpturen zu kämpfen. Das Siegergebot einer namentlich nicht genannten Galerie betrug schließlich 195.000 GBP (ca. 242.000 GBP inkl. Aufgeld).
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Tatsächlich hatten die eifrigen Bieter die beiden Sphinxe als das erkannt, was sie wirklich sind: originale Kunstwerke des Alten Ägyptens, die aus unbekannten Gründen in den letzten Jahrhunderten für Repliken des 18. oder 19. Jahrhunderts gehalten und als solche weit unter Wert immer weiter verkauft wurden.
Aber wer weiß, vielleicht sind die Sphinxe tatsächlich einst als „Gartendekoration“ geschaffen worden – wenn auch vor langer, langer Zeit im Pharaonenreich am Nil.
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