5 Dinge, die Sie über Stan Lee noch nicht wussten

Im November letzten Jahres verstarb der legendäre und von seinen Fans hochverehrte Serien- und Comicschöpfer Stan Lee im Alter von 95 Jahren. Trotz seiner weltweiten Bekanntheit, haben wir fünf Dinge über Stan Lee zusammengetragen, die Sie bestimmt noch nicht wussten.

5 Dinge, die Sie über Stan Lee noch nicht wussten

1. Debüt mit 19 Jahren

Stan Lee, der eigentlich Stanley Martin Lieber hieß, träumte bereits in jungen Jahren davon, vom geschriebenen Wort leben zu können. Als er 17 Jahre alt war, erhielt er mithilfe der Vermittlung durch einen Verwandten eine Anstellung bei Timely Comics. Zunächst bestand seine Arbeit dort aus Büroarbeit, Kaffee kochen und dem Arrangieren des Mittagessens für die Redakteure. Zwei Jahre später, 1941, debütierte er dann aber doch als Serienautor, als er den Text für Captain America Foils the Traitor’s Revenge in der dritten Ausgabe der Captain America Comics schrieb.

Dies war der Grundstein für seine Autorenkarriere und Lee bekam immer mehr Aufgaben dieser Art zugewiesen. Noch im selben Jahr, als Joe Simon, der Stan Lee zwei Jahre zuvor eingestellt hatte, den Verlag verließ, wurde dessen ehemaliger Schützling auf seinen Posten als Redakteur gesetzt.

Marvel Comics - Captain America #114
Marvel Comics - Captain America #114

2. Lee setzte auf menschliche Superhelden

Im Laufe seiner langjährigen Karriere schuf Stan Lee viele der weltweit bekanntesten und am meisten geschätzten Superhelden, darunter Spider-Man, Ironman, die Fantastic Four oder den Hulk. Einen Großteil ihrer Popularität verdanken diese übermenschlichen Wesen ihrer Menschlichkeit. Im Gegensatz zu früheren Helden hatten Lees Charaktere Fehler und Schwächen. Sie kämpften nicht mehr nur gegen Superschurken, die die gesamte Menschheit bedrohten, sondern ebenso mit ihren Alltagsproblemen - ein revolutionäres Konzept in der damaligen Comic- und Serienkultur.

Marvel Comics - Fantastic Four #4 (1962)
Marvel Comics - Fantastic Four #4 (1962)

3. Mit Spinnenkräften gegen Drogenmissbrauch 

In den 1950er Jahren wurde der Verband Comics Magazine Association of America gegründet. Ziel des Verbandes war die Schaffung von Richtlinien, die die Darstellung von Sex, übertriebener Gewalt und Drogenkonsum aus den Comics, die während des Zweiten Weltkriegs zunehmend düsterer geworden waren, verbannen sollte. Diese Selbstzensur der Verlage sollte die Einmischung des Staates reduzieren. Das Ergebnis der Arbeit war die Comics Code Authority (CCA), ein Code, der u.a. bis in die 1970er Jahre hinein Comicentwicklern untersagte, Drogen in einer Serie darzustellen.

Daredevil #1, signiert von Stan Lee
Daredevil #1, signiert von Stan Lee

1970 kontaktierte die Nixon-Regierung jedoch Stan Lee und fragte an, ob er bereit wäre, eine Anti-Drogen-Botschaft in eine seiner Serien, die bei Marvel Comics erschienen, einzubauen. Lee entschied sich dafür, eine solche Geschichte in einem Spider-Man-Comic zu verarbeiten: Peter Parkers bester Freund Harry Osborn konsumiert darin Drogen - was schreckliche Konsequenzen nach sich zieht. Obwohl der Drogenkonsum eindeutig negativ dargestellt wurde, verbot die CCA Marvel die Veröffentlichung des Comics. Der Verlag setzte sich jedoch über diese Entscheidung hinweg. Die Spieler-Man-Ausgabe wurde äußerst populär und CCA sah sich bemüht, seine Richtlinien zu überarbeiten.

Spider-Man #1 (1990)
Spider-Man #1 (1990)

4. Stan Lee - Der Serienschöpfer auf der großen Leinwand

Eines der Ziele, die sich Stan Lee selbst setzte, war es, in allen Filmen und Fernsehserien, in denen die von ihm geschaffenen Charaktere einen Auftritt hatten, einen Cameoauftritt zu haben. Auf diese Art und Weise trat Lee nicht nur in den eigenen Produktionen von Marvel auf, sondern in Filmen anderer Unternehmen. So kann man ihn als Wurstverkäufer in X-Men (2000) bewundern, als General in Captain America: The First Avenger (2011) oder als verärgerten Nachbarn in Spider-Man: Homecoming (2017).

The Incredible Hulk #120 (1969)
The Incredible Hulk #120 (1969)

5. Stan Lee wusste, welche die größte Supermacht von allen ist

In einem Interview mit dem Hollywood Reporter von 2016 wurde Stan Lee gefragt, welche Superkraft er denn gerne für sich selber wählen würde. Seine Antwort lautete: "Seit Jahren fragen Kinder mich immer wieder nach der größten Supermacht. Ich sage immer: Glück. Wenn man Glück hat, funktioniert alles. Ich hatte Glück."

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