Von Elsa Schiaparelli und Salvador Dalí in den 1920er Jahren bis zu Jeff Koons, der 2014 mit H&M kollaborierte, verbindet Mode und Kunst eine lange gemeinsame Geschichte, die gleichermaßen interessant wie auch farbenfroh ist. Eine der erfolgreichsten Kollaborationen von Mode und Kunst entstand in den 1960er Jahren, als sich Yves Saint Laurent von einem Gemälde, das er besaß, inspirieren ließ. Es war ein Gemälde Piet Mondrians, einer der Gründer der niederländischen Künstlergruppe De Stijl.
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1965 schuf Saint Laurent eine Modekollektion, die auf den Werken moderner Künstler basierte, darunter Serge Poliakoff, Kasimir Malewitsch und natürlich Mondrian. Die Entwürfe variierten in ihrer Inspiration und Gestaltung, doch waren es die sechs nach Mondrian designten Cocktailkleider, die zum Aushängeschild der Kollektion werden sollten, wodurch sie den Spitznamen "Mondrian Collection" erhielt.
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Die Blöcke aus den Primärfarben und die geometrischen Linien auf den Kleidern waren nicht aufgedruckt, sondern bestanden aus eingefärbten Stoffen. Um sicherzugehen, dass die Designs richtig umgesetzt wurden, beschäftigte sich Saint Laurent eingehend mit den Kleidern. Das Gewicht der Stoffe ließ die Kleider steif und unbeweglich von den Schultern hängen, was den Eindruck verstärkte, dass jedes Kleid ein Kunstwerk war.
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Die Kleider betraten die Bühne der Modewelt zum genau richtigen Zeitpunkt, fingen sie deren leuchtende und geometrische Ideale in den 1960er Jahren doch perfekt ein und kombinierten sie mit einer schlichten Form. Der Effekt, den die Mondrian Collection auslöste, kam beinahe über Nacht. 1965 wurde eines der sechs Kleider auf dem Cover der französischen Vogue abgebildet. Anschließend schossen billigere Kopien wie Pilze aus dem Boden.

Die Bedeutung dieses Zusammenspiels und der Effekt auf die Mode der 1960er Jahre ist auch heute noch spürbar. 2011 wurde eine seltene Version aus Seide (überlicher war Wolle) im Londoner Auktionshaus Kerry Taylor für 27.000 GBP (31.752 Euro) versteigert. Kein zu hoher Preis, wenn man bedenkt, dass Yves Saint Laurent lediglich zwei Couture-Kleider mit diesem Design anfertigte, wie er Sandy Schreier, Accessoire-Designer seiner Prêt-à-Porter-Kollektion, einmal persönlich anvertraute. Das zweite dieser Seidenkleider ist Teil der Sammlung des Victoria & Albert Museum.
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