Die italienische Luxusmarke Fendi feiert in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag. Wir feiern mit und haben aus diesem Anlass vier interessante Fakten über das Unternehmen zusammengetragen, die Ihnen möglicherweise bislang völlig unbekannt waren.
1. Ein emsiges Eichhörnchen
1918 eröffnete Adele Casagrande (1897-1978) in Roms Via del Plebiscito ein Geschäft für Pelze und Lederwaren. Sieben Jahre später gab sie Edoardo Fendi (1904-1960) das Jawort und nicht nur sie nahm seinen Namen an, sondern auch ihr Unternehmen, sodass das Jahr 1925 als offizielle Geburtsstunde der Marke Fendi angesehen wird. Edoardo bewunderte die Tatkraft seiner Frau und verglich sie mit einem Eichhörnchen, wodurch das emsige Tierchen zum ersten Logo der Marke wurde.
2. Frauenpower und ein Mann
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Unternehmen in weiblicher Hand. Adele und Edoardo bekamen nämlich fünf Töchter – Paola (*1931), Anna (*1931), Franca (1935–2022), Carla (1937–2017) und Alda (*1940) – die 1946 in den Betrieb einstiegen, um dort in unterschiedlichen Bereichen tätig zu sein. Nach dem Tod ihrer Mutter 1978 erbten sie jeweils 20% des Unternehmens.
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1965 holten die Schwestern einen jungen, talentierten Designer mit ins Boot, der zuvor bereits für Balmain, Patou und Chloé gearbeitet hatte: Karl Lagerfeld. Die erfolgreiche Zusammenarbeit bestand bis zu Lagerfelds Tod im Jahr 2019. Lagerfeld zeichnete sich für verschiedene Innovationen der Casa verantwortlich, besonders bedeutsam war jedoch seine Kreation des neuen Logos mit dem doppelten F (auch Zucca genannt), für das das Eichhörnchen weichen musste.
3. Historische Gemäuer
2005 feierte Fendi nicht nur sein 80-jähriges Bestehen, sondern verlegte sein Hauptquartier in den historischen Palazzo Boncompagni am Largo Carlo Goldoni, wo Via dei Condotti und Via del Corso aufeinandertreffen. Zehn Jahre später stand nicht nur der 90. Geburtstag ins Haus, sondern auch die Verlegung des Hauptsitzes in den Palazzo della Civiltà Italiana, der für die Weltausstellung von 1942 errichtet worden war, die kriegsbedingt jedoch hatte ausfallen müssen. Im Palazzo am Largo Carlo Goldoni sind heute noch ein Flagship Store sowie die exklusiven Fendi Private Suites untergebracht.
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2016 ließ Karl Lagerfeld die Models für die Präsentation seiner Fendi-Damenkollektion über einen durchsichtigen Laufsteg schreiten, der über dem Becken der Fontana di Trevi installiert worden war. Zuvor hatte das Unternehmen die Renovierung des berühmten Brunnens mit einer siebenstelligen Summe unterstützt. Eine noch spektakulärere Schau hatte jedoch 2007 stattgefunden: als Laufsteg diente damals die Chinesische Mauer. Fendi feierte mit dieser außergewöhnlichen Location seine Expansion auf dem chinesischen Markt.
4. Ikonische Begleiter
Seit der Gründung des Unternehmens waren Handtaschen Teil von Fendis Portfolio, doch erst in jüngerer Zeit wurden wahrhaft ikonische Kreationen aus der Taufe gehoben. Die ikonischste von allen ist ganz klar die Baguette, die 1997 von Annas Tochter Silvia Venturini Fendi kreiert wurde. Die Baguette zeichnet sich durch ihr schlichtes Design aus, das von dem berühmten Logo gekrönt wird und sich im Laufe der Zeit als wunderbar wandelbar erwiesen hat. Weitere begehrte Modelle – ebenfalls von Silvia entworfen – sind die relaxte Spy Bag (2005) sowie die elegante Peekaboo (2009).
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Seit 2001 ist die LVMH-Gruppe Hauptanteilseigner von Fendi und betreibt mehr als 200 Boutiquen auf der ganzen Welt – von Hongkong bis Honolulu, von Sao Paolo bis Singapur.










