Ein Name, der fast schon zum Synonym für Eisenbahnen im Kleinformat geworden ist, ist Märklin. 1859 im schwäbischen Göppingen gegründet, war Märklin zunächst auf die Herstellung von Puppenküchen spezialisiert. Nach und nach ergänzten weitere Spielzeuge das Sortiment, 1891 wurde die erste Eisenbahn vorgestellt.

In einer umfangreichen Spielzeugauktion dürfen Erzeugnisse für der Firma Märklin natürlich nicht fehlen, und so sind sie Anfang September auch im Wormser Auktionshaus mit von der Partie.

Rund 4000 Spielzeuge versteigert das Auktionshaus vom 5.-7. September, fast 2000 von ihnen stammen aus den Hallen des Göppinger Herstellers. Ein frühes Modell ist der Sanitätswagen 1828, der mit dem Roten Kreuz gekennzeichnet ist und 1915, also inmitten des Ersten Weltkriegs zum ersten Mal ausgeführt wurde.

Viele der Märklin-Highlights der Auktion stammen aus den 1920er und 1930er Jahren, also jener Epoche, in der sich die Modelleisenbahn zum wichtigsten Produkt von Märklin mauserte.

Zum Aufruf kommen hier ein mit Inneneinrichtung und Fahrgästen ausgestatteter D-Zug-Personenwagen, der von 1929 bis 1934 produziert wurde, sowie der zwischen 1934 und 1939 hergestellte Speisewagen Rheingold. Vorbild war hier der Luxuszug Rheingold der Deutschen Reichsbahn, der von 1928 bis zum Zweiten Weltkrieg die Nordsee mit den Alpen verband.

Der bekannteste Luxuszug ist natürlich der Orient-Express der Compagnie Internationale des Wagons-Lits, also der "Internationalen Schlafwagen-Gesellschaft". Auch von dieser ist ein Wagen, mit der Wegstreckenkennzeichnung "Paris-Nantes", in der Auktion vertreten.

Zwischen 1931 und 1933 hat diese Startpackung für einen Personenzug der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft bestimmt für viele leuchtende Augen unter dem Weihnachtsbaum gesorgt. Das Set in seiner Originalverpackung besteht aus einer Schlepptenderlok mit Tender, zwei Personen- und einem Gepäckwagen sowie Gleisen für ein Gleisoval und einem Anschlussstück.

Auch nicht fehlen darf natürlich das "schmückende Beiwerk" neben den Bahngleisen. Aus den Jahren um 1925 stammt ein Portalkran auf Rollen, dessen Kranhaus mit einer Kurbel gedreht werden kann. Für das persönliche Wohl von Fahrgästen oder Besitzern einer früher üblichen Bahnsteigkarte sorgten Toilettenhäuschen wie die in der Auktion angebotene Herrenbedürfnis-Anstalt von 1929-33.

Speziell für Ausflugsfahrten, vor allem im Alpenraum, wurde 1935/36 der elektrische Gläserne Zug gebaut, der auch über ein verglastes Dach verfügte und seinen Fahrgästen so einen großartigen Panoramablick auf die vorbeiziehende Landschaft gewährte. Die Wagen wurden später, bis 1997, auch von der Deutschen Bahn eingesetzt.

Ein Klassiker von Märklin ist das Krokodil der Schweizerischen Bundesbahn. Die grünen Elektrolokomotiven kamen ab 1919 zum Einsatz, ihre Modellversion wurde 1936 von Märklin eingeführt.

Bei dem Modell ST 800 Typ 20 handelt es sich um einen 3-teiligen Elektro-Triebzug, der auf amerikanische Vorbilder zurückgeht und um 1950 von Märklin erstmals präsentiert wurde.

Neben Eisenbahnen und ihrem Zubehör umfasst die Spielzeugauktion es Wormser Auktionshauses auch Modellautos und Blechfiguren. Die Versteigerungen beginnen am 5. September um 16 Uhr, am 6. September um 8 Uhr und am 7. September um 9 Uhr. Ergänzt wird das Angebot am 7. September um 13 Uhr mit Militaria sowie am 5. September um 10 Uhr mit einer Kunstauktion, bei der Kunst, Accessoires und Porzellan zum Aufruf kommen.
Veranstaltungsort ist das Wormser Auktionshaus in der Weinbrennerstraße 20 in Worms-Pfeddersheim. Dort können noch bis zum 4. September Vorbesichtigungen vorgenommen werden.
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