400 Jahre europäische Kunst bei Durán Arte y Subastas

In seiner großen Januar-Auktion präsentiert das in Madrid beheimatete Auktionshaus Durán Arte y Subastas über 600 Lose mit Kunst, Schmuck, Design und mehr.

ÓSCAR DOMÍNGUEZ (1904 - 1957), Revólver y lata de sardinas, 1952, signiert
ÓSCAR DOMÍNGUEZ (1904 - 1957), Revólver y lata de sardinas, 1952, signiert

Mit bedeutenden Gemälden des 17. Jahrhunderts, Meisterwerken der spanischen Moderne und zeitgenössischen Skulpturen, nimmt uns Durán Arte y Subastas am 29. Januar mit auf eine spannende Reise durch 400 Jahre europäischer Kunstgeschichte. Einige der Highlights sehen Sie im Folgenden.

DAVID TENIERS D. J. (1610 - 1690), Gasthausszene, signiert
DAVID TENIERS D. J. (1610 - 1690), Gasthausszene, signiert

Der flämische Maler David Teniers d. J. erblickte 1610 als Sohn seines gleichnamigen Vaters in Antwerpen das Licht der Welt. Beeinflusst von Rubens und Adam Elsheimer, zeichnet sich Teniers' Œuvre durch seine hohe Vielfalt aus, die sowohl religiöse Werke als auch Landschaften und Zeichnungen umfasst. Seine Karriere als Hofmaler des österreichischen Erzherzog Leopold Wilhelm, Statthalter der Spanischen Niederlande, began im Jahr 1651. Neben der Anfertigung von Auftragsarbeiten war ihm auch die Organisation der erzherzoglichen Kunstsammlung anvertraut worden, die er 1660 in dem illustrierten Katalog Theatrum Pictorium katalogisierte.

ABRAHAM DANIELSZ. HONDIUS (um 1631 - 1691) Werkstatt , Jagdszene, Öl(Lwd.
ABRAHAM DANIELSZ. HONDIUS (um 1631 - 1691) Werkstatt , Jagdszene, Öl(Lwd.

Diese Jagdszene stammt aus der Werkstatt von Teniers Zeitgenossen Abraham Danielsz. Hondius, der während des Goldenen Zeitalters der Malerei in der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande mit diesem Genre sowie mit einem ebenfalls abwechslungsreichen Œuvre von sich reden machte. Hondius war als Sohn eines Maurers in Rotterdam geboren worden und studierte dort Malerei bei Pieter de Bloot und Cornelis Saftleven. Nach einem kurzen Aufenthalt in Amsterdam ließ er sich 1666 dauerhaft in London nieder, wo er seine klassische niederländische Barockmalerei durch neue Einflüsse erweiterte. Seine Werken werden heute in vielen bedeutenden Museen ausgestellt, u.a. im Louvre.

JULIO VILA Y PRADES (1873 - 1930), Römische Mädchen, signiert
JULIO VILA Y PRADES (1873 - 1930), Römische Mädchen, signiert

Der aus Valencia stammende Maler Julio Vila y Prades, geboren 1873, begann seine künstlerische Ausbildung an der Real Academia de Bellas Artes de San Carlos de Valencia und arbeitete von 1893 bis 1904 als Assistent des Malers Joaquín Sorolla. Für seine eigenen Arbeiten ließ er sich nicht nur von seiner Heimat inspirieren, sondern auch von den Landschaften Lateinamerikas, das er wiederholt bereiste. In der "Neuen Welt" erhielt er auch wiederholt Aufträge für dekorative Wandgemälde - Aufträge, die ihn sowohl nach Buenos Aires als auch nach New York führten.

BONIFACIO (1934 - 2011), Nadie faltó a la cita, signiert
BONIFACIO (1934 - 2011), Nadie faltó a la cita, signiert

Bonifacio (1934-2011) war ein baskischer Maler und Grafiker, der sich in seiner Teenagerzeit intensiv auf die Suche nach der richtigen Profession begeben hat. Er arbeitete als Taucher und in Hotels und nahm sogar an nicht weniger als 25 Stierkämpfen teil. Schließlich erwies sich jedoch die Malerei als seine wahre Berufung und bereits 1955 erhielt er die erste Auszeichnung. Drei Jahre später erfolgte die erste Einzelausstellung, bei der er seine zwischen Surrealismus und Abstraktion angesiedelten Arbeiten einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren konnte. Bonifacios Werke unterschieden sich stark von denen der anderen baskischen Maler jener Zeit und weisen Einflüsse von Willem de Kooning, Pierre Alechinsky und der Gruppe CoBrA auf.

ÓSCAR DOMÍNGUEZ (1904 - 1957), Revólver y lata de sardinas, 1952, signiert
ÓSCAR DOMÍNGUEZ (1904 - 1957), Revólver y lata de sardinas, 1952, signiert

Vollkommen dem Surrealismus zugeneigt war der auf Teneriffa geborene Maler Oscar Domínguez (1906-1957). Seine Hingabe zu dieser künstlerischen Bewegung entdeckte er bei wiederholten Aufenthalten in Paris, wo er sich schließlich dauerhaft niederließ. Im Gegenzug bereicherte er die dortige surrealistische Szene mit dem "brennenden und duftenden Pfiff der Kanarischen Inseln", wie André Breton es ausdrückte. Sardinen waren ein wiederholtes Motiv in seinen Werken. Nach dem Tod seines Freundes Paul Eluard 1952 kam der Tod als wiederkehrendes Thema hinzu, meist in Gestalt eines Revolvers. Das vorliegende Spätwerk vereint somit die beiden wichtigsten Motive von Oscar Domínguez.

GERARDO RUEDA (1926-1996), Almendro, 1960, signiert
GERARDO RUEDA (1926-1996), Almendro, 1960, signiert

Zu den bedeutendsten Vertretern der abstrakten Malerei in Spanien zählte der 1926 geborene Gerardo Rueda. Während sich seine Ausbildung auf die klassische Historienmalerei konzentrierte, konnte sich Rueda später dem Einfluss des Kubismus nicht entziehen. Zunächst begann er damit, kubistische Werke in einem kleinen Notizbuch zu kopieren. Seine ersten eigenen abstrakten Arbeiten präsentierte er 1954. Sechs Jahre später, also jenem Jahr in dem er das vorliegendes Werk schuf, nahm Rueda an der Biennale in Venedig teil.

ANTONIO LÓPEZ GARCÍA (*1936), Mujer de Almanzora, 2016
ANTONIO LÓPEZ GARCÍA (*1936), Mujer de Almanzora, 2016

Last but not least möchten wie Ihnen noch ein Werk des zeitgenössischen Künstlers Antonio López García präsentieren, der zu den bedeutendsten Vertretern des Hyperrealismus in Europa zählt. Seine Skulptur Mujer de Almanzora von 2016 schuf er aus weißem mazedonischen Marmor. Eine größere Version des Motivs findet sich aktuell in der Ibáñez Cosentino Art Foundation in Almería, Andalusien.

Die Auktion von Durán Arte y Subastas am 29. Januar umfasst neben Kunst auch Schmuck, Uhren, eine Auswahl seltener Füllfederhalter von Kynsey, Designobjekte sowie luxuriöse Lederwaren.

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