Hier sind einige interessante Fakten über den Saphir, die Sie vielleicht noch nicht kannten.
Saphire müssen nicht immer blau sein
Saphire sind eine Varietät des Minerals Korund und bestehen damit aus Aluminiumoxid (Al2O3), das vor hunderten Millionen bis weit über einer Milliarde Jahren tief in der Erdkruste unter bestimmten Bedingungen kristallin wurde. Meist werden Saphire mit einem dunklen Blauton assoziiert, doch tatsächlich ist nicht jeder Saphir blau. Der Edelstein kommt auch in Rosa, Gelb, Grün, Violett und Orange vor, wobei die Farbe von winzigen Spurenelementen im Kristall abhängt. Beim klassischen blauen Saphir sind das Eisen und Titan. Trifft man auf die rote Varietät des Korunds, handelt es sich um einen Rubin.
Eine besondere Variante ist der seltene Padparadscha-Saphir, dessen orange-rosa Farbton an die Farbe der Lotusblume erinnert und durch Elemente von Chrom und Eisen entstand. Padparadscha-Saphire kommen vor allem auf Sri Lanka, aber auch auf Madagaskar vor. Weitere wichtige Fundgebiete für Saphire allgemein sind die Kaschmir-Region, aus der begehrte Saphire in Kornblumenblau stammen, sowie Thailand, Myanmar, Australien, Tansania und der US-Bundestaat Montana.
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In der Edelsteinbranche ist es nicht unüblich, einen Saphir durch Hitze zu verändern, um den beliebten dunkelblauen Farbton zu erzeugen. Entsprechend begehrt sind daher unbehandelte Saphire in einem schönen, natürlichen Blau.
Saphire sind als Schmuckstein gut geeignet
Saphire erreichen auf der Mohs-Skala eine Härte von 9, womit sie zu den härtesten Edelsteinen der Welt gehören – nur Diamanten sind noch härter. Dadurch sind sie als Schmuckstein besonders gut geeignet, neigen sie doch kaum zu Kratzern und Absplitterungen. Auch die Tatsache, dass ein schönes, tiefes Blau eine Farbe ist, die so ziemlich jedem steht, trägt zur Beliebtheit des Saphirs bei.
Blaue Saphire gelten seit Jahrhunderten als Symbole für Weisheit, Schutz und Treue und wurden deshalb von weltlichen und geistlichen Herrschern getragen. Sie waren Symbole der Macht, die eine Verbindung zum Göttlichen schufen. So erhielten neu ernannte Kardinäle vom Papst traditionell einen Ring, der häufig mit einem Saphir besetzt war. Bedeutende Saphire sind auch Teil der britischen Kronjuwelen. So zieren der mittelalterliche Saphir von König Edward dem Bekenner und der 104-karätige Stuart-Saphir die Imperial State Crown.
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Mit ihrer Treue-Symbolik sind Saphire natürlich auch hervorragende Verlobungsringe. Den berühmtesten suchte sich Lady Diana Spencer 1981 beim Hofjuwelier Garrard aus, als sie sich mit dem damaligen Prince of Wales, Charles, verlobte. Den Weißgoldring ziert ein dunkelblauer Ceylon-Saphir von 12 Karat, der von 14 weißen Diamanten umgeben ist. 2010 wählte William, der jetzige Prince of Wales, den Ring seiner 1997 verstorbenen Mutter, als er seiner Catherine die Frage aller Fragen stellte. Als Inspiration zu ihrer Wahl soll Diana übrigens jene Saphir-Diamant-Brosche gedient haben, die Prince Albert Queen Victoria 1840 am Tag vor ihrer Hochzeit geschenkt hatte.
Manche Saphire „leiden“ an Asterismus
Wer bei dem Wort „Asterismus“ an den Titelhelden einer berühmten französischen Comicbuchreihe denkt, ist schon auf der richtigen Spur, leitet sich der Name Asterix doch vom griechischen Wort asterískos ab, was „Sternchen“ bedeutet. Trifft man auf einen Saphir, der Asterismus aufweist, hat man es mit einem sogenannten Sternsaphir zu tun.
Asterismus bezeichnet bei Edelsteinen jenes Phänomen, bei dem aus ihrem Inneren bei Lichteinfall ein Stern aufleuchtet – meist sechsstrahlig, manchmal auch zwölfstrahlig. Verursacht wird dies durch winzige Kristalle (meist Rutil), die sich nadelförmig im Korund anlagern. Sternsaphire und -rubine sind die bekanntesten Steine, die Asterismus aufweisen können. Doch kommt dieser auch bei Rosenquarz, Granat, Diopsid, Spinell und Mondstein vor. Äußerst selten tritt Asterismus auch bei Smaragden und weiteren Edelsteinvarianten auf. Um den Stern-Effekt voll zur Geltung zu bringen, werden entsprechende Edelsteine nicht facettiert, sondern glatt zum Cabochon geschliffen. Der berühmteste Sternsaphir ist der 563,35 Karat schwere Star of India, der auf Sri Lanka gefunden wurde und sich heute im American Museum of Natural History in New York befindet.
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Weitere besondere Saphire sind jene, die die Farbe wechseln können – wobei es sich dabei allerdings um ein optisches Phänomen und keine Magie handelt. Je nach Beleuchtung gelangen unterschiedliche Farbreize in unsere Augen, wodurch derselbe Saphir scheinbar seine Farbe verändert. Häufig dafür verantwortlich sind Spuren des Elements Vanadium. So kann ein entsprechender Saphir bei natürlichem Tageslicht blau erscheinen, unter warmem, künstlichem Licht jedoch violett bis rot.




